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Milchproduktion

Zott lässt bei Bergbauern nicht locker

von , am
20.07.2010

Vor der ordentlichen Generalversammlung der Allgäuer Bergbauernmilch eG am heutigen Dienstag hat die Molkerei Zott nach wie vor ihr Interesse an den Bergbauern bekundet.

Zott wolle nach wie vor mit den Allgäuer Bergbauern eine langfristige, solide und erfolgreiche Partnerschaft eingehen, heißt es in einer Pressemitteilung. Diese soll dazu führen, dass die Bergbauernmilch eine deutlich bessere Wertschöpfung erfahre als bisher.

Ziel: Einheit der Allgäuer Bergbauern erhalten

"Zott will die Einheit der Allgäuer Bergbauern als Zusammenschluss von selbständigen Milcherzeugern erhalten," erläutert Prokurist Christian Schramm. Nur so sei es nach Auffassung des inhabergeführten Unternehmens möglich, das vorhandene Wertschöpfungspotential zu nutzen und die Milch besser zu verwerten. Eine Zersplitterung würde diesem Ziel erheblich schaden. Auf der heutigen Generalversammlung der Bergbauernmilch eG steht unter anderem die Wahl der Vorstandes sowie die Verkürzung der Kündigungsfrist auf ein Jahr.

Rund 60 Milchbauern haben schon bei Zott unterschrieben

In der aktuellen Situation werden Milcherzeuger, die bei der Allgäuer Bergbauernmilch gekündigt haben, heftig von mehreren Molkereien umworben. Die Molkerei aus dem bayerischschwäbischen Mertingen biete hier eine Gesamtlösung. Die Verträge, die Zott inzwischen mit rund 60 Milcherzeugern für die Zeit ab dem 1. Januar 2011 abgeschlossen habe, sehe das Unternehmen als wegweisende Pilotprojekte. Zott habe den Verantwortlichen bei der Allgäuer Bergbauernmilch mehrfach Gespräche angeboten.

Zott: Milchpreis zugesichert

Anders als Allgäuland und jede andere Genossenschaft garantiere Zott den Bergbauern vertraglich ein Milchpreisniveau, das sich in einer Übergangsfrist von drei Jahren an dem Milchpreisniveau der Molkerei Zott messe. So soll es den Zott-Milchpreis plus einen Cent Aufschlag für gentechnikfreie Fütterung geben. Nach der Übergangsfrist orientiere sich der Milchpreis an den besten Molkereien im Segment Bergbauernmilch. So stehe als Vergleichsmolkerei die Milchwerke Berchtesgadener Land in den Verträgen, versichert Schramm gegenüber dem dlz agrarmagazin. Langfristig sei das Niveau in dieser Höhe abgesichert. Bei einem entsprechenden Signal durch die Allgäuer Bergbauernmilch e.G. sei Zott jederzeit bereit, seine Vorstellungen der Genossenschaft direkt zu präsentieren. (dlz agrarmagazin)

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