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Wolfsmanagement

Sachsen gibt Problemwolf zum Abschuss frei

Wolf im Wald
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Katharina Krenn, agrarheute
am
30.10.2017

Nachdem - trotz Herdenschutz - 15 Schafe gerissen wurden, stimmte jetzt das sächsische Umweltministerium dem Abschuss eines Wolfes aus dem Rosenthaler Rudel zu.

In letzter Zeit kam es immer wieder zu Wolfsrissen in der Oberlausitz. Nachdem vor gut einer Woche erneut trotz Elektrozaun und Flatterband Schafe bei Rosenthal einer Wolfsattacke zum Opfer fielen, gab das sächsische Umweltministerium nun dem Druck des Landkreises nach. Das Ministerium hat der Entnahme des Wolfes aus dem Rosenthaler Rudel zugestimmt.

"Die Genehmigung gilt nur für mit der Entnahme beauftragte Personen und nur für einen Wolf, der entsprechend geschützte Weidetiere angreift", heißt in der Mitteilung des Ministeriums.

Stellungnahme des Umweltministeriums:

„Ein oder mehrere Wölfe haben in den letzten Wochen offenbar gelernt, die empfohlenen und für die Schafhalter zumutbaren Schutzmaßnahmen (Elektrozaun und Flatterband) zu überwinden. Damit liegen die Voraussetzungen zur Entnahme eines Wolfes vor. Um weitere große wirtschaftliche Schäden abzuwenden, ist die Entnahme trotz des grundsätzlich auch weiterhin bestehenden strengen Schutzes der Wölfe gerechtfertigt und geboten, da keine weiteren für die Tierhalter zumutbaren Alternativen zum Schutz der Nutztiere bestehen.“

Mit Material von smul.sachsen

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