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Allgäu

Verstöße gegen Tierschutz: Anzeige gegen Landwirt

Anbindehaltung
am Donnerstag, 13.02.2020 - 08:30 (1 Kommentar)

Einem Landwirt aus dem Allgäu wurde die Tierhaltung untersagt. Man habe auf seinem Betrieb Verstöße gegen den Tierschutz festgestellt.

Wie die Augsburger Allgemeine (AA) berichtet, darf ein Landwirt aus dem Allgäu seit einer Kontrolle keine Tiere mehr halten. Bereits fünf seiner Rinder habe man einschläfern müssen. Verboten wurde ihm die Tierhaltung vom Ostallgäuer Veterinäramt. Der Mann habe nun den Bestand aufgelöst und sein Milchvieh verkauft.

Man habe auf dem Betrieb mit etwa 55 Rindern Verstöße gegen den Tierschutz festgestellt, so die AA.

Landwirt war Veterinäramt bereits bekannt

Schon im Sommer 2019 war gegen den Landwirt ein Bußgeld von 1475 Euro verhängt worden. Laut Ostallgäuer Landratsamt habe er unter anderem zwei verletzte Rinder nicht behandeln lassen. Zudem erlegte man ihm ein Zwangsgeld von 1000 Euro auf. Dies müsse er bezahlen, falls er die Auflagen nicht einhalten würde.

Kälberflechte und schlechte Zustände im Stall

Mitte Januar folgte nun eine Nachkontrolle. Dabei stellte man fest, dass die Anordnungen nicht befolgt worden waren. So habe der Landwirt nicht für saubere und trockene Liegeflächen gesorgt und kein Präventions- und Behandlungskonzept gegen Kälberflechte entwickelt, berichtet die AA.

Laut Landratsamt habe sich die Situation der Tiere sogar noch weiter verschlechtert.

Problem vor allem Sauberkeit und Klauenpflege

Ein Sprecher des Landratsamts nennt vor allem die Sauberkeit sowie Klauenpflege als große Problempunkte. Fünf Rinder mussten wegen irreparabler Klauenschäden eingeschläfert werden. Als Folge sprach die Behörde ein Verbot für die Haltung von Milchtieren aus, so die AA.

Obwohl der Mann seinen Bestand aufgelöst hat, erhält er nach Angaben des Landratsamtes noch eine Anzeige. 

Mit Material von Augsburger Allgemeine

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