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Wolf

Sachsen-Anhalt kündigt besseres Wolfsmanagement an

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Katharina Krenn, agrarheute
am
02.02.2017

Der Bestand in Sachsen-Anhalt ist auf 12 Wolfsrudel angewachsen. Jetzt handelt das Ministerium und überabeitet das Wolfsmanagement.

„Nicht überall im Land ist es um die Akzeptanz des Wolfes gut bestellt. Seine Rückkehr stellt Bevölkerung, Tierhalterinnen und Tierhalter sowie Behörden vor Herausforderungen“, so Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Claudia Dalbert. Vor diesem Hintergrund hat das Umweltministerium nun Verbesserungen zum Wolfsmanagement präsentiert.

Zentraler Baustein ist die Überarbeitung der Leitlinie Wolf. Sie regelt künftig die Zuständigkeiten im staatlichen Wolfsmanagement und beim Herdenschutz.

Neues Wolfskompetenzzentrum

Als zentrale Einrichtung für das staatliche Wolfsmanagement und den Herdenschutz wird das Wolfskompetenzzentrum in Iden auf dem Gelände des Zentrums für Tierhaltung und Technik (der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau) eingerichtet. Mit der örtlichen Nähe dieser beiden Zentren soll ein effizienter Herdenschutz und eine umfassende Beratung bei der Wolfsprävention gewährleistet werden. „Wir starten mit dem Wolfskompetenzzentrum, anders als bisher geplant, bereits in zwei Wochen“, erläuterte die Umweltministerin.

Sachsen-Anhalt fördert Herdenschutzhunde

In Zukunft wird auch die Anschaffung von Herdenschutz-Hunden förderfähig. Die Förderrichtlinie wurde entsprechend ergänzt und ist auf den Weg gebracht. Ab März sollen Anträge voraussichtlich gestellt werden können. Gefördert werden Hunde der Rassen „Pyrenäen-Berghund“ oder „Maremmano-Abruzzese“ oder Mischungen aus diesen Rassen.

„Wir kommen damit einer zu Recht gestellten Forderung der Schafhalter nach. Die bisherige Nichtförderung dieser Hunde ist ein Versäumnis aus dem Jahr 2014 gewesen, als die ursprüngliche Richtlinie Herdenschutz erlassen wurde“, stellte die Umweltministerin fest. Seit 2013 fördert das Land mobile Elektrozäune.

Aufklärung der Bevölkerung

Darüber hinaus wird ein Netz von sechs nebenamtlichen Rissbegutachtern aus der Landesforstverwaltung eingerichtet, das eine landesweite Betreuung sicherstellt. Von zentraler Bedeutung wird künftig außerdem die Aufklärung der Bevölkerung sein. So sollen Wolfsberater vor Ort in Schulen, Kitas und Vereine gehen und Fragen rund um den Wolf beantworten.

Mit Material von mule sachsen-anhalt
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