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Schwein

Bis zu 14 Euro Differenz pro Mastschwein

von , am
08.02.2010

Damme - Die Spanne bei der Ausschlachtung hat im vergangenen Jahr zu einem Erlösunterschied von bis zu 13,90 Euro pro Mastschwein geführt.

© agrarfoto.com

Bei den durchschnittlichen Schlachtgewichten belief sich der Erlösunterschied im Jahr 2009 auf fast 9 Euro pro Tier - Wegfall der Absatzfondsabgaben nur teilweise an die Landwirte weitergegeben - ISN nennt Ergebnisse aus ihrem Vermarktungswegevergleich - Maskendiskussion für zweites Halbjahr erwartet DAMME. 

Das ist eines der wesentlichen Ergebnisse des Vermarktungswegevergleiches 2009 der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN). Wie die ISN dazu weiter berichtete, gab es bei den durchschnittlichen Schlachtgewichten der Vermarktungswege im vergangenen Jahr eine Erlösdifferenz von bis zu 8,73 Euro pro Mastschwein.

Wegfall Absatzfondsabgaben: Nicht weitergegeben

Der Wegfall der Absatzfondsabgaben sei nicht durch eine entsprechende Vorkostensenkung an die Landwirte weitergegeben worden. Für die Spanne beim Vergleichserlös der Vermarktungswege sei eine Differenz von 2,84 Euro pro Mastschwein bei AutoFOM vermarkteten Schweinen und von 6,99 Euro pro Schwein bei FOM vermarkteten Tieren ermittelt worden. Mäster sollten immer auf der Hut sein und ihre Vermarktung regelmäßig auf den Prüfstand stellen, empfahl die ISN, die zum fünften Mal die Auswertung von Vermarktungswegen bei Schlachtschweinen durchführte.

Die Daten umfassten den Zeitraum vom 1. Oktober 2008 bis zum 30. September 2009, wobei laut Angaben der Interessengemeinschaft mehr als eine Million Schlachtschweine für die detaillierte Auswertung erfasst wurden. Die Zahl der ausgewerteten Schlachtbetriebe liege bei 28 Unternehmen.

Vermarktungskontrolle: Bedarf nach wie vor vorhanden

Die ISN verwies auch auf die Vielfalt der Abrechnungsmasken für Schlachtschweine in Deutschland. Dies werde an den seit Beginn der Auswertungen mittlerweile 170 erfassten Masken deutlich. Im aktuellen Zeitraum hätten davon 81 berücksichtigt werden können. Neu ist laut Interessengemeinschaft der Fünf-Jahresvergleich, der unter anderem gezeigt habe, dass die durchschnittlichen Schlachtgewichte gestiegen seien. Die ISN betonte, der Bedarf für das von ihr bereitgestellte Instrument der Vermarktungskontrolle sei nach wie vor vorhanden. Das bewiesen die gute Nachfrage und Resonanz. Darüber hinaus komme es von Jahr zu Jahr zu Verschiebungen im Ranking der Vermarktungswege. Und angesichts des allgemeinen Kostendrucks sei eine optimale Vermarktung der schlachtreifen Schweine wichtiger denn je.

Wie in den Vorjahren sei die Auswertung sowohl tabellarisch als auch grafisch erfolgt. Nicht mehr wegzudenken seien die Rankings der mit Namen genannten Vermarktungswege nach verschiedenen Auswertungsparametern.

FOM- und AutoFOM: Neujustierung der Schätzformeln

Im Jahr 2010 stehe auf Drängen der Branche die Neujustierung der FOM- und AutoFOM-Schätzformeln an, teilte die ISN weiter mit. Die Ergebnisse würden im zweiten Halbjahr 2010 erwartet. Sie komme mit ihrem Vermarktungswegevergleich zu dem Ergebnis, dass zwischen FOM und AutoFOM-Vermarktung erhebliche Unterschiede lägen, erklärte die Interessengemeinschaft. Daher werde es auch 2010 wieder spannend, wie die nach FOM beziehungsweise AutoFOM abgerechneten Schweine auf der Basis der neuen Schätzformeln abschnitten. "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser", so die ISN.

Sie wies darauf hin, dass den 84-seitigen Abschlussbericht jeder Teilnehmer erhalte, der mindestens fünf Schlachtpartien während des Auswertungszeitraums eingegeben habe. Nur wer sie unterstütze, indem er Daten eingebe, könne die Namen und Rankings der Vermarktungswege in der Auswertung für sich nutzen, stellte die Interessengemeinschaft klar. Neben dem Vermarktungswegevergleich könnten alle Teilnehmer auch ihre Vermarktung im geschlossenen Mitgliederbereich von www.schweine.net im Vergleich zu anderen Mästern genau analysieren. Für alle Lieferungen, die nicht länger als maximal vier Wochen zurücklägen, erhielten die Teilnehmer eine Auswertung automatisch per E-Mail. (AgE)

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