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Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Stand 30. März 2020

Afrikanische Schweinepest: Die aktuellen Fälle

Wildschwein-Frischlinge-Herbst-Nebe
am Dienstag, 31.03.2020 - 09:20

Die Afrikanische Schweinepest kommt nicht zur Ruhe. In Polen gab es jetzt einen Fall nur 10 km von der deutschen Grenze entfernt. Und Papua-Neuguinea meldet einen ersten Fall.

Die Regierung von Papua-Neuguinea hat bestätigt, dass zum ersten Mal die Afrikanische Schweinepest (ASP) im Land ausgebrochen ist. Mehr als 300 Schweine im Hochland sind an der Tierseuche verendet.

In Papua-Neuguinea sind Schweine mehr als eine Nahrungsquelle. Sie sind auch ein entscheidender Teil der Kultur, ein Massensterben von Schweinen könnte zu sozialen Umwälzungen führen.

30. März 2020: ASP nur noch 10 km von Deutschland entfernt

Schon der Ausbruch der Afrikanische Schweinepest (ASP) in einem Ferkelerzeugerbetrieb nur 60 km Luftlinie zur deutschen Grenze war besorgniserregend. Jetzt meldeten die Behörden den Fund eines toten und mit ASP infizierten Wildschweins nur 10 km von Brandenburg und Sachsen entfernt. Das bestätigte das Bundeslandwirtschaftsministerium der ISN gegenüber.

Auch dieses Mal ist die Woiwodschaft Lebus betroffen: Das verendete Wildschwein wurde in der Nähe des Dorfes Miesków (Stadt Zary) gefunden. Es war laut bereits der dritte ASP-Fall bei Wildschweinen in der Region innerhalb nur einer Woche.

23. März 2020: Neuer ASP-Fall bei Hausschweinen in Polen

Laut Bundeslandwirtschaftsministerium ist nun ein Hausschweinebestand in Westpolen mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert. Ein Zuchtbetrieb mit über 23.000 Sauen und Ferkeln in Niedoradz in Westpolen ist betroffen.

Das Dorf liegt 78 km von der polnisch-deutschen Grenze entfernt. Der Fall wurde bereits dem Tierseuchenmeldesystem ADNS mitgeteilt. Die Behörden haben die sofortige Keulung des Bestandes angeordnet.

10. März 2020: Neue ASP-Fälle in Asien und Russland

In den vergangenen Tagen meldeten viele Länder in Asien und Europa neue Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Bis zum 1. März 2020 bestätigte die Europäische Kommission 160 Ausbrüche von ASP bei Hausschweinen seit Anfang des Jahres. Rumänien war mit 146 Fällen trauriger Spitzenreiter. Hier ein Überblick:

  • In Myanmar ist mit dem Bundesstaat Kachin eine neue Region von der tödlichen Tierseuche betroffen. Die Tiergesundheitsbehörde des Landes meldete der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) drei nachweislich an dem Virus verendete Schweine auf einem Hof mit insgesamt 365 Tieren. Kachin liegt im Norden Myanmars und grenzt an die chinesische Provinz Yunnan.
  • Südkorea: Nach den jüngsten Berichten des südkoreanischen Landwirtschaftsministeriums an die OIE wurden weitere 99 Wildschweine positiv auf das ASP-Virus getestet. Alle Tiere wurden in Gebieten gefunden, in denen schon vorher Fälle aufgetreten sind und die nahe an der Grenze zu Nordkorea liegen.
  • Auf den Philippinen berichtet die Philippinische Nachrichtenagentur von neuen Fällen in Camarines Sur, einer Provinz im Süden der Insel Luzon. Die Region Rizal gilt hingegen wieder als ASP-frei. 
  • Auch auf landwirtschaftliche Betrieben in Rumänien und Russland wurde die Afrikanische Schweinepest festgestellt. Rumänien meldete in den vergangenen Wochen erneut die meisten Ausbrüche. Insgesamt gab es neun Ausbrüche im Süden und Osten des Landes. Acht Hinterhofhaltungen und eine große Farm waren betroffen - dort mussten fast 24.000 Schweine gekeult werden. In Russland waren zwei Betriebe betroffen, 1.800 Tiere mussten gekeult werden.

