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Milchproduktion

Weißrussische Molkereien wollen am EU-Markt Fuß fassen

von , am
12.05.2010

Minsk - Weißrussland bemüht sich darum, seine Milcherzeugnisse in die EU zu exportieren. Wie Landwirtschaftsminister Semjon Schapiro erklärte, besitzt ein heimisches Molkereiunternehmen bereits die dafür notwendigen Produktzertifikate.

Um den Handel praktisch aufzunehmen, müsse Minsk mit Brüssel aber noch eine Reihe technischer Fragen klären. Dabei gehe es unter anderem um eine Harmonisierung der Bedingungen für den gegenseitigen Marktzugang. Die weißrussische Molkereiwirtschaft sei bereits heute im internationalen Handel erfolgreich, hob der Ressortchef hervor und stützte seine Einschätzung darauf, dass die Butter- und Käseausfuhren des Landes im vergangenen Jahr 11 Prozent beziehungsweise sechs Prozent des jeweiligen Weltexports ausmachten.

Unterdessen veröffentlichte der weißrussische Fachinformationsdienst AgroBel Schätzungen des Landwirtschaftsministeriums, wonach steigende Exportanteile vor allem bei Trockenmilch und Milchkonserven zu erwarten sind. In diesen Marktsegmenten dürfte der Ausfuhranteil den Experten zufolge im laufenden Jahr um sieben Prozentpunkte auf insgesamt 80 Prozent klettern.

440.600 Tonnen nach Russland geliefert

Im Gegensatz dazu prognostizierte das Ressort bei Käse ein Absinken des Exportanteils in diesem Jahr um vier Prozentpunkte auf 74 Prozent, bis 2012 auf etwa 70 Prozent. Im vergangenen Jahr konnte Weißrussland laut offizieller Statistik seine Ausfuhren von Milch und Molkereierzeugnissen gegenüber 2008 um fast 24 Prozent auf insgesamt 530.100 Tonnen Milchäquivalent steigern. Davon wurden 440.600 Tonnen nach Russland geliefert. (AgE)

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