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Geflügel

Russland reduziert Importbedarf an Geflügelfleisch

von , am
28.10.2010

Moskau - Russland soll ab dem kommenden Jahr keinen nennenswerten Importbedarf an Hühnerfleisch mehr haben. Das hat Ministerpräsident Wladimir Putin beteuert.

© agrar-portal.de

Während noch vor Kurzem fast 1,5 Millionen Tonnen aus den USA bezogen werden mussten, dürften es heuer nur etwa 300.000 Tonnen sein. Ab 2011 könnte das Land praktisch auf die Hühnerfleischimporte verzichten, erklärte Putin im Gespräch mit dem Vorsitzenden einer Parlamentspartei.

Er hob dabei hervor, dass die inländische Produktion dieser Ware in den letzten Jahren um mehr als 70 Prozent aufgestockt worden sei. Das russische Tarifkontingent für die Importe von Geflügelfleisch wurde 2010 um 172.000 Tonnen gegenüber dem Vorjahr auf 780.000 Tonnen reduziert. Dabei durften aus den USA 600.000 Tonnen und aus der Europäischen Union 144.300 Tonnen bezogen werden.

Geflügelhandel unterbrochen

Da aber die US-Lieferanten ein in Russland verhängtes Verbot von Chlorbädern zur Desinfektion der Hühnerkörper nicht sofort berücksichtigt hatten, blieb der Geflügelhandel zwischen den beiden Ländern in den ersten acht Monaten dieses Jahres praktisch unterbrochen. In dieser Zeit wurde die US-Quote auf 450.000 Tonnen gekürzt.

Frist soll eingehalten werden

Durch ein im Januar 2011 in Kraft tretendes und vom Föderalen Verbraucherschutzdienst Russlands eingerichtetes Verbot des Einsatzes von gefrorenem Geflügelfleisch in der industriellen Verarbeitung könnten die Lieferungen von US-Ware abermals beeinträchtigt werden. Kürzlich hat Behördenchef und Hauptamtshygienearzt Gennadij Onischtschenko bestätigt, dass diese Frist eingehalten werden soll. (aiz)

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