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Milchproduktion

Vollmilchpulverpreise in Neuseeland erneut kräftig gestiegen

von , am
08.09.2009

Wellington - An den internationalen Milchpulvermärkten scheint sich der Preisaufschwung zu verstetigen. Bereits im August war im Vergleich zum Vormonat ein Preissprung um rund ein Viertel nach oben registriert worden.

© dana-nicolescu/Fotolia

Auf der Internet-Handelsplattform "Global Dairy Trade" des neuseeländischen Branchenführers Fonterra kletterten die Preise bei der monatlichen Vollmilchpulverauktion vergangene Woche gegenüber dem Vormonat im Schnitt um 24,2 Prozent auf 2.858 $ pro Tonne (2.003 Euro). Die Preisspanne reichte von 2.765 $ pro Tonne (1.938 Euro) bis 2.940 $ pro Tonne (2.061 Euro).

Fonterras Manager Kelvin Wickham erklärte, die jüngste Preissteigerung sei stärker als erwartet ausgefallen. Fonterra habe aber damit gerechnet, dass die Erholung an den Milchmärkten von Vollmilchpulver ausgehen werde, denn die weltweiten Bestände seien auf niedrigem Niveau und die Nachfrage ziehe an. Wickham kündigte zudem eine größere Produktpalette für die Handelsplattform "Global Dairy Trade" ab November an.

Dann solle auch wasserfreies Milchfett (AMF) gehandelt werden. In Zeiten fallender Pulverpreise hatte sich die Internet-Handelsplattform heftiger Kritik des neuseeländischen Bauernverbandes "Federated Farmers" ausgesetzt gesehen. Eine Auktion in Zeiten eines Bärenmarktes sorge nur bei den Käufern für fröhliche Gesichter, hatte es seinerzeit geheißen. Über die jüngsten Entwicklungen zeigte sich "Federated Farmers" hingegen erwartungsgemäß erfreut. Die letzten beiden Auktionstermine spiegelten den Aufschwung der Vollmilchpulverpreise wider. Auch die langfristigen Aussichten seien positiv, betonte der Bauernverband mit Blick auf die für Kontrakte mit Fälligkeit im nächsten Jahr erzielten Preise. (AgE)

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