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+++ Stand 26. Februar 2021 +++

Afrikanische Schweinepest: Die aktuellen Fälle

Wildschweinerotte im Wald
am Freitag, 26.02.2021 - 09:40

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich international aus. In Polen nahe der deutsch-polnischen Grenze setzt sich das Seuchengeschehen unvermindert fort.

26. Februar 2021: Viele Fälle nahe der deutsch-polnischen Grenze

In Polen, in der Nähe der deutsch-polnischen Grenze, treten immer wieder Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) auf. Allein in der vergangenen Woche bestätigte die oberste Veterinärbehörde weitere 107 Funde der Tierseuche bei insgesamt 222 Wildschweinen.

Seit Jahresbeginn wurden in Polen bereits 559 ASP-Fälle bei den Schwarzkitteln nachgewiesen. Positiv ist, dass es in der Zeit keinen Ausbruch bei Hausschweinen gab.

Wie in den vergangenen Wochen lag der Schwerpunkt der ASP in den Wojewodschaft Lebus, die im Westen an Brandenburg und Sachsen grenzt. Allein dort gab es 85 Funde von Wildschweinen.

Mit Material von AgE

24. Februar 2021: Erster Ausbruch auf den kapverdischen Inseln

Erstmals wurden auf den kapverdischen Inseln vor der Nordwestküste Afrikas Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bestätigt. Betroffen sind mehrere schweinehaltende Betriebe auf der Insel Boa Vista. Insgesamt bestätigten die Behörden sieben Fälle.

16. Februar 2021: ASP-Ausbrüche in drei afrikanischen Ländern

Südafrika, Tansania und Uganda melden neue Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Besonderes Tansania meldet zunehmende Verluste und Verdachtsfälle in bisher nicht betroffenen Regionen. Laut der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) sind im Norden des Landes mehr als 19.000 Schweine in Hinterhofhaltungen direkt von den Ausbrüchen betroffen.

In Südafrika hat sich die Zahl der Ausbrüche mit dem neusten auf insgesamt 34 erhöht. Hier traf es bereits 15.000 Tiere.

Im Norden Ugandas starben rund 120 Schweine mutmaßlich an der ASP. Auch hier hat sich die Tierseuche auf neue Gebiete ausgebreitet.

12. Februar 2021: Erster ASP-Ausbruch in Hongkong

In China wächst die Sorge, dass sich die Afrikanische Schweinepest (ASP) erneut im Land ausbreiten könnte. Deshalb steigen die Schweinepreise wieder steil an.

Wie verschiedene Medien berichten, ist jetzt auch erstmals ein Betrieb direkt in Hongkong betroffen. Die Behörden haben im Norden des Stadtstaates deshalb rund 245 Schweine gekeult. Insgesamt stehen auf der Schweinefarm 3.200 Tiere.  

Es ist das vierte Mal, dass das Virus in Hongkong nachgewiesen wurde. Bei den vorherigen Fällen fanden die Behörden das Virus allerdings in Schweinen, die vom chinesischen Festland importiert wurden.

Mit Material von Pig Progress

01. Februar 2021: ASP-Ausbruch in China

Nach Angaben der Seite feedstrategy.com kam es in der chinesischen Provinz Guangdong zum ersten Mal seit drei Monaten zu einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest. Über 1.000 Tiere sollen betroffen sein, von denen bereits 214 an der Tierseuche gestorben sind. Die weiteren erkrankten Tiere wurden notgetötet.

Mit Material von feedstrategy.com

27. Januar 2021: Schweinebetriebe in ehemaligen ASP-Restriktionsgebieten dürfen neustarten

Seit Ende vergangenen Jahres gilt Belgien offiziell wieder als frei von der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Jetzt lockert das Land weiter ASP-Auflagen. Seit dem 25. Januar dürfen landwirtschaftliche Betriebe in den Regionen, die von den Ausbrüchen der ASP bei Wildschweinen betroffen waren, wieder Schweine aufstallen.

Diese Betriebe befinden sich vor allem im Süden der Provinz Luxemburg. Laut der FASNK (Föderalagentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette) waren 67 Betriebe mit Schweinehaltung von der Räumung im September 2018 betroffen. 4.150 Schweine mussten damals gekeult werden.

Neben der Möglichkeit, wieder Schweine zu halten, lockern die belgischen Behörden auch die Transportvorschriften für Schweine. Es ist wieder möglich, mit nur einem LKW Schweine von und zu verschiedenen Betrieben zu fahren. Das gilt beispielsweise für das Abholen von Mastschweinen oder das Ausliefern von Zuchtsauen.  

Mit Material von Pig Progress

21. Januar 2021: Schon 50 neue Fälle bei Wildschweinen in Polen

Auch im neuen Jahr reißen in Polen die Funde von Wildschweinen, die an der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verendet sind, nicht ab. Die oberste Veterinärbehörde bestätigte seit dem 1. Januar 50 neue Fälle der hochansteckenden Seuche.

Betroffen sind vor allem die Wojewodschaften Westpommern und Lebus, die in unmittelbarer Nähe zu Deutschland liegen. Demnach ist die Gefahr einer weiteren Einschleppung in die Bundesrepublik hoch.

2020 war in Polen nach amtlicher Einschätzung das bisher schlimmste Seuchenjahr seit dem erstmaligen Auftreten im Jahr 2014. Es seien mindestens 4.152 Fälle von ASP bei Wildschweinen aufgetreten - etwa zwei Drittel mehr als 2019.

Bei den Hausschweinen liegen die genauen Fallzahlen noch nicht vor. Wie berichtet, waren aber bereits im Spätherbst mehr als 110 Ausbrüche in Schweinehaltungen mit fast 60 000 gekeulten Tieren registriert worden.

12. Januar 2021: ASP im indischen Bundesstaat Manipur ausgebrochen

Lokale Medien im Nordosten Indiens melden die ersten Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Manipur.
Laut der Behörden vor Ort wurde die Tierseuche wahrscheinlich mit illegal importierten Schweinen oder Schweinefleisch in den Bundesstaat eingeschleppt.

Manipur liegt im Nordosten Indiens und grenzt an Assam sowie an Myanmar. In beide Regionen kam es 2020 zu Ausbrüchen der ASP.

14. Dezember 2020: Über 10.000 ASP-Fälle bei Wildschweinen in Europa

Die Zahl der mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infizierten Wildschweine in Europa hat einen traurigen Meilenstein erreicht: Über 10.000 Fälle wurden 2020 bis Anfang Dezember bereits bestätigt.

Im Jahr 2019 waren es insgesamt nur 6.407. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre fort, die Zahl steigt stetig. Die meisten Fälle meldeten Ungarn (3.833) und Polen (3.779).

In Russland hat die ASP wieder eine große Schweinefarm getroffen. Auf dem Betrieb nahe der Stadt Samara im Südosten des europäischen Teils Russland mussten nach dem Ausbruch der Tierseuche 17.000 Schweine gekeult werden. Die örtlichen Behörden gehen davon aus, dass die ASP durch Schadnager in die Farm getragen wurde. Diese würden aufgrund der sinkenden Außentemperaturen Schutz in Ställen suchen.

Insgesamt sei die Zahl der betroffenen Großbetriebe in 2020 aber stark gesunken. Die meisten ASP-Fälle traten bei Wildschweinen und in Hinterhofhaltungen auf.

20. November 2020: Belgien offiziell ASP-frei

Nach einer Präsentation Belgiens und Abstimmung der EU-Mitgliedsstaaten im Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebens- und Futtermittel (ScoPAFF) am 19. November erklärte die Europäische Kommission am 20. November, dass Belgien frei von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ist. 

16. November 2020: Laos und Myanmar melden Rückkehr der ASP

Die südostasiatischen Länder Laos und Myanmar melden die Rückkehr der Afrikanischen Schweinepest (ASP). So kam es in Laos zu 10 neuen Ausbrüchen im September und Oktober. Sie wurden erst jetzt der Weltorganisation für Tiergesundheit offiziell gemeldet. 

Betroffen waren Herden von bis zu 275 Schweinen in Dörfern im Xienghon-Distrikt der nordwestlichen Provinz Sainybuli (Xayabury) an der Grenze zu Thailand. An der Tierseuche starben 180 Schweine, knapp 1.000 mussten gekeult werden. Laut OIE sind das die ersten gemeldeten Fälle seit Ende des letzten Jahres.

Auch in Myanmar kam es im Oktober zu einem Ausbruch in einer Herde mit 780 Schweinen. 

13. November 2020: Tiergesundheits-Troika etabliert

Deutschland, Polen und Tschechien wollen die grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) verstärken. Deshalb vereinbarten die Länder abgestimmte Maßnahmen und eine Kooperation.

