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Milchproduktion

Zusammenschluss von Milchbauern gegen Staatseingriffe

von , am
14.10.2009

Bern - Im Milchmarkt haben sich die liberalsten unter den Milchbauern zur Plattform Milchwirtschaft (PMW) zusammengeschlossen. Die Organisation fordert Rahmenbedingungen für eine markt- und leistungsorientierte Landwirtschaft.

© Andrey Kiselev/Fotolia

Man lehne "eine Politik ab, die keine Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigt oder gar versucht Richtung Staats- und Planwirtschaft das Rad zurückzudrehen", wie es in einer Medienmitteilung heisst. Die Plattform distanziert sich deshalb von den Kreisen, die "die vom Parlament beschlossene Aufhebung der Milchkontingentierung unter anderem Namen wieder einführen möchten."

Gemeint ist damit die Motion des Berner SVP-Nationalrates Andreas Aebi, die vorsieht, dass gegebenenfalls eine Mengenregelung, die von den Milchproduzenten beschlossen würde, vom Bundesrat für allgemeinverbindlich erklärt werden könnte. Die Plattform will, dass die produzierte und verarbeitete Milchmenge einzig durch die Marktpartner bestimmt wird. Dabei könne die Branchenorganisation die Herausforderungen des Marktes besser meistern als neue staatliche Eingriffe.

Die innovativen, unternehmerisch denkenden Milchbauern hätten sich in den letzten Jahren auf den Wettbewerb eingestellt. Sie wollten nun nicht wieder zurückgebunden werden. Die Plattform sei zwar auch der Meinung dass die derzeitigen Milchpreise eindeutig zu tief seien. Es sei aber eine Illusion, sich von staatlichen Eingriffen eine Verbesserung der heutigen Situation zu erhoffen. Zu den Mitgliedverbänden der Plattform gehören die PMO Thur Milch Ring AG, die PMO Biedermann/Züger, die PO Ostschweiz, die PMO Mittelthurgaue, die PMO Bodenseemilch, die Direktlieferanten von Hochdorf und die Direktlieferanten von Cremo. (pd)

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