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Milchproduktion

Zeichen stehen auf geringer Nachfrage bei kommenden Börsenterminen

von , am
23.12.2009

München - Die EU geht im Hinblick auf das Auslaufen der Quotenregelung unbeirrbar ihren Weg. Die beschlossenen Quotenerhöhungen werden umgesetzt, an den Saldierungsregelungen scheint ein für alle Mal nicht mehr gerüttelt zu werden.

© Mühlhausen/landpixel.de

Hohe Superabgaben für Überlieferungen sind auch für die kommenden Jahre eher unwahrscheinlich. Der vermutlich wichtigste Antrieb zum Kauf einer Quote wird in den kommenden Jahren nur noch der niedrige Preis sein. Es gibt also keine Anzeichen dafür, dass - besonders bei den beiden ersten Börsenterminen des Jahres 2010 - eine große Nachfrage herrschen wird.

Auf Angebotsseite mag sich die etwas verstärkte Aufgabewilligkeit fortsetzen mit der Folge einer wiederum hohen Angebotsmenge, die vor allem im April und vermutlich auch im Juli die Nachfragemenge übersteigen dürfte. Ein wieder deutlicher Quotenpreisrückgang - welcher ohnehin dem lang-fristigen Trend entsprechen würde - wäre die zwangsweise Folge. Ob im November - wie das in vielen Quotenjahren bereits der Fall war - wieder ein vorübergehender Anstieg erfolgen wird, hängt sehr stark von der weiteren Entwicklung der Milchauszahlungspreise ab. Auf jeden Fall: das Niveau vom Jahr 2009 wird er kaum mehr erreichen. Mittel- und langfristig wäre aber alles andere als ein weiterer Rückgang der Quotenpreise eine große Überraschung.


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Josef Dick
Leiter Milchübertragungsstelle Bayern

 

 

 



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