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Abluftreinigung im Schweinestall: Biofilter im Check

DLG/Nicoleta Culiuc/agrarheute
am
04.08.2015

In der Schweinehaltung gibt es vier Methoden zur Abluftreinigung. Eine davon ist der Biofilter. Doch was kann der Biofilter und was nicht? Die Vor- und Nachteile zeigt der Filter-Check.

Biofilter werden zur Abscheidung von Gerüchen und Stäuben in der einstreulosen Schweinehaltung verwendet. Für die Abscheidung von Ammoniak sind sie dagegen weniger geeignet. Bei feuchten Biofiltern wird Ammoniak im Filtermaterial zurückgehalten. Das Ammoniak wird von Mikroorganismen zu Nitrit und Nitrat oxidiert. Im Filtermaterial kommt es dadurch zu stark fallenden pH-Werten. Diese niedrigen PH-Werte bewirken die Freisetzung nitroser Gase, die unangenehm riechen.

Vor- und Nachteile der Biofilter

Vorteile:
  • sehr gute Geruchsabscheidung und Funktionssicherheit
  • einfache Technik
  • geringe Betriebskosten
Nachteile:
  • relativ hoher Platzbedarf
  • geringe Eingriffsmöglichkeiten im Prozessablauf
  • regelmäßiger Materialwechsel

So funktionieren Biofilter

    Bei Biofiltern wird das Rohgas mithilfe der Ventilatoren über eine Druckkammer und einen Spaltenboden verteilt. Anschließend wird das Gas durch ein organisches Filtermaterial geleitet. Um einen Rohgasdurchtritt bei Materialschrumpfungen zu verhindern, werden umlaufende Gummilippen benutzt. Die Befeuchtung kann aus einer Wasservorlage stattfinden. Nach der Passage eines Wasserfilters wird das Berieselungswasser über eine Beregnungspumpe dem Berieselungssystem zugeführt.  Ein Freibord soll das Verdriften von Berieselungswasser durch starke Windeinflüsse verhindern.
    Über eine Füllstandsregelung mit Frischwassereinspeisung wird der Verdunstungsverlust ausgeglichen.

    So ist ein einstufiger Biofilter aufgebaut

    1. Ventilator
    2. Befeuchtungseinrichtung
    3. Wasservorlage
    4. Druckkammer
    5. Spaltenboden mit Randabdeckung
    6. Biofiltermaterial
    7. Randabdeckung
    8. Wasserfilter
    9. Beregnungspumpe
    10. Beregnungssystem
    11. Freibord
    12. Abschlämmung
    13. Revisionsöffnung
    14. Füllstandsregelung

    Diese Intervalle sind für Materialwechsel empfehlenswert

    Der Sauenhalter sollte das Filtermaterial regelmäßig wechseln. Diese Intervalle gelten für den Wechsel:
    • Bei Hackschnitzeln, die mit einer Schichtdicke von zirka 0,25 m eingesetzt werden, wird das Material alle zwölf Monate gewechselt.
    • Bei Wurzelholzfiltern mit Schichtdicken von eins bis 1,4 m wird das Material nach fünf Jahren gewechselt.

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