Login
Geflügel

Russland erforscht Vogelgrippevirus

von , am
21.05.2013

Moskau - Russland will einen Impfstoff gegen den Vogelgrippevirus H7N9 entwickeln. Denn die Gefahr der Einschleppung des Virus-Typs aus dem Nachbarland China steigt.

H5N1: 38.000 Legehennen eines niedersächsischen Betriebs sind betroffen. © Sven Brentrup/aboutpixel.de
China hat Russland den Stamm des vor einiger Zeit in der Volksrepublik ausgebrochenen Vogelgrippe-Virus vom Typ H7N9 für Forschungszwecke zur Verfügung gestellt. Jetzt soll der Stamm in einer wissenschaftlichen Einrichtung in Nowosibirsk untersucht werden, unter anderem zum Zweck der möglichen Entwicklung eines Impfstoffs für die nächste Saison. Dies teilte der Leiter des russischen Föderalen Verbraucherschutzdienstes, Gennadij Onischtschenko, am vergangenen Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Moskau mit.
 

Die Verbreitung in China schreitet voran

Ende April hatte eine andere russische Behörde, der Föderale Aufsichtsdienst für Tier- und Pflanzengesundheit, die regionalen Regierungen und Veterinärdienste fernöstlicher und sibirischer Provinzen vor der gestiegenen Gefahr der Einschleppung des H7N9-Virus aus dem Nachbarland gewarnt. In China sei es zum Tod von Menschen und einer massiven Verbreitung des Virus in den Geflügelbeständen gekommen, hieß es in dem Schreiben. Angesichts der Besonderheiten der chinesischen Geflügelkleinproduktion sei die Infizierung von Wildgeflügel und darunter auch von Zugvögeln kaum vermeidbar. Inzwischen ist in China eine weitere Patientin am H7N9-Virus gestorben, teilte die amtliche Pekinger Nachrichtenagentur Xinhua vergangenen Mittwoch mit. Damit stieg die Zahl der Todesopfer auf 36 Menschen.
 
Auch interessant