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Haltung und Mast

Rinder, Schafe und Ziegen gegen BT impfen

von , am
30.01.2010

Hannover - Die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit erfolgt seit Anfang des Jahres bundesweit auf freiwilliger Basis. Dennoch sollten die Halter von Rinder, Schafen und Ziegen nicht in ihren Impfbemühungen nachlassen.

© agrarfoto.com

Nach Meinung der Bundesländer erlaubt es das derzeit erreichte Immunisierungsniveau im Zusammenspiel mit den am Markt verfügbaren Impfstoffen, die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit in die Verantwortlichkeit der Landwirte und Hobbyhalter zu stellen. Die Blauzungenkrankheit (BTV8) sei aber noch nicht überwunden. "Da sich die Impfung als sehr effektiv erwiesen hat, wird den Haltern von Rindern, Schafen und Ziegen dringend empfohlen, ihre Tiere gegen das Blauzungenvirus zu schützen", betont Norbert Meyer, Vorsitzender im Landvolk-Ausschuss für Tierseuchen und Verwaltungsratsvorsitzender bei der Niedersächsischen Tierseuchenkasse. Diese wird auch in diesem Jahr die Tierhalter bei ihren Schutzmaßnahmen unterstützen, den Impfstoff zur Verfügung stellen und die Kosten dafür gemeinsam mit dem Land übernehmen.

Geimpfte Tiere haben bessere Vermarktungschancen

In diesem Zusammenhang macht das Landvolk darauf aufmerksam, dass weiterhin jede erfolgte Impfung innerhalb von sieben Tagen vom Tierarzt in der HIT-Datenbank dokumentiert sein muss. Die niedersächsischen Zuchtverbände weisen überdies darauf hin, dass geimpfte Tiere auch bessere Vermarktungschancen haben. Für den Export in BTV8-freie Länder ist die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit ohnehin zwingend erforderlich.

Keine Entschädigung bei Auftreten der Krankheit

Berücksichtigen sollten Tierhalter in ihrer Entscheidung auch, dass es bei Auftreten der Krankheit in den Beständen keine Entschädigung mehr gibt. Die Blauzungenkrankheit ist eine anzeigepflichtige Viruserkrankung von Wiederkäuern und für Menschen nicht von Belang. Sie kann sehr unterschiedlich verlaufen, zum Teil auch tödlich für das betroffene Tier sein. Sie wird hervorgerufen durch ein Virus (Bt), das ausschließlich über Stechmücken, sogenannte Gnitzen, übertragen wird und gegen das seit 2008 in ganz Deutschland verpflichtend geimpft werden musste. Seitdem konnte die Krankheit bundesweit nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums erheblich zurückgedrängt werden.

Rechtzeitig impfen lassen

So registrierten die Behörden für 2007 noch 21.000 Ausbrüche der Blauzungenkrankheit in Deutschland, 2008 waren es 5.100 und im vergangenen Jahr infizierten sich nur noch 142 Tiere. Dennoch ist die Krankheit nicht überwunden. Tierhalter sollten ihre Rinder, Schafe und Ziegen daher rechtzeitig vor Beginn der Weideperiode impfen lassen. Wenn ein einmal geimpftes Tier jährlich einen Wiederholungs-"Pieks" erhält, ist es gegen die Blauzungenkrankheit geschützt und kann ohne Einhaltung von Fristen gehandelt werden. Wenn die Tierhalter dagegen ein Jahr mit der Auffrischung aussetzen, müssen sie erneut mit der Grundimmunisierung beginnen. (lpd)

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