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Haltung und Mast

'Wir wollen keine kranken oder verendeten Tiere'

von , am
05.01.2010

Stuttgart - "Wir halten die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit weiterhin für sehr wichtig, weil wir keine kranken oder verendeten Tiere wollen", so der leitende Veterinärbeamte Baden-Württembergs und Geschäftsführer der Tierseuchenkasse, Klaus Gossger.

© Paul Wander/Fotolia

"Derzeit bewerben wird die Impfung stark, um Landwirte zur Impfung ihrer Tiere zu bewegen", so Gossger im Gespräch mit agrarheute.com.

Vor allem Betriebe, die im innereuropäischen Raum handeln, kämen um die Impfung nicht herum: "Die innereuropäischen Regelungen erleichtern den Handel mit geimpften Tieren. Sind die Wiederkäuer nicht geimpft, sind aufwändige Untersuchungen nötig."

Die Kosten für den Impfstoff gegen die Blauzungenkrankheit übernimmt in Baden-Württemberg die Tierseuchenkasse, für die Tierarztkosten müssen Landwirte selbst aufkommen. "Auf den Landwirt kommen dann eine Bestandsgebühr in Höhe von 19 Euro bei Rindern und Schafen sowie pro Rind 1,79 Euro zu. Bei Schafen gibt es eine gestaffelte Regelung", erörtert Klaus Gossger.

Impfwillige Landwirte: Bei Haustierärzten melden

Derzeit sind baden-württembergische Landwirte, die ihre Tiere gegen die Blauzungenkrankheit impfen lassen wollen, dazu aufgerufen, sich bei ihren Haustierärzten zu melden. Durch die Rückmeldungen erhält die Tierseuchenkasse einen groben Überblick, wieviele Impfdosen nötig sind. Sie holt dann bei den Herstellern ein Angebot ein und organisiert die Auslieferung des Impfstoffes an die Tierärzte. "Im April können wir dann - rechtzeitig vor dem Auftrieb - mit den Impfungen beginnen", kündigt Klaus Gossger an.

Neben der baden-württembergischen übernimmt auch die niedersächsische Tierseuchenkasse die Kosten für den Impfstoff. Mecklenburg-Vorpommern und Hessen werden diesem Beispiel eventuell folgen. (ez)

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