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Milchproduktion

Verseuchte Milch: Fehlalarm bei Fonterra

© landpixel
von , am
29.08.2013

Wellington - Die Warnung vor lebensgefährlich verseuchter Milch aus Neuseeland hat sich als Fehlalarm entpuppt. Bei umfangreichen Prüfungen seien keine Botulismus-Bakterien gefunden worden.

Fonterra verändert seine Produktpalette und und bewegt sich nun weg vom Milchpulver hin zu hochwertigen Zutaten sowie Dienstleistungsangeboten. © Werkbild
Anfang August hatte der neuseeländische Milchgigant Fonterra erklärt, dass in einigen Produkten Bakterien gefunden wurden, die eine tödliche Botulismus-Vergiftung auslösen können. Das hat sich nun als Fehlalarm erwiesen. Es handelt sich bei den in Molke gefundenen Bakterien nicht um die Botulismus auslösende Clostridium botulinum, sondern um die ungefährlichen Clostridium sporogenes, wie das neuseeländische Ministry for Primary Industries (MPI) bekannt gab. Die gefundenen Bakterien sind zwar mit Clostridium botulinum eng verwandt, produzieren jedoch kein Botulinum-Toxin.

Weitere Tests wurden veranlasst

Als Fonterra am 2. August gemeldet habe, die gefährlichen Bakterien in ihren Produkten gefunden zu haben, habe man sofort handeln müssen, so das MPI. Gleichzeitig wurden weitere Tests veranlasst, um die ersten Resultate zu bestätigen. 195 Tests wurden danach in Neuseeland und den USA durchgeführt und kamen zu dem Ergebnis, dass es sich um ungefährliche Bakterien handelt. Im Zuge des vermuteten Skandals war unter anderem der Fonterra-Chef für Milchprodukte in Neuseeland zurückgetreten und Russland hatte ein Importverbot über Fonterra-Produkte verhängt.
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