Unter anderem soll auf Ebene der Landwirtschaftsminister sowie auf Ebene der Chef-Veterinäre eine gemeinsame Tiergesundheits-Troika etabliert werden. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner betont, wie wichtig es sei, die Situation gemeinsam im Auge zu behalten und die ASP grenzübergreifend zu bekämpfen.

Ziel ist die gegenseitige Unterstützung, sowohl materiell als auch durch fachliche Expertise. Maßnahmen sollen besser abgestimmt werden, zum Beispiel indem die Bejagung in Grenzgebieten besser koordiniert wird. 

6. November 2020: Sechs weitere Fälle in Brandenburg

Am Freitag, dem 06. November, wurden sechs weitere ASP-Fälle bei Wildschweinen in Brandenburg bestätigt. In Deutschland sind somit 134 Fälle der Afrikanischen Schweinepest bekannt, von denen 133 in Brandenburg und ein Fall in Sachsen gemeldet wurden. 

3. November 2020: Mehr als 1.000 Ausbrüche bei Hausschweinen in Europa

In der vergangenen Woche meldeten zwei europäische Länder neue Infektionen mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Hausschweinen.

  • Bedeutend ist ein Fall in Russland. Im Wolgabezirk traf es eine große Farm mit 39.000 Tieren. Bei 31 Schweinen wurde das Virus offiziell bestätigt. Ob der gesamte Betrieb nun gekeult werden muss, wurde vom zuständigen Landwirtschaftsministerium noch nicht bestätigt.
  • Polen meldete in der vergangenen Woche nur einen neuen Fall in einer Hinterhofhaltung. Insgesamt verzeichnet das Land jetzt 102 Ausbrüche. Rund 60.000 Schweine sind von ASP betroffen.

Bis jetzt gibt es 1.020 Ausbrüche bei Hausschweinen in diesem Jahr. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 1.908. Am schlimmsten getroffen hat es Rumänien mit jetzt 842 Ausbrüchen gefolgt von Polen mit 102 und Bulgarien mit 19 Ausbrüchen.

Die Zahl der ASP-Fälle bei europäischen Wildschweinen übersteigt inzwischen die 9.000. Hier verzeichnet Ungarn die meisten Ausbrüche (3.628) vor Polen (3.445). Seit Anfang Oktober haben sieben weitere europäische Staaten der EG Ausbrüche der ASP bestätigt:

  • Rumänien (693 Ausbrüche bis jetzt in diesem Jahr),
  • Bulgarien (447),
  • Lettland (238),
  • Slowakei (194),
  • Litauen (188),
  • Deutschland (91 > Stand 03. November bereits 124)
  • und Estland (52).

29. Oktober 2020: Neue ASP-Fälle in Europa, Afrika und Asien

Polen meldet neue Rekordzahlen von mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infizierten Haus- und WildschweinenDie Zahl der infizierten Wildschweine des laufenden Jahres hat sich bis Ende der letzten Woche auf 3.413 erhöht. Im Vergleich dazu wurden im Vorjahr insgesamt 2.500 Fälle verzeichnet. 

Auch bei den Hausschweinen wurde ein neuer Rekordwert von 101 Seuchenfällen auf landwirtschaftlichen Betrieben verzeichnet. Somit waren 57.000 Tiere von Keulungen betroffen. 2019 wurden im gesamten Jahr 35.000 Tiere gekeult. 

Auch Rumänien bestätigt weitere 40 Ausbrüche. Die meisten dieser Ausbrüche stellten die Behörden im Zeitraum von Ende September bis Mitte Oktober fest. Die letzten Ausbrüche betrafen insgesamt 680 Tiere aus Hausschweinbeständen. 

Gut ein Jahr herrschte Ruhe in der Ukraine. Jetzt meldete die Veterinärbehörde die Rückkehr der ASP in zwei Gebiete des Landes: ein kleiner landwirtschaftlicher Betrieb in Kiew meldete am 19. Oktober einen Ausbruch und zwei Tage später wurde das Virus bei einem Hinterhofbestand in Donezk entdeckt. 

Auch im Osten Russlands wurden vom russischen Landwirtschaftsministerium zwei weitere Fälle bestätigt. Von den insgesamt 21 Schweinen starben drei. Die betroffenen Bestände befanden sich im selben Bezirk von Chabarowsk Krai. 

In Südafrika wurden in diesem Monat zwei Ausbrüche in der Provinz Ostkap festgestellt. Hier erlagen insgesamt 15 Tiere der Seucheinsgesamt 50 Schweine wurden gekeult. 

27. Oktober: Drei neue Fälle in Brandenburg

In Deutschland steigt die Zahl der bestätigten ASP-Fälle auf 94. Drei neue Fälle wurden am 27. Oktober in den bereits betroffenen Landkreisen bestätigt. 

23. Oktober 2020: Fünf weitere ASP-Fälle in Brandenburg

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) informiert darüber, dass bei fünf weiteren Wildschweinen in Brandenburg die Afrikanische Schweinepest (ASP) bestätigt wurde. Die Proben wurden durch das Nationale Referenzlabor - das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) - geprüft und die Tierseuche in diesen nachgewiesen. 

Die Fundorte der fünf infizierten Wildschweine befanden sich sowohl im ersten als auch im zweiten Kerngebiet: 

  • Erstes Kerngebiet: drei Wildschweine im Landkreis Oder-Spree
  • Zweites Kerngebiet: zwei Wildschweine im Landkreis Märkisch Oderland

Die Hausschweinbestände in Deutschland sind nach wie vor ASP-frei. Außerdem ist die Afrikanische Schweinepest für den Menschen ungefährlich.

22. Oktober 2020: Sechs weitere ASP-Fälle in Brandenburg

Das Bundesministerium für Ernährung Landwirtschaft (BMEL) informiert darüber, dass die Afrikanische Schweinepest (ASP) bei sechs weiteren Wildschweinen in Brandenburg bestätigt wurde. Die Tierseuche wurde durch das Nationale Referenzlabor - das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) - in den Proben der Wildschweine nachgewiesen. 

Die Fundorte der sechs ASP-infizierten Wildschweine liegen im Landkreis Oder-Spree und somit innerhalb des ersten Kerngebietes. In Brandenburg wurden bisher 86 bestätigte ASP-Fälle bei Wildschweinen in zwei Kerngebieten aufgefunden.

Die deutschen Hausschweinbestände sind weiterhin frei von der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Ein weiterer wichtiger Hinweis: Die Tierseuche ist für den Menschen ungefährlich.

21. Oktober 2020: Neun weitere Fälle in Brandenburg

Das Nationale Referenzlabor - Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) - bestätigte heute, dass die Tierseuche in weiteren Proben nachgewiesen wurde. Über dieses Ergebnis informierte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in einer Meldung. Die Afrikanische Schweinepest (ASP) wurde somit bisher bei 80 Wildschweinen in Brandenburg nachgewiesen.

Die Fundorte der Wildschweine teilen sich auf folgende Kerngebiete auf: 

  • Acht infizierte Wildschweine im Landkreis Oder-Spree im ersten Kerngebiet
  • Ein infiziertes Wildschwein im Landkreis Märkisch Oderland im zweiten Kerngebiet 

Die deutschen Hausschweinbestände sind weiterhin ASP-frei. Die Tierseuche ist für den Menschen ungefährlich, kann jedoch bei Wild- und Hausschweinen zum Tode führen.

20. Oktober 2020: Ein weiterer ASP-Fall im ersten Kerngebiet in Brandenburg

Das FLI hat bei einem weiteren Wildschwein den amtlichen Verdacht auf Afrikanische Schweinepest (ASP) bestätigt. Der Fundort des Wildschweins liegt erneut innerhalb des ersten Kerngebiets – im Landkreis Oder-Spree.

Damit gibt es jetzt insgesamt 71 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild im Land Brandenburg.

Die Hausschweinbestände in Deutschland sind nach wir vor frei von der Afrikanischen Schweinepest.

19. Oktober 2020: Der 100. ASP-Fall in Polen

In der letzten Woche wurde in Polen der 100. Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei einem Hausschwein gemeldet. Das an ASP erkrankte Tier stammt aus der Region Karpatenvorland. 

16. Oktober 2020: Ein weiterer Fall

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat heute, am 16. Oktober 2020, einen weiteren ASP-Verdachtsfall bei Wildschweinen in Brandenburg bestätigt. Das Tier wurde im ersten Kerngebiet im Landkreis Oder-Spree erlegt.

Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle bei Wildschweinen steigt damit auf 70. Der Hausschweinebestand in Deutschland ist weiterhin frei von ASP.

14. Oktober 2020: Vier weitere ASP-Fälle in Brandenburg

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) informiert, dass durch das Nationale Referenzlabor - das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) - die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Proben bei vier Wildschweinen in Brandenburg nachgewiesen wurde.

