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Geflügel

Russland: Importstopp auch für Putenfleich aus den USA

von , am
11.02.2013

Moskau - Das Verbot für die Einfuhr von Schweine- und Rindfleisch aus den USA erstreckt sich auch auf Putenfleisch. Das stellte der Föderale Aufsichtsdienst für Tier- und Pflanzengesundheit Russlands klar.

Der Sperrbezirk rund um den von der Geflügelpest H5N8 betroffenen Betrieb wurde zum 1. Dezember aufgehoben. © Uschi Dreiucker/pixelio
Das in Russland zum 11. Februar 2013 verhängte Verbot für die Einfuhr von Schweine- und Rindfleisch aus den USA erstreckt sich auch auf Putenfleisch einschließlich daraus hergestellter Erzeugnisse. Das hat der Föderale Aufsichtsdienst für Tier- und Pflanzengesundheit Russlands (Rosselkhoznadzor) klargestellt.

Wachstumsförderer Ractopamin ist Grund für Einfuhrverbot

In der ersten Verlautbarung der Behörde am 30. Januar war lediglich von einer Importsperre für Rind- und Schweinefleisch die Rede. Als Grund für das erweiterte Verbot wird, wie bei den anderen Fleischarten auch, der Einsatz des im Importland und auf dem gesamten Ge- biet der russisch-weißrussisch-kasachischen Zollunion nicht zugelassenen Wachstumsförderers Ractopamin in der US-Tiermast genannt.

Putenfleischimporte hatten sich in 2012 verdoppelt

Daten des US-Landwirtschaftsministeriums zufolge wurden im Zeitraum Januar bis November 2012 knapp 4.000 Tonnen Putenfleisch mit einem Wert von 7,8 Millionen US-Dollar (5,8 Mio Euro) von den USA nach Russland geliefert. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat sich das mengen- und wertmäßige Ausfuhrvolumen zwar mehr als verdoppelt, vor fünf Jahren wurden allerdings noch fast 14.000 Tonnen Truthahnfleisch mit einem Wert von rund 27,7 Mio US-Dollar (20,5 Mio Euro) in die Russische Föderation ver- schifft.
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