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Milchproduktion

Zweifel an NZX Milchpulverkontrakt

von , am
16.09.2010

Auckland - Die neuseeländische Börse NZX ist mit ihrem Plan, einen Terminhandel mit Vollmilchpulver einzuführen, unter Druck geraten. Der zweitgrößte Milchverarbeiter Neuseelands, Open Country Dairy, will das Abrechnungsmodell der NZX durch die Börsenaufsicht prüfen lassen.

© toufikbobo/Fotolia

Das Unternehmen Open Country Dairy, der zweitgrößte Milchverarbeiter Neuseelands, sieht die Unabhängigkeit des Terminmarktes in Gefahr, weil die NZX zur Abrechnung offener Futures den gewichteten Preisindex der Online-Versteigerungen von Milcherzeugnissen des Weltmarktführers Fonterra heranziehen will.

Fonterra kontrolliert etwa ein Drittel des globalen Vollmilchpulvermarktes. Seit Juli 2008 auktioniert die Genossenschaft einen Teil ihrer Milchbasisprodukte über die Plattform Global Dairy Trade. Diese steht grundsätzlich auch anderen Molkereien als Anbieter offen.

Open Country Dairy will Abrechnungsmodell prüfen lassen

Open Country Dairy will in Zukunft am NZX-Terminhandel mit Vollmilchpulver teilnehmen. Daher rief das Unternehmen die neuseeländische Börsenaufsicht an. Sie soll das Abrechnungsmodell der NZX überprüfen. Der Terminhandel mit Vollmilchpulver soll in Auckland am 8. Oktober beginnen.

NZX weist Verdacht zurück

Die neuseeländische Börse wies den Verdacht eines Interessenkonflikts oder das Risiko einer Manipulation zurück. Nach ihrer Darstellung gibt es keinen geeigneteren Referenzpreis zur Barabrechnung als den Auktionsindex. An der Integrität der Plattform Global Dairy Trade hegt die NZX keinen Zweifel. (aiz)

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