Die Fundorte der vier Wildschweine erstrecken sich über das erste und zweite Kerngebiet. Im Landkreis Oder-Spree wurden zwei Wildschweine aufgefunden, im Landkreis Spree-Neiße und im Landkreis Märkisch-Oderland jeweils ein Wildschwein.

Insgesamt sind aktuell 69 ASP-Fälle bei Wildschweinen im Bundesland Brandenburg bekannt. Die deutschen Hausschweinbestände sind weiterhin ASP-frei.

12. Oktober 2020: Zehn bestätigte ASP-Fälle in Brandenburg

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) informiert über zehn weitere bestätigte ASP-Fälle bei Wildschweinen in Brandenburg. Damit gibt es in Deutschland insgesamt 65 Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Die Tierseuche wurde in den Proben durch das Nationale Referenzlabor - das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) - bestätigt.

Die Fundorte der zehn Wildschweine lagen im ersten Kerngebiet- acht Wildschweine wurden im Landkreis Oder-Spree aufgefunden, zwei weitere im Landkreis Spree-Neiße.

Am Wochenende fanden über 300 Helfer auf einer Oderinsel zwischen 20 und 30 tote und möglicherweise an ASP-erkrankte Wildschweine. Es liegen Drohnenaufnahmen vor. Momentan wird über das weitere Vorgehen beraten, da erkrankte Tiere besonders  aggressiv seien.

Die deutschen Hausschweinbestände sind weiterhin ASP-frei. 

09. Oktober 2020: Zwei weitere Fälle in Brandenburg

Nach aktuellen Informationen des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL) wurde der Verdacht auf Afrikanische Schweinepest (ASP) bei zwei Wildschweinen in Brandenburg bestätigt. Jeweils eines der Wildschweine wurde im Landkreis Oder-Spree und Spree-Neiße aufgefunden. In Brandenburg wurden somit insgesamt 55 ASP-Fälle gemeldet. Die Bestätigung der ASP-Verdachtsfälle wies das Nationale Referenzlabor - Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) - in den Wildschwein-Proben nach. 

Die deutschen Hausschweinbestände sind nach wie vor frei von der Afrikanischen Schweinepest.

08. Oktober 2020: Drei weitere Fälle in Brandenburg

Drei weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest wurden bei Wildschweinen in Brandenburg bestätigt. Damit erhöht sich Anzahl der Fälle auf 53. 

07. Oktober: Ein weiterer ASP-Fall im Kerngebiet

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) informierte heute über einen weiteren bestätigten Verdachtsfall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei einem Wildschwein innerhalb des ersten Kerngebietes in Brandenburg. 

Die Probe wurde durch das Nationale Referenzlabor Friedrich-Loeffler-Institut getestet und bestätigt. 

Nach wie vor sind die Hausschweinbestände in Deutschland ASP-frei.

02. Oktober 2020: Sechs weitere Fälle im Kerngebiet

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) informiert über sechs weitere Fälle bei Wildschweinen. Das Nationale Referenzlabor - Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) - hat die Afrikanische Schweinepest (ASP) bei den Fällen bestätigt. Die Fundorte der Fälle liegen im ersten Kerngebiet.

Die Hausschweinebestände in der Bundesrepublik sind weiterhin frei von der Afrikanischen Schweinepest. Nach heutigem Stand sind insgesamt 46 Fälle der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland bestätigt.

01. Oktober 2020: Weitere bestätigte Fälle in Brandenburg

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) informiert, dass sich der Verdacht der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei zwei weiteren Wildschweinen in Brandenburg bestätigt hat. Das Nationale Referenzlabor – das Friedrich-Loeffler-Institut – hat die Tierseuche in den entsprechenden Proben heute nachgewiesen. Beide Fundorte liegen innerhalb des ersten Kerngebiets.

30. September: 2 weitere Fälle in Brandenburg

Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt am 30. September zwei weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest bei Wildschweinen in Brandenburg. Ein Fundort liegt außerhalb des gefährdeten Gebietes, der andere im bisherigen Kerngebiet – insgesamt jetzt 38 bestätigte Fälle 

Ein Fundort liegt im aktuellen Kerngebiet. Der andere Fundort liegt im Landkreis Märkisch Oderland, nur wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt – und damit außerhalb des bisher definierten gefährdeten Gebietes. Das Land Brandenburg muss die bestehenden Schutzzonen und Schutzmaßnahmen jetzt entsprechend anpassen, um eine Weiterverbreitung der Seuche zu verhindern. 

28. September 2020: Ein weiterer ASP-Fall in Brandenburg

Am 28. September bestätigte das Friedrich-Loeffler-Institut einen weiteren ASP-Fall bei Wildschweinen in Brandenburg. Der Fundort liegt innerhalb des Kerngebiets. Insgesamt gibt es damit jetzt 36 bestätigte Fälle.

26. September 2020: Ein weiterer ASP-Fall in Brandenburg

Am 26. September bestätigte das Friedrich-Loeffler-Institut einen weiteren ASP-Fall bei Wildschwein in Brandenburg. Der Fundort liegt innerhalb des Kerngebiets. Insgesamt sind es damit jetzt 35 bestätigte Fälle.

25. September 2020: Zwei weitere Fälle in Brandenburg

Das FLI bestätigt zwei weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest bei Wildschweinen in Brandenburg. Die Fundorte liegen innerhalb des gefährdeten Gebiets.

24. September 2020: Zahl bestätigter Fälle in Brandenburg steigt auf 32

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat drei weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest bei Wildschweinen in Brandenburg nachgewiesen. Damit steigt die Zahl der bestätigten Fälle auf 32.

Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium mitteilte, liegen die Fundorte innerhalb des gefährdeten Gebiets. Bestände von Hausschweinen sind nach wie vor nicht betroffen.

22. September 2020: ASP erobert neue Region Polens

In der Woiwodschaft Masowien ist die ASP auf einem landwirtschaftlichen Betrieb mit insgesamt 34 Schweinen aufgetreten. Dies bestätigte am Wochenende die Oberste Veterinärbehörde Polens. Mit dem ASP-Ausbruch im Süden Masowiens hat die Seuche ein neues Gebiet erreicht. 

Mittlerweile ist seit Jahresbeginn der neunzigste Schweinehaltungsbetrieb in Polen von der ASP betroffen. 53.000 Hausschweine mussten in diesem Jahr im Nachbarland bereits gekeult werden. Damit übertrifft der Schaden schon zum jetzigen Zeitpunkt deutlich das Ausmaß an ASP-Infektionen des gesamten letzten Jahres. 2019 mussten etwa 35.000 Tiere gekeult werden. 

Beinahe jeden Tag werden in Polen neue ASP-Fälle bei Wildscheinen festgestellt. Eine Beruhigung der Situation ist derzeit nicht in Sicht. 

Mit Material von Agra Europe (AgE)

21. September 2020: Insgesamt 20 Fälle in Brandenburg

Bei sieben Proben von Wildschweinen aus dem bereits als gefährdet eingestuften Gebiet wurde vom Friedrich-Löffler-Institut (FLI) jeweils ein positives Ergebnis festgestellt. In Deutschland steigt die Zahl der bestätigten Fälle damit von 13 auf 20.

Auf Hausschweinbestände ist die ASP nach wie vor noch nicht übergetreten, teilt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit. 

17. September 2020: Weiterer Fall bei Wildschwein in Brandenburg bestätigt

Bei einem weiteren in Brandenburg aufgefundenen Wildschwein wurde die ASP festgestellt. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) teilte mit, dass das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) den Verdachtsfall heute bestätigte.

Der Fundort des Wildschweins befand sich im Umkreis der Ortschaft Neuzelle im Landkreis Oder-Spree und war bereits als gefährdetes Gebiet eingestuft. 

Einen Hausschweinbestand habe die ASP noch nicht erreicht, verkündete das BMEL. 

16. September 2020: 6 bestätigte Fälle, 5 weitere amtliche Verdachtsfälle in Deutschland

Nach dem ersten ASP-Fall in Deutschland, der am 10. September bestätigt wurde, hat das Nationale Referenzlabor – das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) – die Afrikanische Schweinepest bei fünf weiteren Wildschweinen in Brandenburg bestätigt. Die Fundorte liegen innerhalb des gefährdeten Gebiets in der näheren Umgebung der Ortschaft Neuzelle im Landkreis Oder-Spree. Es handelt sich um vier tot aufgefundene Wildschweine sowie um ein infiziertes Wildschwein, das erlegt wurde.

Am gleichen Tag kamen in Brandenburg fünf weitere Verdachtsfälle auf Schweinepest hinzu. Die Bestätigung durch das FLI stand hierbei aber noch aus.

