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EU-Erzeugermilchpreis

Das zahlten 15 führende EU-Molkereien im März für die Milch

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
12.05.2016

Der Rückgang der EU-Erzeugermilchpreise hat auch im März 2016 angehalten. Führende europäische Molkereien zahlten ihren Lieferanten im Schnitt 27,47 Cent netto je kg Rohmilch.

Das bedeutet gegenüber dem Februar noch einmal 1,15 Cent/kg weniger. Wie aus der jüngsten Preiserhebung des niederländischen Bauernverbandes (LTO) hervorgeht, zahlten 15 der führenden europäischen Molkereien ihren Milchbauern im März im Schnitt 27,47 Cent netto je kg Rohmilch. Gegenüber dem Vorjahresmonat bedeutet das eine Abnahme 4,06 Cent beziehungsweise 12,9 Prozent.

Der LTO-Durchschnittswert wird jeden Monat in Kooperation mit EDF (European Dairy Farmers) auf Basis der Auszahlungsleistungen von 15 großen Milchverarbeitern in Nord- und Mitteleuropa für Standardmilch mit 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß sowie einer jährlichen Anlieferung von 500.000 kg errechnet.

Die meisten Molkereien senkten Preise im März

Der Großteil der in diesem Vergleich berücksichtigten Molkereien senkte im März 2016 erneut die Auszahlungspreise. Müller zahlte seine Lieferanten im März umgerechnet 25,14 Cent/kg Milch, vom DMK gab es 24,69 Cent/kg. Damit sind die beiden deutschen - im LTO-Wert geführten - Molkereien EU-weit ziemlich am Ende der Fahnenstange.

  1. Granarolo (Italien): 38,29 Cent/kg Milch (Februar: 38,29 ct)
  2. Danone (Frankreich): 31,55 Cent/kg Milch (Februar: 32,20 ct)
  3. Sodiaal (Frankreich): 30,71 Cent/kg Milch (Februar: 30,71 ct)
  4. Savencia (Frankreich): 29,92 Cent/kg Milch
  5. Lactalis (Frankreich): 29,28 Cent/kg Milch (Februar: 29,30 ct)
  6. Arla Foods DK (Dänemark): 27,70 Cent/kg Milch (Februar: 27,68 ct)
  7. FrieslandCampina (Niederlande): 27,69 Cent/kg Milch (Februar;: 28,42 ct)
  8. Dairy Crest (Großbritannien): 27,65 Cent/kg Milch (Februar: 29,82 ct)
  9. Kerry Agribusiness (Irland): 25,34 Cent/kg Milch (Februar: 25,34 ct)
  10. Müller (Deutschland): 25,14 Cent/kg Milch (Februar: 26,38 ct)
  11. DMK (Deutschland): 24,69 Cent/kg Milch (Februar: 26,18 ct)
  12. Milcobel (Belgien): 24,26 Cent/kg Milch (Februar: 25,26 ct)
  13. DOC Chesse (Niederlande): 24,19 Cent/kg Milch (Februar: 25,16 ct)
  14. Dairygold (Irland): 23,55 Cent/kg Milch (Februar: 27,84 ct)
  15. Glanbia (Irland): 22,01 Cent/kg Milch (Februar: 26,74 ct)

So sieht es global aus

Nach Angaben der LTO-Experten ist der Anstieg der globalen Milchüberschüsse in erster Linie ein europäisches Thema, vor allem im nordwestlichen Teil Europas. Außerhalb des Kontinents stagniert die Milchproduktion in mehreren wichtigen Erzeugerländern.

  • In Neuseeland ist die Produktion zum Saisonstart auf einem niedrigeren Niveau als im Vorjahr, obwohl die Abnahme kleiner ausfällt als vorhergesagt. Im Februar nahm die Milchproduktion wieder etwas zu.
  • In Australien geht die Produktion wegen ungünstiger Wetterbedingungen seit dem letzten Quartal 2015 zurück.
  • Auch in den USA es gibt eine Verlangsamung des Wachstums.

Die bestimmten Faktoren auf den globalen Milchmarkt, eine träge globalen Nachfrage und Überproduktion, seien unverändert geblieben.

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