Login
Kälberstall

Zehn Tipps zum Stallumbau

Um aus einem alten Milchviehstall einen vernünftigen Kälberstall zu machen, braucht es Konzepte und gute Ideen. Familie von Seggern aus Dingstede hatte beides.

Dr. Heike Engels
am
08.02.2018
Am Futtertisch
Klappbares Fressgitter: Die Landwirte haben ein nach unten wegklappbares Fressgitter eingebaut, damit die kleinen Kälber nicht unten durchschlüpfen können. © Dr. Heike Engels
Absperrbereich für Kälber
Absperrbereich für Kälber beim Ausmisten: Die Kälber stehen auf Stroh und die Familie mistet alle zwei Wochen aus. Dafür werden die Tiere in den hinteren Stallbereich getrieben und dann abgesperrt. Um den gesamten Stall zu misten, lassen sich alle Quergitter zur Seite schwenken.   © Dr. Heike Engels
Kälbertränke zum Kippen
Kippbare Tränkebox: Die Tränkeboxen lassen sich hochklappen, sodass man die Bucht zum Ausmisten ohne Hindernisse leichter durchfahren kann. Dazu stehen die Automaten auf einem Podest, das einfach per Hand hochgedrückt wird. Der Automat steht dann senkrecht. © Engels
Tränkeautomat mit Ampelsystem
Tränkeautomat mit Hygienestation und Ampelsystem:Der Stall ist mit zwei Tränkeautomaten ausgestattet. Beide Tränken sind mit zwei Tränkestationen versehen, an denen jeweils 20 Kälber saufen können. Die Tiere haben viermal am Tag Tränkeanrecht. Trinkt ein Kalb zu wenig, kann Juniorchef Renke von Seggern das auf einer Alarmliste kontrollieren. Die Liste ist nach einem Ampelsystem aufgebaut. Auf diese Weise sieht er sofort, welche Kälber zu wenig aufgenommen haben.   © Dr. Heike Engels
Strohluke über dem Kälberstall
Strohluke im Dachboden: Für alle vier Buchten gibt es jeweils eine Strohluke in der Decke, über die Stroh in die Abteile geworfen werden kann. Die Luken sind so groß, dass ein ganzer Rundballen heruntergeworfen werden kann, um den Stall nach dem Ausmisten neu einzustreuen. © Dr. Heike Engels
Mistplatz am Stall
Naher Mistplatz und Schiebetor: Das Bewirtschaften mit Stroh ist arbeitsaufwendig, aber für die Tiere bedeutet Stroh einen sehr hohen Komfort. Nicht nur beim Einstreuen, sondern auch beim Ausmisten setzt der Landwirt auf kurze Wege: Das Mistlager ist gleich nebenan und das Schiebetor erlaubt es, den Stall auf der Hofseite komplett zu öffnen. So lässt sich das Ausmisten ohne Ecken mit dem Hoftruck erledigen.   © Dr. Heike Engels
Tränken im Stall
Drei verschiedene Tränken: In jeder Bucht gibt es unterschiedliche Tränkesysteme für jeweils 20 Kälber. Ein tiefes Becken, ein flaches Becken und einen Tränkenuckel. Die Betriebsleiter haben festgestellt, dass die Kälber unterschiedliche Vorlieben haben. Das Wasser zirkuliert ständig, sodass stets frisches Wasser vorliegt. Die Familie plant noch den Einbau einer Wasseruhr, um den Wasserverbrauch der Kälbergruppen zu überwachen.   © Dr. Heike Engels
Bodengefälle
Gefälle im Boden zur Stallmitte: Vor dem Umbau hatten sich die Betriebsleiter viele Umbaulösungen angesehen. Ursprünglich sollten die Tiere auf Spaltenböden stehen mit Güllebasis, doch dann überzeugte die Betriebsleiter die Strohlösung. Ein Gefälle im Boden zur Buchtenmitte hin sorgt dafür, dass der Urin besser abfließt und dadurch das Stroh trockener bleibt.   © Dr. Heike Engels
Glatte Kanten
Kein Fanggitter oder sonstige scharfe Ecken und Kanten: Am Futtertisch wurde darauf geachtet, dass keine scharfen Ecken und Kanten vorhanden sind, damit die Kälber sich nirgends verletzen können. Gerade ganz junge Kälber sollen schnell ans Fressen kommen. Damit das geschieht, sollten sie keine schlechten Erfahrungen am Futtertisch machen. Da sich die frisch enthornten Kälber im alten Stall immer am Fanggitter gestoßen hatten, gibt es in der Umbaulösung keine Gitter mehr. © Dr. Heike Engels

Mehr Themen im agrarheute Magazin

Aktuelles Heft Mai 2018

agrarheute-Cover Mai 2018
agrarheute-Cover Pflanze+Technik Mai 2018
Auch interessant