6. März 2020: Fünf neue ASP-Ausbrüche in Moldawien

Seit September 2016 wütet die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Moldawien. Seit dem 01. März kam es alleine in diesem Land zu fünf neuen Ausbrüchen. Die meisten fanden innerhalb der Wildschweinpopulation statt. So meldete die Region Falesti fünf neue Funde. Es waren aber auch Hausschweine in Leova und Hincesti betroffen.

04. März 2020: China meldet ASP-Fälle bei Wildschweinen

Lange Zeit gab es aus China keine offiziellen Meldungen zu neuen Ausbrüchen der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Im Gegenteil: Forschern aus China scheint es gelungen zu sein, einen wirksamen Impfstoff gegen die ASP zu entwickeln.

Wie nötig ein Impfstoff ist, zeigen die neusten Entwicklungen in dem Land. So gab das chinesische Landwirtschaftsministerium bekannt, dass das Virus der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen in der Provinz Hubei nachgewiesen wurde. 7 Wildschweine wurden in der zentralchinesischen Provinz tot aufgefunden und positiv getestet.

Während der Hausschweinebestand in China aufgrund der tödlichen Tierseuche um 40 Prozent geschrumpft ist, waren Wildschweine eher selten betroffen.

Mit Material von Reuters

Neue ASP-Fälle in Rumänien

Alleine Rumänien meldete in jüngster Zeit mindestens 38 neue Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Laut der nationalen Veterinärbehörde ist auch eine große Schweinefarm in der zentralsüdlichen Region Arges betroffen. Dort starben 23 Schweine an der tödlichen Tierseuche, 41.800 Tier mussten gekeult werden. Zudem brach die ASP in 37 Hinterhofhaltungen aus. Dort waren rund 200 Schweine betroffen.

Auch die Ukraine meldet erneut Ausbrüche bei Hausschweinen. Nach einem ersten Fall der ASP in einer Hinterhofhaltung in Griechenland Anfang Februar wurden von dort bislang keine weiteren Ausbrüche gemeldet. Die Maßnahmen dort scheinen gegriffen zu haben.

 

14. Februar 2020: Möglicherweise erste ASP-Fall bei Hausschweinen in Westpolen

Update 17. Februar 2020: Der Verdacht in der polnischen Wojewodschaft Großpolen hat sich nicht bestätigt. Es bestand der Verdacht, dass sich auf einer Farm Hausschweine möglicherweise mit dem Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert haben könnten.

Südkorea meldet einen Anstieg der mit ASP infizierten Wildschweine. In der Nähe der nordkoreanischen Grenze wurden weitere sechs infizierte Wildschweinkadaver gefunden. Insgesamt gibt es jetzt 183 bestätigte Fälle.

11. Februar 2020: ASP überwindet auf den Philippinen 1.000 km

Die Afrikanischen Schweinepest (ASP) hat in den letzten Tagen im philippinischen Archipel einen großen Sprung auf eine weitere Insel gemacht. Das Virus wurde in den Provinzen Davao Occidental und Davao del Sur auf der südlichen Insel Mindanao gemeldet. Das sei über 1.000 km weiter südlich des nächsten bekannten Ausbruchortes auf der Insel Luzon.

Insgesamt sind auf den Philippinen seit September 2019 rund 187.500 Schweine an den Folgen des tödlichen Virus gestorben.

7. Februar 2020: Erster ASP-Ausbruch in Griechenland

Auch Griechenland meldet jetzt offiziell einen ersten Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Das Virus wurde bei Hausschweinen im Nordosten des Landes in der Region Serres gefunden. 

Die Region grenzt an Bulgarien, wo sich das Virus seit dem vergangenen Sommer bei Haus- und Wildschweinen ausbreitet. Griechenland konnte trotz höchster Alarmbereitschaft und verschiedenster Maßnahmen nicht verhindern, dass sich die ASP über die Grenze ausgebreitet hat.

Mit Material von Pig World

6. Februar 2020: Ausbruch in Bali offiziell bestätigt

Schon länger besteht der Verdacht, dass die Afrikanische Schweinepest (ASP) auch auf Bali wütet. Jetzt bestätigte die Leiterin der Behörde für Landwirtschaft und Lebensmittelsicherheit erstmals offiziell, dass hunderte von Schweinen auf der Insel an der tödlichen Tierseuche erkrankt und verendet sind. Die Labortest seien positiv gewesen. Die Behörden würden nun versuchen, die Ausbreitung der ASP einzudämmen.

