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Fleischproduktion

Schlachtzahlen: So viel Fleisch wie noch nie

Josef Koch, dlz agrarmagazin
am
08.02.2017

Im vergangenen Jahr haben die deutschen gewerblichen Schlachtunternehmen so viel Fleisch erzeugt wie noch nie. Dabei wurden weniger Schweine geschlachtet.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stieg die Fleischproduktion gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,1 Prozent oder 4.500 Tonnen auf insgesamt 8,25 Millionen Tonnen. Damit wurde das bisher höchste Produktionsergebnis der gewerblich erzeugten Gesamtschlachtmenge aus dem Vorjahr übertroffen.

Mit knapp 59,3 Millionen geschlachteten Schweinen gingen die Schlachtungen gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Prozent oder 63.400 Tiere zurück, was auf die heimische Produktion zurückzuführen ist. So sank das Schlachtaufkommen von Schweinen inländischer Herkunft um 447.100 oder 0,8 Prozent auf 5 4,6 Millionen Tiere. Hingegen stieg die Zahl der Schlachtungen importierter Schweine im gleichen Zeitraum um 383.700 oder neun Prozent auf 4,7 Millionen.

Aufgrund des im Durchschnitt höheren Schlachtgewichts stieg die Produktion von Schweinefleisch gegenüber 2015 leicht um knapp 1.000 Tonnen auf 5,57 Millionen Tonnen.

Fast so viele Kühe wie Bullen geschlachtet

Die Anzahl von gewerblich geschlachteten Rindern erhöhte sich gegenüber 2015 um 0,5 Prozent oder 16.400) auf 3,6 Millionen Tiere. Wegen des gesunkenen durchschnittlichen Schlachtgewichts der Rinder (– 2,0 kg) sank die erzeugte Schlachtmenge allerdings um 0, 2 Prozent oder – 1.800 Tonnen) auf 1,13 Millionen Tonnen. Während mit 1,315 Mio. Kühen rund 5,6 Prozent mehr Tiere geschlachtet wurden, sank die Zahl der Bullenschlachtungen um fast sieben Prozent auf  1,317 Tiere. Damit wurden nur knapp mehr Bullen als Kühe geschlachtet.

Die Menge an Geflügelfleisch war im Vergleich zum Vorjahr mit 1,53 Millionen Tonnen um 0,3 Prozent oder 4.900 Tonnen höher. Starken Zuwachs gab es bei der Produktion von Truthuhnfleisch um 22.200 Tonnen auf 483.300 Tonnen. Das entspricht einem Plus von 4,8 Prozent.

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