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Aus der Wirtschaft

Verunreinigtes Milchpulver: Geldstrafe für Fonterra

von , am
23.06.2014

Auckland - Der Molkereikonzern Fonterra hat eine Strafe von 150.000 NZ$ (96.200 Euro) zu zahlen. Grund ist eine zu späte Meldung von möglicherweise mit Botulismus-Erregern verunreinigtem Milchpulver.

Fonterra verändert seine Produktpalette und und bewegt sich nun weg vom Milchpulver hin zu hochwertigen Zutaten sowie Dienstleistungsangeboten. © Werkbild
Wie das Unternehmen Mitte Juni mitteilte, wurde eine von der Börse in Wellington verhängte Disziplinarstrafe wegen Verletzung der Offenlegungspflichten akzeptiert. Die Börsenaufsicht wirft dem Molkereiunternehmen vor, bereits am Mittwoch, den 31. Juli 2013, von der möglichen Produktbelastung Kenntnis gehabt, darüber aber erst am späten Abend des 2. August öffentlich informiert zu haben.
 
Damit habe der Konzern zu Lasten der Marktteilnehmer gegen die Börsenregularien verstoßen, die eine rasche Berichterstattung erforderten. Fondsanteile von Fonterra seien zum Handelsschluss am Freitag den 2. August an der Börse in Wellington noch mit 7,12 NZ$ (4,57 Euro) bewertet gewesen; bei Börsenstart am darauffolgenden Montag sei die Notierung der Anteilsscheine dann auf 6,50 NZ$ (4,17 Euro) gefallen.

Kooperation wirkt strafmindernd

Strafmindernd sei aus Börsensicht zu werten, dass sich das Unternehmen bei der Untersuchung des Falles kooperativ gezeigt habe. Gleichzeitig habe Fonterra einen großen Imageschaden erlitten, obwohl sich die Warnung vor den Botulismus-Erregern in Nachhinein als Fehlalarm herausgestellt hatte.
Noch offen ist der Ausgang des Rechtsstreits über Schadensersatzansprüche des französischen Nahrungsmittelherstellers Danone gegenüber Fonterra, die dieser wegen finanzieller Verluste im Zusammenhang mit der Warenrückrufaktion seines Zulieferers geltend gemacht hat.
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