27. Januar 2020: Neue Fälle in Asien

Die neuesten Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) melden unter anderem die Philippinen, Südkorea und Indonesien. 

  • Zum ersten Mal ist die ASP in der Provinz Bataan ausgebrochen. Vier Dörfer in der Gemeinde Dinalupihan und die Stadt Hermosa sind laut örtlichen Medien betroffen. Auch aus anderen Teilen des Landes, wie den Provinzen Tarlac und Pangasinan in Zentral-Luzon, werden neue Fälle gemeldet. Von offizieller Seite wurden die Fälle bislang allerdings nicht bestätigt.
  • In Südkorea ist der Schweinebestand auch im letzten Quartal 2019 leicht gesunken. Hauptursache ist die Keulung von rund 400.000 Schweinen aufgrund der ASP-Ausbrüche. Der letzte Fall bei Hausschweinen trat demnach im Oktober 2019 auf. Das Virus wird aber nach wie vor in Wildschweinen gefunden. Allein in der vergangenen Woche meldete das südkoreanische Landwirtschaftsministerium der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) weitere 17 Fälle in den Provinzen Gyeonggi und Gangwon an der Grenze zu Nordkorea.
  • In Indonesien gibt es ebenfalls kein Zeichen der Entspannung. Die Zahl der Todesfälle in der Provinz Nordsumatra ist auf 42.000 Schweine gestiegen.

22. Januar 2020: ASP nur noch 12 km von Deutschland entfernt.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) rückt in Polen immer näher an die deutsche Grenze heran: Ein totes infiziertes Wildschwein nur 12 km von der deutschen Grenze entfernt wurde jetzt bestätigt.

22. Januar 2020: Drei neue ASP-Ausbrüche in Serbien

In Serbien wurden drei neue ASP-Ausbrüche bei Wildschweinen bestätigt. Insgesamt 6 tote infizierte Wildschweine wurden im Gebiet der Kleinstadt Dimitrovgrad im Südosten Serbiens nahe der Grenze zu Bulgarien gefunden. Ein weitere Fall trat Kladovo im Osten des Landes auf. Die Stadt liegt direkt an der Donau und an der Grenze zu Rumänien.  

20. Januar 2020: 137 neue ASP-Fälle in Polen seit Jahresbeginn

Polen meldet alleine in den vergangenen 7 Tagen weitere 20 Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in der Wildschweinpopulation. Die meisten positiv getesteten Tiere wurden in der Woiwodschaft Lubuskie gefunden. Zudem trat die Tierseuche im Kreis Nowosolski sowie im Kreis Zielona Gora auf. Auch in der Woiwodschaft Großpolen wurden drei Fälle der Krankheit bestätigt. Seit Jahresbeginn zählt Polen somit schon insgesamt 137 ASP-Fälle.

Laut offizieller Berichte war 2019 für Osteuropa das bisher schlechteste Jahr in Bezug auf die Zahl der ASP-Ausbrüche. Die meisten Fälle bei Wildschweinen - insgesamt waren es in Europa 6.407 - meldete Polen (2.368) vor Ungarn (1.598) und Rumänien (683). Bei den Hausschweinen verzeichnet Rumänien mit 1.724 die meisten Ausbrüche, gefolgt von Polen (48) und Bulgarien (44). Hier wurden insgesamt 1.908 Fälle registriert.

Mit Material von ProMED, PigProgress

14. Januar 2020: ASP-Lage in Indonesien verschlechtert sich

In Indonesien ist die Lage in Bezug auf die Afrikanische Schweinepest (ASP) weiterhin ernst. Vor allem Nordsumatra ist betroffen. Inzwischen haben 18 Distrikte der Provinz laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) Fälle gemeldet. Mindestens 29.200 Tiere sind aufgrund der Seuche verendet oder wurden gekeult.

Zudem wurden in Südkorea neue Fälle in der Wildschweinpopulation bestätigt. Alle der insgesamt 58 Fälle traten nahe der Grenze zu Nordkorea auf.