14. September 2020: Neue Fälle in Polen, Rumänien und Russland

In Polen erhöhte sich die Anzahl der infizierten Hausschweine im laufenden Jahr auf 83. Die vier jüngsten ASP-Fälle ereigneten sich laut Polens oberstem Veterinäramt

  • im Raum Osterode (Woiwodschaft Ermland-Masuren) auf einem Betrieb mit über 6.000 Schweinen, 
  • im Raum Lublin und im Karpatenvorland im Osten des Landes auf einem Hinterhof sowie in zwei kleineren Herden.

In Rumänien belief sich die Anzahl der ASP-Neuinfektionen bei Hausschweinen nach der ersten Septemberwoche laut rumänischer Veterinärbehörde auf 36. In den beiden größten betroffenen Betrieben wurden etwa 600 beziehungsweise 5.500 Schweine gehalten. Die anderen 34 Ausbrüche ereigneten sich auf kleineren Höfen. 

Das russische Landwirtschaftsministerium verzeichnete insgesamt 8 tote Tiere. Die betroffenen Herden befanden sich in der in der Oblast Tula in Westrussland und im ca. 400 Kilometer östlich von Moskau gelegenen Nischni Nowgorod.

Mit Material von eFeedLink, Feedstrategy

10. September 2020

Während in Deutschland der erste Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) offiziell bestätigt wurde, kämpfen auch andere Länder weiter gegen die tödliche Tierseuche.

So meldeten in Vietnam 199 Dörfer und Kleinstädte offiziell neue Ausbrüche in den vergangenen drei Wochen. Über 43.000 Schweine sind inzwischen gekeult worden, um die Ausbreitung von ASP zu verhindern. Betroffen sind die Provinzen Lang Son, Cao Bang und Bac Kan. 

Laut der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) wurden zwischen dem 21. August und dem 3. September weltweit 160 neue Ausbrüche von ASP gemeldet. Die Gesamtzahl der laufenden Ausbrüche stieg von 7.130 auf 7.191. Allein in Rumänien gibt es 3.733 und in Vietnam weitere 1.472 Ausbrüche. Von den neuen Ausbrüchen wurden 192 in mehreren europäischen Ländern und weitere 23 in Asien gemeldet.

 

25. August 2020: Rumänien und Russland melden neue ASP-Ausbrüche

Die Zahl der ASP-Fälle steigt weiter an. Rumänien gilt zurzeit mit 70 neuen Ausbrüchen als das Land mit den offiziell meisten Ausbrüchen in der EU. Insgesamt sind 7.000 Schweine im gesamten Land von der Afrikanischen Schweinepest betroffen. Die meisten Ausbrüche sind hierbei in Hinterhofbeständen aufgetreten. Nur vier größere Betriebe mit Betriebsgrößen zwischen 600 und 2.140 Tieren sind betroffen.

Auch in Russland gab es sechs weitere Ausbrüche im Westen des Landes. Insgesamt waren hier 130 Schweine mit der ASP infiziert.

Belgien versucht hingegen den Status "frei von ASP" zu bekommen. Dort wurden Ende 2018 und Anfang 2019 Ausbrüche gemeldet worden. Seit September 2019 gab es keine neuen Ausbrüche mehr.

19. August 2020: Die Philippinen, Indien, Russland und Rumänien melden neue ASP-Ausbrüche

Neben Polen melden weitere Länder aktuell neue Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP):

  • Auf den Philippinen breitet sich die Tierseuche in der Provinz Nord-Cotabato und der Insel Mindanao weiter aus. Über 1.300 Schweine starben an dem Virus oder mussten gekeult werden. Insgesamt gibt es laut Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) jetzt 365 laufende Ausbrüche, fast 300.000 Schweine sind betroffen.
  • In Indien hat sich die ASP in einem neuen Bundesstaat ausgebreitet. In Meghalaya sind vor allem Hinterhofhaltungen betroffen. Laut OIE verzeichnet Indien 11 aktuelle Ausbruchgeschehen. Rund 3.700 Schweine sind direkt betroffen.
  • Fünf neue Ausbrüche in Hinterhofhaltungen registrierte die Tiergesundheitsorganisation in fernöstlichen Bundesstaaten von Russland. Betroffen sind die Regionen Chabarowsk, Primorski und Yevreyskaya.
  • In Rumänien mussten 16.000 Schweine aufgrund bestätigter Fälle im Bezirk Galati nahe der östlichen Grenze zu Moldawien gekeult werden. Die Ausbrüche traten in zwei großen Betrieben auf.
  • Das südkoreanische Landwirtschaftsministerium meldete der OIE in den vergangenen Wochen weitere 10 Fälle von ASP in der Wildschweinpopulation. Insgesamt gibt es dort jetzt 700 Fälle. Erfreulich ist, dass seit Oktober 2019 kein Fall in Hausschweinebeständen festgestellt wurde.
  • Auch Laos gab bekannt, dass die Afrikanische Schweinepest in fünf Regionen besiegt sei.
Mit Material von Feedstrategy

18. August 2020: Fast täglich neue ASP-Fälle in Polen

Auch in der vergangenen Woche meldete Polen neue Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in schweinehaltenen Betrieben. So bestätigte die oberste Veterinärbehörde drei weitere Fälle in der ostpolnischen Wojewodschaft Lublin. Die Region entwickelt sich zunehmend zum Hotspot der Tierseuche. Insgesamt kam es dort in der vergangenen Woche zu sieben ASP-Infektionen in Schweinebetrieben.

Landesweit sind es seit Anfang des Jahres jetzt 50 Seuchenausbrüche in der Landwirtschaft. Das sind bereits fünf Fälle mehr als insgesamt in 2019. Außerdem übersteigt die Zahl der gekeulten Hausschweine mit gut 43.000 Tieren bereits jetzt deutlich das Vorjahresniveau.

Auch innerhalb der polnischen Wildschweinpopulation steigt die Zahl der infizierten Schweine stetig. Das Land verzeichnet seit Jahresbeginn bis in die zweite Augustwoche fast 3.000 Funde - 500 mehr als im gesamten vergangenen Jahr.

10. August 2020: Die ASP-Lage bleibt weltweit ernst. Auch Sambia meldet neue Ausbrüche

Seit zwei Jahren wütet die Afrikanische Schweinepest (ASP) jetzt schon in China. Die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) ist besorgt und weist auf eine sich verschlechternde Situation in ganz Asien hin. Weiter verschärft wird die Lage durch die aktuelle Flut, der möglicherweise schon Millionen Schweine zu Opfer gefallen sind und die für eine erneute Verbreitung der Tierseuche sorgt.

Seit 2016 wurde die ASP insgesamt bei Hausschweinen in 30 afrikanischen und 14 asiatischen Staaten festgestellt. Aufgrund der offiziell bei der globalen Tiergesundheitsorganisation eingegangenen Berichte beläuft sich die Zahl der bisher durch die Krankheit verlorenen Tiere auf 6,734 Mio. in Asien und 85.539 in Afrika.

Zusammen mit den Ausbrüchen in Europa beläuft sich die Gesamtzahl der Schweine, die weltweit aufgrund von ASP verloren gegangen sind, auf 8,2 Mio. Tiere.

Aktuell meldet Sambia offiziell fünf neue Ausbrüche seit Mitte Juli. Alle traten in Betrieben mit Freilandschweinehaltung im Norden und Nordwesten des Landes auf. Insgesamt sind knapp 7.000 Tiere betroffen, die entweder direkt an der Tierseuche starben oder gekeult werden mussten.

7. August 2020: Seltene Hausschweinen in Bulgarien aufgrund von ASP gekeult

Wieder gefährdet die Afrikanische Schweinepest (ASP) den Fortbestand einer alten Schweinerasse. Dieses Mal müssen in Bulgarien fast 200 Tiere einer seltenen lokalen Rasse gekeult werden.

Wie die bulgarische Veterinärbehörde mitteilte, sei die ASP in einem kleinen Betrieb im Osten des Landes nachgewiesen worden. In dem Dorf Yunets, nahe der Schwarzmeer-Stadt Varna, züchtet der Betrieb das sogenannte Ostbalkan-Schwein. 15 von insgesamt 212 Tiere seien bereits an dem Virus verendet. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, wurde die Keulung der restlichen Tiere angeordnet.

Seit 2019 hat das Land aufgrund der Tierseuche mindestens 170.000 Schweine verloren.

Mit Material von Reuters

In der vergangenen Woche meldeten unter anderem Polen, Ungarn und Rumänien  neue Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen. Insgesamt gab es dieses Jahr mindestens 7.000 mit ASP infizierte Wildschweinfunde.

