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Niedersachsen

Wegen Gartenabfällen: 4 Kühe sterben qualvoll

Harzer Rotes Höhenvieh auf der Weide
am Mittwoch, 16.10.2019 - 10:01 (Jetzt kommentieren)

Im Harz sind vier Kühe der seltenen Rasse „Harzer Rotes Höhenvieh“ auf einer Weide nahe Lautenthal an einer Eiben-Vergiftung gestorben. Schuld sind illegal entsorgte Gartenabfälle.

Eiben sind für Rinder hochgiftig. In der Vergangenheit gab es immer wieder Todesfälle von Kühen. Schuld sind meist Gartenabfälle. So wie auch im jüngsten Fall im Harz. Dort sind am vergangenen Wochenende vier Kühe der seltenen Rasse „Harzer Rotes Höhenvieh“ gestorben.

Der Grund: Die Tiere hatten auf einer Weide Eibenzweige gefressen. Bislang unbekannte Täter hatten laut Polizei nahe Lautenthal Zweige von Eibe, Ahorn, Birke, Funkie, Koniferen und Obstbäumen, deren Rinde gelben Pilzbefall aufwies, illegal entsorgt.

Die Obduktion der toten Kühe hat laut Polizeiinspektion Goslar ergeben, dass sie an einer Vergiftung gestorben sind. Besonders traurig: Die Rasse „Harzer Rotes Höhenvieh“ steht auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Nutztierrassen.

Vergiftete Rinder: Landwirt bangt um Existenz

Eibenschnitt

Dem Landwirt ist ein finanzieller Schaden in Höhe von 7.000 Euro entstanden. Da er aber für die Tiere staatliche Fördermittel erhielt, und der Bestand durch den Tod der Tiere unter die förderfähige Anzahl gesunken ist, muss er unter Umständen auch diese Fördermittel zurückzahlen.

Dann könnte seine Existenz bedroht sein, so die Polizeiinspektion Goslar. Der Landwirt hat deshalb für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt. Die Polizei Langelsheim bittet um Hinweise unter der Telefonnummer: 05326-97870.

Eibe: Schon 500 Gramm Nadeln giftig für Kühe

Schon 500 Gramm Eiben-Nadeln sind für Kühe tödlich. Bei Rindern dauert es bis zu zwei Tagen, bis die tödliche Wirkung einsetzt. „Kühe sind ja Wiederkäuer, und erst wenn die Nadeln vollständig zerkaut wurden, wirkt das Gift“, sagte Walter Biesenbach, Veterinär-Pathologe, zur SHZ.

Die Gefahr lauert nach seiner Erfahrung vor allem im Frühjahr und im Herbst, wenn Gartenbesitzer ihren Hecken- und Baumschnitt einfach über den Zaun auf die benachbarte Wiese werfen. „Manche sind sich sogar sicher, sie tun den Tieren etwas Gutes“, so Biesenbach.

Vorsicht ist auch bei anderem Gartenabfall angebracht. Ebenfalls giftig sind Oleander, Kirschlorbeer, Buchsbaum und Engelstrompeten. Selbst der letzte Rasenschnitt könne zur tödlichen Falle werden, wenn er noch Dünger oder Klee enthält.

Mit Material von Presseportal, Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag (SHZ)

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