In Vietnam scheint sich die Lage laut des Landwirtschaftsministeriums zu entspannen. Im Gegensatz zum Höhepunkt im Mai, als allein 1,3 Mio. Tiere aufgrund der Seuche gekeult wurden, waren es im November 2019 nur noch 40.000 Schweine. In etwa 80 Prozent der Gemeinden sei ASP erfolgreich bekämpft und die Schweinebranche könnte sich bis Februar oder März wieder normalisieren.

Auch China erklärte gegenüber der OIE, dass die ASP-Situation in den Provinzen Gansu, Guangxi, Hubei und Ningxia gelöst ist. Die letzten offiziell bestätigten Fälle stammen aus Ende Juli bis Mitte Oktober. Laut eines Berichts des Ministeriums kehre die Schweineproduktion in China wieder zur Normalität zurück. So gäbe es im Vergleich zum Vormonat wieder 2,2 Prozent mehr Zuchtsauen. 

Mit Material von wattglobalnews

10. Januar 2020: Weitere 39.600 Schweine in Bulgarien gekeult

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) plagt immer neue Gebiete in Bulgarien. In einer großen Industriefarm in der Region Warna im Nordosten müssen nun gut 39 600 Schweine getötet werden, wie das bulgarische Staatsfernsehen BNT am Donnerstag berichtete. Die Farm in dem Dorf Brestak ist einer von insgesamt vier neuen Seuchenherden in Bulgarien, die seit Anfang 2020 nachgewiesen wurden. 

9. Januar 2020: Mehr als 24.000 Schweine in Bulgarien gekeult

Die bulgarischen Behörden haben die Keulung von über 24.000 Schweinen angeordnet, um die Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP) unter Kontrolle zu halten, wie PigProgress berichtet. Die ASP wurde auf drei Farmen nachgewiesen - einem Großbetrieb und zwei kleineren Betrieben. Der Ausbruch auf dem größten der drei betroffenen Betrieben wurde am 3. Januar 2020 in der Nähe der Stadt Nikola Kozlevo im Norden der Provinz Schumen entdeckt. In dem Betrieb befanden sich 24.000 Schweine, von denen insgesamt 64 Tiere an ASP verendet sind. Der Rest wurde gekeult. Darüber Hinaus wurde am 30. Dezember 2019 auch auf zwei kleineren Betrieben das ASP-Virus nachgewiesen. Diese Fälle traten im Süden derselben Provinz in der Nähe der Stadt Byal Bryag auf, die etwa 80 km südlich des anderen Ausbruchs liegt.

03. Januar 2020: Acht neue Fälle in Polen / ASP nur noch 21 Kilometer vor deutscher Grenze

In Polen wurden zum Jahreswechsel weitere Wildschwein-Kadaver mit dem Erreger der Afrikanischen Schweinepest entdeckt.

Ein positiv getesteter Wildschwein-Kadaver wurde nach Angaben des Bundesagrarministeriums vom 2. Januar etwa 21 Kilometer von der Grenze entfernt gefunden.

Insgesamt seien dem Ministerium acht neue Schweinepest-Fälle von den polnischen Behörden angezeigt worden. Ein weiteres mit dem Virus infiziertes totes Wildschwein lag demnach 32 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Bisher betrug die kürzeste Entfernung eines bekannten Falles in Polen zur Grenze nach Deutschland 40 Kilometer.

Nach Informationen der polnischen Zeitung «Gazeta Wyborcza», die sich auf Angaben der Veterinärbehörde stützt, sollen zwei der neuen Fälle im Kreis Zary aufgetreten seien. Die Stadt Zary (deutsch: Sorau) liegt südöstlich von Cottbus (Brandenburg)und nordöstlich von Bad Muskau (Sachsen) Dem Blatt zufolge ist nicht klar, ob die Wildschweine verendet sind oder abgeschossen wurden.

Das polnische Parlament hatte in seiner letzten Sitzung vor Weihnachten eine Gesetzesreform verabschiedet, die den Einsatz von Polizisten, Grenzschützern und Soldaten zum Abschuss von Wildschweinen ermöglicht.

Im Grenzgebiet zu Polen besteht nach Einschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) vom 23. Dezember 2019 ein hohes Risiko, dass die Schweinepest durch wandernde Wildschweine auf Deutschland übergreift. Die Behörden beider Länder stehen dazu im Austausch, nach Angaben der Bundesregierung ist Deutschland auf den Ernstfall vorbereitet.