Außerdem sind in Rumänien Hausschweine betroffen. Im Juni fanden laut Bericht an die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) alle 14 Ausbrüche in Hinterhofhaltungen statt. Insgesamt 213 Schweine starben an der Tierseuche oder mussten gekeult werden. Die Fälle waren weit über das Land verteilt.

Den ersten Fall in Hausschweinebeständen in diesem Jahr meldete auch Lettland. Betroffen ist eine Hinterhofhaltung mit 31 Tieren.

03. Juli 2020: In Nigeria sind über 1 Mio. Schweine betroffen

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist im Vietnam seit Beginn dieses Jahres bereits in 45 Provinzen und Städten aufgetreten. Insgesamt mussten rund 34.000 Schweine gekeult werden. Einige Regionen seien auch frei von der Tierseuche. Jetzt werde laut Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung alles unternommen, eine erneute Ausbreitung zu verhindern.

Schlimmer sieht es in Nigeria aus: Dort sind inzwischen über 1 Mio. Schweine betroffen und an der Tierseuche direkt gestorben oder mussten gekeult werden. Das ist der schlimmste Ausbruch, der in dem Land jemals aufgetreten ist.

29. Juni 2020: Neue ASP-Ausbrüche in Polen nahe der deutschen Grenze

Rund 100 km von der deutschen Grenze entfernt gab es in einer Hinterhofhaltung in Polen erneut einen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest. Der Ausbruch bei Dalków in der Provinz Niederschlesien ist bereits der fünfte bei Hausschweinen in diesem Jahr und betraf 23 Tiere. 

Davor meldete das polnische Landwirtschaftsministerium der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) einen Ausbruch in der östlichen Provinz Lublin. 14 Schweine einer Herde von 70 Tieren waren positiv. 

Auch andere Länder melden erneut neue Ausbrüche:

  • Rumänien: 13 weitere ASP-Ausbrüche zwischen dem 25. Mai und dem 16. Juni in Hinterhofhaltungen. Insgesamt waren 173 Schweine betroffen.
  • Russland. Das Landwirtschaftsministerium meldete der OIE einen weiteren Ausbruch, ebenfalls in einer Hinterhofhaltung. Im Westen des Landes verendeten 30 Tiere.
  • Europa: Das Tierseuchenmeldesystem der Europäischen Kommission (ADNS) verzeichnete in seiner letzten Aktualisierung insgesamt 327 ASP-Ausbrüche bei Hausschweinen in Europa in diesem Jahr. Außerdem meldeten vier Länder neue Fälle der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen. Insgesamt sind es jetzt fast 7.000 gemeldete Fälle. 
  • Nigeria: Das Virus ist mit Ogun auf den dritten Bundesstaat in dem Land übergesprungen. Nach Medienberichten sind bereits mehrere hunderttausend Schweine an der Seuche gestorben oder vorsorglich gekeult worden.

17. Juni 2020: 17 Hausschweine in Polen von ASP betroffen

Die Oberste Veterinärbehörde bestätigte einen ASP-Fall nahe der Stadt Ratowice in der Wojewodschaft Großpolen. Betroffen sei eine Herde von 17 Tieren. Es handelt sich um den vierten Ausbruch in einem Hausschweinebestand seit Jahresbeginn.

Auch die Entwicklungen im polnischen Wildschweinbestand geben bislang keinen Anlass für Entwarnung. Die Behörden melden hier kontinuierlich neue Fälle. Mit fast 2.600 bestätigten ASP-Funden beim Schwarzwild wurde die Vorjahreszahl schon weit überschritten.

15. Juni 2020: 300.000 Schweine in Nigeria gekeult

In Nigeria ist in eine große Schweinefarm von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) betroffen. Der Betrieb im Bundesstaat Lagos gehört zu einer der größten Genossenschaften im Land.

Die Genossenschaft wird von der Regierung des Bundesstaates Lagos verwaltet. Sie stellt für 3.000 Landwirte die Lebensgrundlage dar.

Ayo Omirin, Landwirt der Oke Aro-Farm, berichtet dem BBC, dass bereits rund 300.000 Schweine gekeult werden mussten. Zuletzt brach die tödliche Tierseuche 2008 in dem Betrieb aus.

8. Juni 2020: Europa meldet bald mehr ASP-Fälle in 2019

Es ist erst knapp die Hälfte des Jahres vorbei. Aber die Gesamtzahl der Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen wird schon bald höher sein, als im gesamten vergangenen Jahr.

So meldeten fünf europäische Staaten neue ASP-Ausbrüche bei Wildschweinen. Allein in Polen gab es seit Jahresbeginn bis zur vergangenen Woche 540 neue Fälle. Über die letzten Wochen berichteten auch Ungarn, Rumänien, Lettland und Moldawien von positiv-getesteten Wildschweinkadavern.

Insgesamt gab es nach Angaben der Europäischen Kommission in diesem Jahr bisher 6.285 Fälle von ASP bei europäischen Wildschweinen.

Auch landwirtschaftliche Betrieben sind betroffen. Rumänien meldet 11 neue Ausbrüche - die meisten aus Hinterhofhaltungen. Allerdings waren auch zwei größere landwirtschaftliche Betriebe betroffen, sodass insgesamt 2.330 Tiere starben oder gekeult werden mussten. 

In der Ukraine wurde seit fast einem Jahr erstmals wieder ein Fall der ASP in einem landwirtschaftlichen Betrieb in der Region Sumy bestätigt. 23 Tiere sind laut Meldung der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) betroffen, eins verendete an der Tierseuche.

Insgesamt hat die Europäische Kommission bis Ende Mai 286 Ausbrüche bei Hausschweinen in Europa registriert.

Doch es gibt auch Hoffnung: So kündigte Belgien an, die ASP-Pufferzone in der Provinz Luxemburg zu verkleinern. Die EU stimmte der Maßnahme zu, sodass jetzt auch die Hoffnung auf ein Ende der Exportbeschränkungen steigt. Der letzte Fund eines ASP-positiven Schweins innerhalb der Zone stammt vom 11. August 2019. Wird auch in der verkleinerten Pufferzone kein infiziertes Wildschwein mehr nachgewiesen, könnte Belgien im Herbst 2020 wieder offiziell als ASP-frei gelten.

26. Mai 2020: In Indien und Nordkorea verschlechtert sich die ASP-Situation

Nordkorea und die Philippinen melden vermehrt Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Hausschweinen. Allein die Philippinen berichten offiziell von 58 Ausbrüchen auf der Insel Luzon. 11.000 Schweine seien betroffen. Seit dem ersten Fall im Juli 2019 kam es in dieser Region zu 335 Ausbrüchen, über 260.000 Schweine starben in Folge der Tierseuche direkt oder durch Keulung.

13 tote Wildschweine wurden in Südkorea an der Grenze zu Nordkorea gefunden und positiv auf ASP getestet. Insgesamt seien es nun rund 620 Fälle. Auch im Nachbarland Nordkorea breitet sich die Tierseuche weiter aus. 

In China und Myanmar gibt es indes Anzeichen dafür, dass sich die Seuchenlage entspannen könnte. So sei der Zahl der Fälle in China rückläufig während die Zahl der Sauen zunimmt. Laut des chinesischen Landwirtschaftsministeriums Han Changfu erhole sich der Schweinefleischsektor, Beleg dafür sei der gesunkene Preis für Lebendschweine. 

Die Veterinärbehörden in Myanmar hätten gegenüber der Weltorganisation für Tiergesundheit sogar erklärt, dass die ASP-Situation gelöst sei. Seit Februar habe es keine neuen Fälle gegeben.

19. Mai 2020: ASP greift in Afrika weiter um sich

Nach Südafrika und Namibia meldet auch die westafrikanische Republik Togo einen ersten Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Hausschweinen. Auf einem Betrieb in Assahoun sind etwa 40 Schweine verendet.  

18. Mai 2020: Nach 15.000 toten Schweinen - Indien erwägt jetzt doch Massenkeulung

Rund 15.000 Hausschweine sind in dem indischen Bundesstaat Assam der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zum Opfer gefallen. Nachdem die tödliche Tierseuche sich auf mindestens zehn Distrikte ausgebreitet hat, bereitet sich die Regierung jetzt doch auf Massenkeulungen vor, um die ASP einzudämmen.

Die betroffenen Landwirte sollen als Entschädigung zusammen eine Einmalzahlung von umgerechnet rund 17,5 Mio. Euro erhalten.

Mit Material von The Pig Site

13. Mai 2020: Auch Namibia meldet neue ASP-Ausbrüche

Nach Südafrika meldete auch Namibia erneut offiziell Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP) an die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE). Bei zwanzig Ausbrüchen der Tierseuche sind rund 200 Tiere betroffen. Die meisten ASP-Fälle (18 Ausbrüche) traten im Norden des Landes in der Region Omusati an der Grenze zu Angola auf. 

