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Tierseuche

In Russland breitet sich die Schweinepest weiter aus

Schweine
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Katharina Krenn, agrarheute
am
14.12.2016

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich derzeit in der schweinereichsten russischen Region Krasnodar aus. Es entstehen immense wirtschaftliche Verluste.

Nach Angaben des Föderalen Aufsichtsdienstes für Tier- und Pflanzengesundheit Russlands (Rosselkhoznadzor) verbreitet sich die Afrikanische Schweinepest (ASP) in der Region Krasnodar sehr schnell. Bereits im November wurden zehn ASP-Ausbrüche bei Hausschweinen und bei Tieren in großen Schweinezuchtanlagen festgestellt.

Um der Lage Herr zu werden, sind dort seit Anfang Dezember sowohl die Lebendtransporte von Schweinen stark eingeschränkt als auch der Verkauf von Schweinefleisch auf regionalen Märkten durch kleinere Haushalte.

Verluste von 17,5 Mio. Euro durch ASP

Nach Angaben des Moskauer Agrarressorts beläuft sich der Schweinebestand in der Region Krasnodar insgesamt auf 440.000 Stück. Davon mussten bereits 51.000 Schweine wegen der Pest gekeult werden; landesweit sollen es 2016 rund 200.000 Tiere gewesen sein. Das russische Ministerium beziffert die Verluste durch die Afrikanische Schweinepest in diesem Jahr auf rund 17,5 Mio. Euro.

Die Rechnung könnte noch höher ausfallen, wenn die ASP-Restriktionen in Krasnodar, also mitten in der Kornkammer Russlands, auch die Getreideexporte von den wichtigen Schwarzmeerhäfen beeinträchtigen würden, zitiert die ISN AgraEurope.

Mit Material von ISN

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