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Zucht

Weißblaue Belgier sollen geschützt werden

von , am
30.09.2013

Gembloux - Die belgischen Rindermäster fordern eine geschützte geographische Angabe für Fleisch von Weißblauen Belgiern.

Ob die Weißblauen Belgier eine geschützte geographische Angabe erhalten, entscheidet die EU-Kommission erst in drei Jahren. © Mastiff/Wikipedia
Die belgischen Rindermäster wollen bald für Fleisch von Weißblauen Belgiern, der wichtigsten Rinderrasse des Landes, mit einer geschützten geographischenAngabe (g. g. A.) der Europäischen Union werben. Einen entsprechenden Antrag hat die Universität Glembloux auf Initiative von Agrofront vorbereitet, einem Zusammenschluss der Bauernverbände Algemeen Boerensyndicaat (ABS), Boerenbond (BB) und Fédération Wallonne de l’agriculture (FWA).
 
Sollte das Vorhaben gelingen, könnten die flämischen und wallonischen Landwirte einen großen Teil ihrer Rindfleischwerbung aus dem EU-Etat für die Absatzförderung von Agrarerzeugnissen im Binnenmarkt und auf Drittländern kofinanzieren lassen. Für diesen Zweck sind jährlich insgesamt rund 50 Millionen Euro vorgesehen.
 
Rinder müssten im Land geboren und gemästet werden
 
Wie der Boerenbond mitteilte, soll mit dem verbrauchergerichteten EU-Gütezeichen das Rindfleisch aus heimischer Erzeugung von ausländischer und vor allem von französischer Konkurrenzware abgegrenzt werden. Dem Lastenheft zufolge muss das Labelfleisch von Weißblauen Belgiern stammen, die zu 75 Prozent (%) reinrassig sind. Außerdem müssten die Rinder im Land geboren und gemästet werden. Den Mutterkühen sei im Frühjahr und im Sommer Weidegang zu gewähren. Laut BB hat sich Agrofront bereits mit Zuchtorganisationen und Schlachtunternehmen zu einem Herstellerverein mit Sitz in Gembloux zusammengeschlossen, um die Anforderungen des Antragsverfahrens der Union zu erfüllen.
 
Eine Entscheidung der EU-Kommission über den Eintrag in die Liste der g. g .A.-Produktewerde in rund drei Jahren erwartet. Wie die EU-Kommission mitteilte, können bis zur Hälfte der Kosten von Werbekampagnen für solche Erzeugnissemit Fördermitteln der Gemeinschaft kofinanziert werden. Der Herstellerverband müsse allerdings mindestens ein Fünftel der Kosten tragen. Nationale Behörden könnten den Rest der Finanzierung übernehmen.

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