12. Mai 2020: Südafrika meldet neuen ASP-Ausbruch bei Hausschweinen

Südafrika hat einen Ausbruch der afrikanischen Schweinepest in der Provinz Ostkap gemeldet. Der Ausbruch wurde nach einer tierärztlichen Kontrolle im vergangenen Monat bei acht toten Schweinen in der Gemeinde Amathole nachgewiesen und der Weltorganisation für Tiergesundheit gemeldet.

Der Ausbruch der Tierseuche liegt außerhalb der südafrikanischen ASP-Kontrollzone. Diese wurde in den letzten 80 Jahren durch eine genau definierte Grenzlinie mit strengen Kontrollmaßnahmen und Bewegungsbeschränkungen kontrolliert und auf den Norden Südafrikas beschränkt. 2012 trat der erste ASP-Ausbruch außerhalb der Kontrollzone seit 1996 auf.

11. Mai 2020: Mehr als 13.000 tote Schweine in Indien

Nach dem die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Indien offiziell bestätigt wurde, werden jetzt die Details bekannt: Allein im Bundesstaat Assam tötete die Tierseuche bereits 13.000 Schweine in neun verschiedenen Distrikten des Landes.

Die ASP trifft die arme Landbevölkerung hart, die gleichzeitig auch mit den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu kämpfen hat. Laut mehrerer Presseberichte verzichten die Behörden in Assam deshalb bisher auf die vollständige Keulung aller Tiere. Nur offensichtlich kranke Tiere wurden getötet.

Über die Anordnung, in betroffenen Betrieben großflächig zu keulen, entscheiden die Experten später. Zunächst werde versucht, mit mehr Biosicherheit nicht erkrankte Tiere zu retten. Außerdem besteht ein Verbringungsverbote für Schweine und Schweinefleisch.

Mit rund 2 Mio. Tieren leben im Bundesstaat Assam die meisten Schweine in Indien.

6. Mai 2020: 70 neue ASP-Fälle in Polen

In Polen wütet die Afrikanische Schweinepest (ASP) bei den Wildschweinen unvermindert weiter. Die oberste Veterinärbehörde meldete in der letzten Woche landesweit 70 neue Fälle.

Insgesamt waren sieben Wojewodschaften betroffen. Auch unweit der deutsch-polnischen Grenze starben erneut Wildschweine an der Tierseuche. Diese Fälle betrafen die Landkreise Nowosolski, Zielona Góra und Wschowski.

Frühere Funde in diesen Regionen hatten um den Jahreswechsel und später für Aufsehen gesorgt, da sie teils nur wenige Kilometer von Brandenburg entfernt lagen. Der Landesbauernverband (LBV) Brandenburg hatte deshalb gestern die Errichtung einer festen Zaunanlage an der Grenze zu Polen gefordert.

Seit Jahresbeginn bestätigten die polnischen Behörden 2.229 ASP-Fälle bei Schwarzwild und somit nur unwesentlich weniger als im Vorjahreszeitraum.

Mit Material von AgE

4. Mai 2020: Verdacht auf ASP in Indien und 16 Ausbrüche in Rumänien

In den vergangenen Wochen war Rumänien das einzige Land, das offiziell neue Fälle der Afrikanischen Schweinepest bei Hausschweinen gemeldet hat. Allein vom 9. bis zum 27. April wurden 16 Ausbrüche der Tierseuche in Hinterhofhaltungen bestätigt. Pro Betrieb waren ein bis 25 Schweine betroffen. Insgesamt starben 86 Tiere durch die Seuche oder durch vorsorgliche Keulung.

In den Nordoststaaten Indiens wächst die Sorge vor einem ASP-Ausbruch. Dort seien über 2.000 Schweine verendet. Tierexperten haben den Verdacht, dass das ASP-Virus über Tibet eingeschleppt worden sein könnte. Die offiziellen Ergebnisse stehen allerdings noch aus.  

Update 6. Mai 2020: In Indien wurde die ASP offiziell bestätigt. Die Tests auf das Virus der Afrikanische Schweinepest im Bundesstaat Assam fielen positiv aus. Damit ist jetzt auch das letzte asiatische Land von der tödlichen Tierseuche betroffen.

22. April 2020: Die EU verzeichnet 4.476 neue ASP-Fälle

In nur drei Monaten meldeten die europäischen Staaten dem Tierseuchenmeldesystems der Europäischen Union (ADNS) 4.476 neue Ausbrüche der Afrikanische Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen. Besorgniserregend ist, dass das bereits mehr als die Hälfte, der im gesamten Jahr 2019 gemeldeten Fälle sind.

Damit seien die Zahlen der ADNS nicht sonderlich ermutigend wie das Onlineportal 3drei3.de schreibt. Besonders betroffen sei Polen mit bereits 1.976 bestätigten Ausbrüchen bei Wildschweinen. 

Beängstigend sei auch der Anstieg in Rumänien, Ungarn, Bulgarien und der Slowakei. In einigen dieser Länder habe die Zahl des ersten Quartals dieses Jahres bereits die Gesamtzahl des Jahres 2019 überstiegen. In Serbien trat bis dato kein Fall auf, jetzt seien es auf einen Schlag 40 Fälle bei Wildschweinen.

Einzig Estland mache Hoffnung. Dort gab es seit 2018 keinen Fall bei Hausschweinen und in diesem Jahr nur 20 infizierte Wildschweine.

Mit Material von ADNS, 3drei3

15. April 2020: ASP kehrt in zwei Regionen in China zurück

ASP-freie Länder im asiatisch-pazifischen Raum versuchen weiterhin, das Virus von ihren Regionen fernzuhalten, da weiterhin neue Ausbrüche in umliegenden Gebieten gemeldet werden. China bestätigte in diesem Jahr erstmals Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in den Regionen Chongqing und Gansu in China.

Anfang April verursachte die Seuche den Tod von 64 Schweinen auf einem Hof mit fast 300 Tieren in der Stadtgemeinde Chongqing. Die restlichen 234 Schweine wurden gekeult. Das geht aus dem offiziellen Bericht der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) hervor. Das ASP-Virus wurde zuletzt im November 2019 in Chongqing nachgewiesen.

In der Provinz Gansu wurden bei einer Kontrolle Ende März 67 tote Schweine in einem Fahrzeug mit 110 Tieren gefunden. Die restlichen Tiere wurden gekeult, nachdem das ASP-Virus bestätigt worden war. Auch in der Provinz Gansu wurde die ASP zuletzt im November 2019 nachgewiesen.

7. April 2020: Neuer ASP-Fall bei Hausschweinen in Polen

Auf einer Farm im Dorf im Więckowice in der Gemeinde Dopiewo soll der zweite Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in einem Hausschweinebestand aufgetreten sein. Etwa 10.000 Tiere seien davon betroffen.

Bereits Mitte März wurde ein Ausbruch in einem anderem Schweinebetrieb in Westpolen gemeldet. Beide Betriebe gehören dem selben Unternehmen an. Es gab daher Befürchtungen, dass sich das Virus über die Ferkel ausbreiten könnte, die bereits aus dem ersten betroffenen Unternehmen an den Betrieb in Więckowice verkauft wurden. Mittlerweile wurde der Betrieb positiv auf den Virus getestet.

Europa meldet 216 Fälle bei Hausschweinen seit Jahresbeginn

216 Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gab es in der Europäischen Union bei Hausschweinen im ersten Quartal 2020. Laut Daten des Tierseuchenmeldesystems (ADNS) sind das die Fälle einschließlich der Ukraine und Moldawien.

Mit Abstand die meisten davon ereigneten sich mit 194 Fällen in Rumänien. Es folgte Bulgarien (16 Virusnachweise). Die Zahl der betroffenen Schweine wird vom ADNS nicht erfasst.

Hoffnung macht, dass die Ausmaße der Ausbrüche tendenziell bisher unter dem Vorjahresniveau liegen. Werden die bestätigten Fälle des ersten Jahresviertels auf das Gesamtjahr hochgerechnet, ergibt sich eine Zahl von weniger als 900 betroffene Bestände. Im Jahr 2019 waren es insgesamt 1.911.

Anders sieht das leider bei den ASP-Nachweisen im Wildschweinebestand aus. Sie beliefen sich von Januar bis März 2020 auf 3.842 Fälle. Das sind bereits
jetzt mehr als doppelt so viele als im gesamten vergangenen Jahr (6.373 Nachweisen). Nach Angaben des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) nahm allein in der letzten Märzwoche die Zahl der entdeckten ASP-Ausbrüche bei Wildschweinen gegenüber der Vorwoche um 541 Fälle oder 16,5 Prozent zu.

