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Afrikanische Schweinepest

15.000 Schweine gekeult: Afrikanische Schweinepest in Russland

von , am
13.09.2017

In einer russischen Farm nahe der ukrainischen Grenze mussten über 15.000 Schweine nach dem Ausbruch der afrikanischen Schweinepest gekeult werden.

Schweine
Die afrikanische Schweinepest ist in einer der wichtigsten Schweinemastregionen Russlands ausgebrochen. © agrarfoto

In der Region Belgorod nahe der ukrainischen Grenze kam es zu einem schweren Ausbruch der afrikanischen Schweinepest. Auf einem Betrieb des russischen Agrarkonzerns Rusagro mussten deshalb über 15.000 Scheine gekeult werden. Das Unternehmen gab den Ausbruch am 7. September in einer Pressemitteilung bekannt. Es ist der erste Ausbruch der Schweinepest in der Region.

Die Schweinemast ist in der Region besonders intensiv

Das Gebiet um die Stadt Belgorod gilt als intensive Schweinemastregion. 20 Prozent der russischen Schweinepopulation werden dort gehalten. Rusagro betreibt dort 24 Farmen in denen jährlich 85.000 Tonnen Fleisch produziert werden. Laut Pressemitteilung überprüft Rusargo nun, wie der Erreger in die Farm eindringen konnte und erhöht die Sicherheitsvorkehrungen auf seinen Farmen, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.

Bisher blieb die Region von der Schweinepest verschont. Das liegt nicht zuletzt an den Bemühungen der Regierung. Seit dem die Schweinepest 2008 zum ersten Mal in Russland auftrat, kaufte diese Schweine aus der Hinterhofhaltung, mit der Hoffnung, so die aus hygienischer Sicht katastrophale Haltungsform zu reduzieren.

Mit Material von pig progress

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