Login
Geflügel

Russland: 70 Prozent weniger deutsches Geflügel

von , am
05.08.2013

Der deutsche Fleischexport nach Russland ist drastisch zurückgegangen. Bei Geflügel sind es 70 Prozent weniger Einfuhren als gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Künftig müssen Landwirte im Rahmen der Herkunftskennzeichnung Angaben über die Herkunft und Aufzucht der Tiere machen. © Elenathewise/fotolia.de
Nach Angaben des Verbandes der Fleischwirtschaft sind die Einfuhren deutschen Fleischs in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum weiter deutlich zurückgegangen. Besonders stark rückläufig waren die Ausfuhren Geflügelfleisch mit minus 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bei Rindfleisch sind es 62 Prozent weniger. Nachdem die Schweinefleischexporte bereits im Kalenderjahr 2012 um 24 Prozent gesunken waren, musste von Januar bis Mai 2013 ein weiterer Rückgang um 21 Prozent registriert werden.
 

Russland steigerte Fleischproduktion

Während die deutschen Importe sinken, steigen die Fleischeinfuhren aus Weißrussland und den USA. 36 Prozent mehr US-Geflügel importierte Russland Anfang 2013 gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zudem hat Russland beim Geflügel sowie im Schweinesektor seine Produktion erhöht. Ein weiterer Grund für den Rückgang deutscher Importe ist unter anderem das seit Februar 2013 bestehende russische Einfuhrverbot für frisches, gekühltes Fleisch sowie die Sperrungen Lieferbetrieben wegen der Kritik  unzureichender amtlicher Veterinärüberwachung zur Einhaltung der spezifischen russischen Anforderungen in Exportbetrieben.
Auch interessant