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Milchproduktion

Zu viel Milch: Jetzt droht Quotenüberlieferung

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von , am
01.11.2011

München - Nach den bisherigen Liefermengen zeichnet sich für die deutschen Milchbauern im laufenden Milchwirtschaftsjahr 2011/12 eine mögliche Überlieferung der Quote ab.

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Wie der Verband der Milcherzeuger Bayerns (VMB) mitteilte, wurde die anteilige Referenzmenge nach vorläufigen Berechnungen der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) und der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung GmbH (ZMB) im Zeitraum April bis September 2011 zu 100,7 Prozent ausgeschöpft. Für dieses Garantiemengenjahr drohe eine Überlieferung, erklärte der VMB.
 
Die deutschen Milcherzeuger würden 2011/12 möglicherweise erstmals, nach drei Jahren Unterlieferung in Folge, ihre Quoten überliefern.

Mehr Milch als im Vorjahr

Den Zahlen von AMI und ZMB zufolge steigerten die heimischen Milcherzeuger die Anlieferungen an die Molkereien in der ersten Hälfte des bis Ende März 2012 dauernden Milchwirtschaftsjahres gegenüber der Vorjahresperiode um 324.000 Tonnen oder 2,2 Prozent auf 15,02 Millionen Tonnen. Die fettkorrigierte Milchanlieferung lag nach den Berechnungen beider Unternehmen im Zeitraum April bis September 2011 um 2,0 Prozent über der Vergleichsmenge von 2010.

Maximal noch ein Prozent

Auf das gesamte Milchwirtschaftsjahr bezogen darf das Plus aber nicht mehr als 1,7 Prozent betragen, soll die Quote eingehalten werden. Im August und September sei zwar eine Abschwächung des Produktionswachstums zu erkennen gewesen; allerdings seien die Steigerungsraten im Oktober im Vergleich zum Vorjahr wieder etwas größer geworden, stellte der VMB fest. Noch sei ausreichend Zeit, um die Milchanlieferungen an die Quote anzupassen. Dazu dürfe das deutsche Milchaufkommen in den kommenden Monaten bis Ende März 2012 das Vorjahresniveau aber nicht um mehr als ein Prozent überschreiten.
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