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Tierschutz

Vorwurf der Tierquälerei: Käserei Champignon beendet Lieferbeziehung

Milchtank beim Befüllen
am
11.07.2019

Wegen Vorwürfe der Tierquälerei gegen einen Milchviehbetrieb im Allgäu hat nun auch die Käserei Champignon Konsequenzen gezogen und die bestehenden Lieferverhältnisse beendet.

Schwere Tierschutzverstöße werden gegen einen Milchviehbetrieb mit 1.800 Kühen im Allgäu erhoben, wie agrarheute bereits berichtete. Aus diesem Grund hat nun auch die Käserei Champignon die Konsequenzen gezogen und die bestehenden Lieferverhältnisse mit dem Betrieb beendet, wie das Unternehmen gestern (10.07.19) auf seiner Homepage erklärt.

Die über die Medienberichte gezeigten Vorfällen habe das Unternehmen sehr betroffen und die Vorwürfe gegen den Milchviehbetrieb intensiv geprüft, heißt es weiter in der Pressemitteilung. Die im Report Mainz gezeigten Bilder entsprechen in keiner Weise unseren Forderungen und Ansprüchen. Wir bekennen uns eindeutig und unmissverständlich zum Tierwohl und distanzieren uns von jeglichen Missständen in der Tierhaltung oder Verstößen gegen das Tierschutzgesetz", heißt es weiter in der Pressemitteilung.

Es seien mit Lieferanten klare Standards zur Milchproduktion vereinbart. Nach Angaben des Unternehmens wird deren Einhaltung über regelmäßige Audits durch unabhängige, zertifizierte und akkreditierte Prüfstellen vor Ort kontrolliert. Der betroffene Milchviehbetrieb sei zuletzt im März 2019 kontrolliert worden.

Die gelieferte Milch des bayerischen Milchviehhofs sei von einwandfreier Qualität, dennoch will die Käserei Champignon, aus ethischen und moralischen Gründen, keine Milch mehr von diesem Hof annehmen.

Mit Material von Käserei Champignon
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