Dafür sorgten insbesondere die deutlich gestiegenen Infektionszahlen in Polen und Ungarn. Diese Länder führen auch klar das Ranking mit den meisten Fällen in der EU an. Polen brachte es im ersten Quartal 2020 auf 1.715 ASP-Nachweise bei Wildschweinen, in Ungarn waren es 1.232.

Mit Material von AgE

Die Ukraine meldet sei Anfang 2020 sechs Ausbruchgeschehen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) sowohl bei Haus- als auch bei Wildschweinen. Unter anderem gab es drei Fälle in der Region Zaproizhia. In einem Betrieb waren rund 250 Schweine erkrankt, insgesamt mussten über 11.000 Tiere gekeult werden.

In Chernigov und Volyn fand man verendete Wildschweine, die positiv auf das Virus getestet wurden. In Vinnitsa, Kirovograd und Kherson traf die ASP kleinere Schweinebetriebe mit rund 500 beziehungsweise rund 300 Tieren, die gekeult werden mussten.

Die Chinesen meldeten offiziell einen erneuten Ausbruch in der Inneren Mongolei. Rund 200 Schweine mussten aufgrund der ASP gekeult werden.

Die Regierung von Papua-Neuguinea hat bestätigt, dass zum ersten Mal die Afrikanische Schweinepest (ASP) im Land ausgebrochen ist. Mehr als 300 Schweine im Hochland sind an der Tierseuche verendet.

In Papua-Neuguinea sind Schweine mehr als eine Nahrungsquelle. Sie sind auch ein entscheidender Teil der Kultur, ein Massensterben von Schweinen könnte zu sozialen Umwälzungen führen.

30. März 2020: ASP nur noch 10 km von Deutschland entfernt

Schon der Ausbruch der Afrikanische Schweinepest (ASP) in einem Ferkelerzeugerbetrieb nur 60 km Luftlinie zur deutschen Grenze war besorgniserregend. Jetzt meldeten die Behörden den Fund eines toten und mit ASP infizierten Wildschweins nur 10 km von Brandenburg und Sachsen entfernt. Das bestätigte das Bundeslandwirtschaftsministerium der ISN gegenüber.

Auch dieses Mal ist die Woiwodschaft Lebus betroffen: Das verendete Wildschwein wurde in der Nähe des Dorfes Miesków (Stadt Zary) gefunden. Es war laut bereits der dritte ASP-Fall bei Wildschweinen in der Region innerhalb nur einer Woche.

23. März 2020: Neuer ASP-Fall bei Hausschweinen in Polen

Laut Bundeslandwirtschaftsministerium ist nun ein Hausschweinebestand in Westpolen mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert. Ein Zuchtbetrieb mit über 23.000 Sauen und Ferkeln in Niedoradz in Westpolen ist betroffen.

Das Dorf liegt 78 km von der polnisch-deutschen Grenze entfernt. Der Fall wurde bereits dem Tierseuchenmeldesystem ADNS mitgeteilt. Die Behörden haben die sofortige Keulung des Bestandes angeordnet.

10. März 2020: Neue ASP-Fälle in Asien und Russland

In den vergangenen Tagen meldeten viele Länder in Asien und Europa neue Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Bis zum 1. März 2020 bestätigte die Europäische Kommission 160 Ausbrüche von ASP bei Hausschweinen seit Anfang des Jahres. Rumänien war mit 146 Fällen trauriger Spitzenreiter. Hier ein Überblick:

  • In Myanmar ist mit dem Bundesstaat Kachin eine neue Region von der tödlichen Tierseuche betroffen. Die Tiergesundheitsbehörde des Landes meldete der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) drei nachweislich an dem Virus verendete Schweine auf einem Hof mit insgesamt 365 Tieren. Kachin liegt im Norden Myanmars und grenzt an die chinesische Provinz Yunnan.
  • Südkorea: Nach den jüngsten Berichten des südkoreanischen Landwirtschaftsministeriums an die OIE wurden weitere 99 Wildschweine positiv auf das ASP-Virus getestet. Alle Tiere wurden in Gebieten gefunden, in denen schon vorher Fälle aufgetreten sind und die nahe an der Grenze zu Nordkorea liegen.
  • Auf den Philippinen berichtet die Philippinische Nachrichtenagentur von neuen Fällen in Camarines Sur, einer Provinz im Süden der Insel Luzon. Die Region Rizal gilt hingegen wieder als ASP-frei. 
  • Auch auf landwirtschaftliche Betrieben in Rumänien und Russland wurde die Afrikanische Schweinepest festgestellt. Rumänien meldete in den vergangenen Wochen erneut die meisten Ausbrüche. Insgesamt gab es neun Ausbrüche im Süden und Osten des Landes. Acht Hinterhofhaltungen und eine große Farm waren betroffen - dort mussten fast 24.000 Schweine gekeult werden. In Russland waren zwei Betriebe betroffen, 1.800 Tiere mussten gekeult werden.

6. März 2020: Fünf neue ASP-Ausbrüche in Moldawien

Seit September 2016 wütet die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Moldawien. Seit dem 01. März kam es alleine in diesem Land zu fünf neuen Ausbrüchen. Die meisten fanden innerhalb der Wildschweinpopulation statt. So meldete die Region Falesti fünf neue Funde. Es waren aber auch Hausschweine in Leova und Hincesti betroffen.

04. März 2020: China meldet ASP-Fälle bei Wildschweinen

Lange Zeit gab es aus China keine offiziellen Meldungen zu neuen Ausbrüchen der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Im Gegenteil: Forschern aus China scheint es gelungen zu sein, einen wirksamen Impfstoff gegen die ASP zu entwickeln.

Wie nötig ein Impfstoff ist, zeigen die neusten Entwicklungen in dem Land. So gab das chinesische Landwirtschaftsministerium bekannt, dass das Virus der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen in der Provinz Hubei nachgewiesen wurde. 7 Wildschweine wurden in der zentralchinesischen Provinz tot aufgefunden und positiv getestet.

Während der Hausschweinebestand in China aufgrund der tödlichen Tierseuche um 40 Prozent geschrumpft ist, waren Wildschweine eher selten betroffen.

Mit Material von Reuters

Neue ASP-Fälle in Rumänien

Alleine Rumänien meldete in jüngster Zeit mindestens 38 neue Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Laut der nationalen Veterinärbehörde ist auch eine große Schweinefarm in der zentralsüdlichen Region Arges betroffen. Dort starben 23 Schweine an der tödlichen Tierseuche, 41.800 Tier mussten gekeult werden. Zudem brach die ASP in 37 Hinterhofhaltungen aus. Dort waren rund 200 Schweine betroffen.

Auch die Ukraine meldet erneut Ausbrüche bei Hausschweinen. Nach einem ersten Fall der ASP in einer Hinterhofhaltung in Griechenland Anfang Februar wurden von dort bislang keine weiteren Ausbrüche gemeldet. Die Maßnahmen dort scheinen gegriffen zu haben.

 

14. Februar 2020: Möglicherweise erste ASP-Fall bei Hausschweinen in Westpolen

Update 17. Februar 2020: Der Verdacht in der polnischen Wojewodschaft Großpolen hat sich nicht bestätigt. Es bestand der Verdacht, dass sich auf einer Farm Hausschweine möglicherweise mit dem Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert haben könnten.

Südkorea meldet einen Anstieg der mit ASP infizierten Wildschweine. In der Nähe der nordkoreanischen Grenze wurden weitere sechs infizierte Wildschweinkadaver gefunden. Insgesamt gibt es jetzt 183 bestätigte Fälle.

11. Februar 2020: ASP überwindet auf den Philippinen 1.000 km

Die Afrikanischen Schweinepest (ASP) hat in den letzten Tagen im philippinischen Archipel einen großen Sprung auf eine weitere Insel gemacht. Das Virus wurde in den Provinzen Davao Occidental und Davao del Sur auf der südlichen Insel Mindanao gemeldet. Das sei über 1.000 km weiter südlich des nächsten bekannten Ausbruchortes auf der Insel Luzon.

Insgesamt sind auf den Philippinen seit September 2019 rund 187.500 Schweine an den Folgen des tödlichen Virus gestorben.

7. Februar 2020: Erster ASP-Ausbruch in Griechenland

Auch Griechenland meldet jetzt offiziell einen ersten Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Das Virus wurde bei Hausschweinen im Nordosten des Landes in der Region Serres gefunden. 

Die Region grenzt an Bulgarien, wo sich das Virus seit dem vergangenen Sommer bei Haus- und Wildschweinen ausbreitet. Griechenland konnte trotz höchster Alarmbereitschaft und verschiedenster Maßnahmen nicht verhindern, dass sich die ASP über die Grenze ausgebreitet hat.

