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Haltung und Mast

Weniger klinische Mastitisfälle

von , am
19.11.2010

© landpixel

Eutergesundheit Erstkalbinnen, die früh in der ersten Laktation an KNS (Koagulase-negative Staphylokokken) erkranken, haben seltener eine klinische Mastitis in der ersten Laktation, als nicht infizierte Erstkalbinnen. Das ist das Ergebnis einer internationalen Untersuchung. Die Wissenschaftler erhoben dabei von 191 Erstkalbinnen aus 20 Herden den Mastitisstatus der Tiere, ihre folgende Eutergesundheit, die Milchleistung und die Merzung in der ersten Laktation. Viertelgemelksproben wurden zwischen dem ersten und dem vierten sowie dem fünften und dem achten Tag in Milch gesammelt. Zudem sammelte man die monatlichen MLP-Daten bis zum 285. Tag in Milch oder gegebenenfalls bis zur Merzung. Außerdem standen den Forschern die Daten über klinische Euterentzündungen zur Verfügung. Ergebnis: 79,8 Prozent der Erstkalbinnen hatten mindestens ein positiv getestetes Viertel. Am häufigsten wurde KNS isoliert (72 Prozent), gefolgt von Äsculin-positiven Streptokokken (4,6 Prozent) und Staph. aureus (3,5 Prozent). Im Durchschnitt sanken die Zellzahlen der Viertel zwischen der ersten und der zweiten Beprobung von 348.000 auf 116.000 Zellen/ml. Tiere, die mit KNS infiziert waren, hatten bei den Milchleistungsprüfungen durchschnittlich 84.000 Zellen/ml in den ersten 285 Laktationstagen. Bei nicht infizierten Kühen waren es 53.000 Zellen/ml. War ein Tier mit einem pathogenen Mastitiserreger infiziert, so waren es 195.000 Zellen/ml Milch. Außerdem hatten diese Erstkalbinnen ein niedrigeres durchschnittliches Tagesgemelk (18,3 kg) in der ersten Laktation als nicht infizierte Kühe (21,3 kg). Dass die Leistung der KNS-infizierten Tiere besser war als die der nicht infizierten Tiere, erklären die Wissenschaftler teilweise damit, dass -diese Tiere in der ersten Laktation seltener an klinischer Mastitis erkrankten (3,6 bzw. 21,0 Prozent).de
Weitere Informationen unter
www.journalofdairyscience.org (DLZ)

 
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