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Geflügel

Russland: Regierung will Geflügelhaltern helfen

von , am
02.04.2013

Moskau - Zum Ausgleich für den Anstieg der Getreide- und Futtermittelpreise sollen in Russland die Geflügelhalter ab 2014 zusätzliche Beihilfen erhalten.

Die Preise für Althennen haben sich in den letzten Jahre wieder erholt. © Mühlhausen/landpixel
Das hat der stellvertretende Landwirtschaftsminister Alexander Tschernogorow bei einer Beratung zur Lage dieses Produktionsbereiches in Aussicht gestellt. Tschernogorow wies die zuständigen Ressortabteilungen an, entsprechende Korrekturen im aktuell laufenden Landentwicklungsprogramm vorzubereiten.
 
Laut Angaben der Geschäftsführerin des nationalen Geflügelproduzentenverbandes, Galina Bobylewa, lagen die Futtermittelpreise in Russland in der zweiten Jahreshälfte 2012 um 30 Prozent höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Maßgeblich dafür sei die relativ schlecht ausgefallen Getreideernte 2012 gewesen. Da auch andere Betriebsmittel im Preis spürbar gestiegen seien, würden mehrere Mitgliedsbetriebe in finanziellen Schwierigkeiten stecken, berichtete Bobylewa. Aufgrund zu hoher Kreditschulden lehnten die Banken häufig Anträge auf eine weitere Finanzierung ab.

Produzenten klagen über Absatzprobleme

Darüber hinaus klagten viele Produzenten zunehmend über Absatzschwierigkeiten. Von 2006 bis 2012 wurde in Russland der amtlichen Statistik zufolge die Produktion von Geflügelfleisch um rund 2,2 Millionen Tonnen Schlachtgewicht (SG) oder 160 Prozent und die von Eiern um 5,1 Milliarden Stück beziehungsweise 13 Prozent gesteigert. Im Rahmen der staatlichen Programme zur Entwicklung der Landwirtschaft sind von der Geflügelwirtschaft in dieser Zeit Investitionen im Gesamtumfang von rund 250 Milliarden Rubel (6,3 Milliarden Euro) mobilisiert worden. Neben Modernisierungsmaßnahmen wurden dabei landesweit 17 neue Geflügelproduktionsbetriebe mit zusammen mehr als 40.000 Arbeitsplätzen ins Leben gerufen.

Umrechnungskurs: 100 Rubel = 2,5100 Euro
 
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