Mit Material von Pig World

6. Februar 2020: Ausbruch in Bali offiziell bestätigt

Schon länger besteht der Verdacht, dass die Afrikanische Schweinepest (ASP) auch auf Bali wütet. Jetzt bestätigte die Leiterin der Behörde für Landwirtschaft und Lebensmittelsicherheit erstmals offiziell, dass hunderte von Schweinen auf der Insel an der tödlichen Tierseuche erkrankt und verendet sind. Die Labortest seien positiv gewesen. Die Behörden würden nun versuchen, die Ausbreitung der ASP einzudämmen.

27. Januar 2020: Neue Fälle in Asien

Die neuesten Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) melden unter anderem die Philippinen, Südkorea und Indonesien. 

  • Zum ersten Mal ist die ASP in der Provinz Bataan ausgebrochen. Vier Dörfer in der Gemeinde Dinalupihan und die Stadt Hermosa sind laut örtlichen Medien betroffen. Auch aus anderen Teilen des Landes, wie den Provinzen Tarlac und Pangasinan in Zentral-Luzon, werden neue Fälle gemeldet. Von offizieller Seite wurden die Fälle bislang allerdings nicht bestätigt.
  • In Südkorea ist der Schweinebestand auch im letzten Quartal 2019 leicht gesunken. Hauptursache ist die Keulung von rund 400.000 Schweinen aufgrund der ASP-Ausbrüche. Der letzte Fall bei Hausschweinen trat demnach im Oktober 2019 auf. Das Virus wird aber nach wie vor in Wildschweinen gefunden. Allein in der vergangenen Woche meldete das südkoreanische Landwirtschaftsministerium der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) weitere 17 Fälle in den Provinzen Gyeonggi und Gangwon an der Grenze zu Nordkorea.
  • In Indonesien gibt es ebenfalls kein Zeichen der Entspannung. Die Zahl der Todesfälle in der Provinz Nordsumatra ist auf 42.000 Schweine gestiegen.

22. Januar 2020: ASP nur noch 12 km von Deutschland entfernt.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) rückt in Polen immer näher an die deutsche Grenze heran: Ein totes infiziertes Wildschwein nur 12 km von der deutschen Grenze entfernt wurde jetzt bestätigt.

22. Januar 2020: Drei neue ASP-Ausbrüche in Serbien

In Serbien wurden drei neue ASP-Ausbrüche bei Wildschweinen bestätigt. Insgesamt 6 tote infizierte Wildschweine wurden im Gebiet der Kleinstadt Dimitrovgrad im Südosten Serbiens nahe der Grenze zu Bulgarien gefunden. Ein weitere Fall trat Kladovo im Osten des Landes auf. Die Stadt liegt direkt an der Donau und an der Grenze zu Rumänien.  

20. Januar 2020: 137 neue ASP-Fälle in Polen seit Jahresbeginn

Polen meldet alleine in den vergangenen 7 Tagen weitere 20 Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in der Wildschweinpopulation. Die meisten positiv getesteten Tiere wurden in der Woiwodschaft Lubuskie gefunden. Zudem trat die Tierseuche im Kreis Nowosolski sowie im Kreis Zielona Gora auf. Auch in der Woiwodschaft Großpolen wurden drei Fälle der Krankheit bestätigt. Seit Jahresbeginn zählt Polen somit schon insgesamt 137 ASP-Fälle.

Laut offizieller Berichte war 2019 für Osteuropa das bisher schlechteste Jahr in Bezug auf die Zahl der ASP-Ausbrüche. Die meisten Fälle bei Wildschweinen - insgesamt waren es in Europa 6.407 - meldete Polen (2.368) vor Ungarn (1.598) und Rumänien (683). Bei den Hausschweinen verzeichnet Rumänien mit 1.724 die meisten Ausbrüche, gefolgt von Polen (48) und Bulgarien (44). Hier wurden insgesamt 1.908 Fälle registriert.

Mit Material von ProMED, PigProgress

14. Januar 2020: ASP-Lage in Indonesien verschlechtert sich

In Indonesien ist die Lage in Bezug auf die Afrikanische Schweinepest (ASP) weiterhin ernst. Vor allem Nordsumatra ist betroffen. Inzwischen haben 18 Distrikte der Provinz laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) Fälle gemeldet. Mindestens 29.200 Tiere sind aufgrund der Seuche verendet oder wurden gekeult.

Zudem wurden in Südkorea neue Fälle in der Wildschweinpopulation bestätigt. Alle der insgesamt 58 Fälle traten nahe der Grenze zu Nordkorea auf.

In Vietnam scheint sich die Lage laut des Landwirtschaftsministeriums zu entspannen. Im Gegensatz zum Höhepunkt im Mai, als allein 1,3 Mio. Tiere aufgrund der Seuche gekeult wurden, waren es im November 2019 nur noch 40.000 Schweine. In etwa 80 Prozent der Gemeinden sei ASP erfolgreich bekämpft und die Schweinebranche könnte sich bis Februar oder März wieder normalisieren.

Auch China erklärte gegenüber der OIE, dass die ASP-Situation in den Provinzen Gansu, Guangxi, Hubei und Ningxia gelöst ist. Die letzten offiziell bestätigten Fälle stammen aus Ende Juli bis Mitte Oktober. Laut eines Berichts des Ministeriums kehre die Schweineproduktion in China wieder zur Normalität zurück. So gäbe es im Vergleich zum Vormonat wieder 2,2 Prozent mehr Zuchtsauen. 

Mit Material von wattglobalnews

10. Januar 2020: Weitere 39.600 Schweine in Bulgarien gekeult

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) plagt immer neue Gebiete in Bulgarien. In einer großen Industriefarm in der Region Warna im Nordosten müssen nun gut 39 600 Schweine getötet werden, wie das bulgarische Staatsfernsehen BNT am Donnerstag berichtete. Die Farm in dem Dorf Brestak ist einer von insgesamt vier neuen Seuchenherden in Bulgarien, die seit Anfang 2020 nachgewiesen wurden. 

9. Januar 2020: Mehr als 24.000 Schweine in Bulgarien gekeult

Die bulgarischen Behörden haben die Keulung von über 24.000 Schweinen angeordnet, um die Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP) unter Kontrolle zu halten, wie PigProgress berichtet. Die ASP wurde auf drei Farmen nachgewiesen - einem Großbetrieb und zwei kleineren Betrieben. Der Ausbruch auf dem größten der drei betroffenen Betrieben wurde am 3. Januar 2020 in der Nähe der Stadt Nikola Kozlevo im Norden der Provinz Schumen entdeckt. In dem Betrieb befanden sich 24.000 Schweine, von denen insgesamt 64 Tiere an ASP verendet sind. Der Rest wurde gekeult. Darüber Hinaus wurde am 30. Dezember 2019 auch auf zwei kleineren Betrieben das ASP-Virus nachgewiesen. Diese Fälle traten im Süden derselben Provinz in der Nähe der Stadt Byal Bryag auf, die etwa 80 km südlich des anderen Ausbruchs liegt.

03. Januar 2020: Acht neue Fälle in Polen / ASP nur noch 21 Kilometer vor deutscher Grenze

In Polen wurden zum Jahreswechsel weitere Wildschwein-Kadaver mit dem Erreger der Afrikanischen Schweinepest entdeckt.

Ein positiv getesteter Wildschwein-Kadaver wurde nach Angaben des Bundesagrarministeriums vom 2. Januar etwa 21 Kilometer von der Grenze entfernt gefunden.

Insgesamt seien dem Ministerium acht neue Schweinepest-Fälle von den polnischen Behörden angezeigt worden. Ein weiteres mit dem Virus infiziertes totes Wildschwein lag demnach 32 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Bisher betrug die kürzeste Entfernung eines bekannten Falles in Polen zur Grenze nach Deutschland 40 Kilometer.

Nach Informationen der polnischen Zeitung «Gazeta Wyborcza», die sich auf Angaben der Veterinärbehörde stützt, sollen zwei der neuen Fälle im Kreis Zary aufgetreten seien. Die Stadt Zary (deutsch: Sorau) liegt südöstlich von Cottbus (Brandenburg)und nordöstlich von Bad Muskau (Sachsen) Dem Blatt zufolge ist nicht klar, ob die Wildschweine verendet sind oder abgeschossen wurden.

Das polnische Parlament hatte in seiner letzten Sitzung vor Weihnachten eine Gesetzesreform verabschiedet, die den Einsatz von Polizisten, Grenzschützern und Soldaten zum Abschuss von Wildschweinen ermöglicht.

Im Grenzgebiet zu Polen besteht nach Einschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) vom 23. Dezember 2019 ein hohes Risiko, dass die Schweinepest durch wandernde Wildschweine auf Deutschland übergreift. Die Behörden beider Länder stehen dazu im Austausch, nach Angaben der Bundesregierung ist Deutschland auf den Ernstfall vorbereitet.