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Geflügel

Russland mildert Verbot für Verarbeitung von gefrorenem Geflügel

von , am
18.11.2010

Moskau - In Russland sollen die Auflagen für die Geflügelfleisch-Verarbeitung ab dem 1. Januar 2011 nicht so deutlich verschärft werden, wie zunächst geplant.

© agrar-portal.com

So verbietet eine nun vom Föderalen Verbraucherschutzdienst erlassene Bestimmung die Verwendung von gefrorenem Geflügelfleisch lediglich bei der Herstellung von nicht wärmebehandelten Lebensmitteln.

Eine Verfügung der Behörde aus dem Jahr 2008 sah ein totales Verbot der industriellen Verarbeitung von gefrorenem Geflügelfleisch ab dem kommenden Jahr vor. In Bezug auf Kindernahrung trat dies es schon Anfang 2010 in Kraft. Die ursprünglich geplante Normverschärfung hätte praktisch einen Stopp der Importe von Hühnerfleisch aus den USA bedeutet.

Fleischverarbeiter appelieren an die Regierung 

In der vergangenen Woche appellierten mehrere größere russische Fleischverarbeiter an die Regierung, darauf zu verzichten. In einem Schreiben an den für die Agrar- und Ernährungswirtschaft zuständigen ersten stellvertretenden Ministerpräsidenten Viktor Subkow wiesen sie darauf hin, dass es derartige Einschränkungen weder in der Europäischen Union noch in den USA gebe.

Differenzen zwischen Verarbeitern und Erzeugern  

Daraufhin erklärte der Leiter des Föderalen Verbraucherschutzdienstes und Hauptamtshygienearzt Russlands, Gennadij Onischtschenko, dass der Appell von einer Gruppe der Fleischverarbeiter stamme, die sich von Rohstoffimporten abhängig gemacht habe und nun die nationale Politik der sicheren Lebensmittelversorgung torpediere. Nach Darstellung Onischtschenkos hätten strengere Normen Unterstützung seitens der anderen größeren Unternehmen der inländischen Fleischwirtschaft, aber auch der Gouverneure beziehungsweise Landwirtschaftsverwaltungen mehrerer Provinzen gefunden. (aiz)

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