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Geflügel

Russland will mehr Geflügelfleisch produzieren

von , am
26.02.2014

Moskau - Russland baut die Produktion von Geflügelfleisch stark aus. In den letzten Jahren hat das Land bereits sechs Milliarden Euro in den Produktionsbereich investiert.

Künftig müssen Landwirte im Rahmen der Herkunftskennzeichnung Angaben über die Herkunft und Aufzucht der Tiere machen. © Elenathewise/fotolia.de
In Russland soll die Produktion von Geflügelfleisch im Jahr 2020 die Marke von 6 Millionen Tonnen Lebendgewicht überschreiten. Das geht aus Rechnungen des nationalen Landwirtschaftsministeriums hervor. Im vergangenen Jahr sind es rund 5,1 Mio. t gewesen, was 42 Prozent des gesamten Fleischaufkommens ausmachte, teilte das Ressort weiter mit. In den zurückliegenden Jahren sind in diesen Produktionsbereich umgerechnet mehr als sechs Milliarden Euro investiert worden.
 
Dabei wurden über 400 Produktionsanlagen neu errichtet beziehungsweise modernisiert. Auf Importe entfällt nun etwa ein Zehntel des gesamten Marktangebots an Geflügelfleisch.
 

2013: Wachstum um 6 Prozent

Deutlich gestiegen ist der Anteil gekühlter Ware, der inzwischen bei 50 bis 60 Prozent der gesamten Produktionsmenge liegt. Der Großteil davon ist Hühnerfleisch, mehrere Betriebe haben aber die Erzeugung von Puten sowie Enten, Gänsen und weiterem Geflügel ausgebaut oder planen dies zu tun. Nach Angaben des Moskauer Forschungsinstituts für Agrarmarktkonjunktur stieg die russische Geflügelfleischproduktion im vergangenen Jahr um 6 Prozent auf 3,85 Millionen Tonnen Schlachtgewicht - während im Zeitraum 2010 bis 2012 hierbei noch durchschnittliche Wachstumsraten von 10 Prozent verzeichnet worden waren.
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