27. Dezember 2019: Neue Fälle in Moldawien, Rumänien und Südkorea

Die Afrikanische Schweinepest hat auch über die Weihnachtsfeiertage keine Ruhe gegeben:

  • Moldawien meldet einen Fall mit fünf toten ASP-infizierten Wildschweinen im Nordwesten des Landes nahe der Grenze zu Rumänien. 
  • Das rumänische Landwirtschaftsministerium hat der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) insgesamt 27 Ausbrüche bei Hausschweinen bestätigt. Alle traten seit Anfang Dezember auf.
  • Zwei neue Fälle der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen traten in Südkorea auf. Die Karkassen wurden nahe der innerkoreanischen Grenzstadt Paju gefunden. Die Zahl der infizierten Tiere ist damit in Paju auf 19 gestiegen, insgesamt sind es offiziell 50 Fälle in dem Land.   

20. Dezember 2019: Neuer Fall in Belgien und 28.000 tot Schwein in Indonesien

In Belgien wurde die infizierte Karkasse eines Wildschweins rund 2 km außerhalb der inneren Beobachtungszone gefunden. Das geht aus den Daten hervor, die der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) vorliegen und wurde vom Landwirtschaftsministerium der Wallonie bestätigt.

Anfang Dezember fand man die Knochen eines Tieres, das bereits drei bis sechs Monate tot gewesen sein muss, in der Nähe des Dorfes Assenois. Es ist der erste Fund eines ASP-positiven Kadavers in der Gemeinde Neufchâteau. Möglicherweise wurde das Tier bei einer Suche aufgrund der dichten Vegetation übersehen. Das innere Beobachtungsgebiet wird als Folge dieses Fundes erweitert, bestätigten die Behörden.

In Indonesien hat die Afrikanische Schweinepest inzwischen über 28.000 Schweine getötet. Laut OIE sind vor allem in der indonesischen Provinz Nordsumatra 392 Hinterhofhaltungen von der Tierseuche betroffen. Insgesamt wurde die ASP laut Pig Progress damit in 12 Länder Asiens offiziell bestätigt: China, Vietnam, Russland, Mongolei, Nordkorea, Südkorea, Kambodscha, Laos, Myanmar, die Philippinen, Osttimor und Indonesien.

16. Dezember 2019: Erneut Fälle in China und Nord-Sumatra

Auch asiatische Länder melden weiter Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP). So wurden in der chinesischen Provinz Shaanxi, die in der Mitte des Landes liegt, tote Wildschweine untersucht. In neun Fällen bestätigte sich der Verdacht auf die tödliche Tierseuche. 

Im indonesischen Nord-Sumatra bleibt die Lage angespannt. Das Landwirtschaftsministerium bestätigte jetzt nach einem ersten Fund Mitte November weitere Fälle der Afrikanischen Schweinepest. Um die Seuche einzudämmen arbeite man mit der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinigten Nationen (FAO) zusammen.  

06. Dezember 2019: Besorgnis über ASP in Polen wächst

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet den Polen große Sorgen. Drei Wochen nach einem Ausbruch in der polnischen Woiwodschaft Lebus wurde am Donnerstag erstmals in der Woiwodschaft Großpolen der Erreger bei einem verendeten Wildschwein festgestellt.

Das Tier wurde laut Nachrichtenagentur PAP in der Nähe der Ortschaft Keblowo rund 70 km südwestlich von Posen (Poznan) entdeckt.

Das sei zwar wieder weiter von der deutschen Grenze entfernt, aber die polnischen Behörden sind sehr besorgt, da in der Region Großpolen 3,5 Mio. Hausschweine gehalten werden.

Erst am Dienstag war der Virus bei einem toten Wildschwein in der Nähe Nowogrod Bobrzanski in der Woiwodschaft Lebus gefunden worden. Dieser Ort liegt nur gut 42 km von der deutsch-polnischen Grenze entfernt.

Mit Material von dpa

20. November 2019: 18 neue ASP-Fälle in Polen

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat einen großen Sprung in Richtung Deutschland gemacht: Innerhalb weniger Tage bestätigte die oberste Veterinärbehörde den Nachweis des Virus bei zwei Wildschweinen in der westpolnischen Wojewodschaft Lebus.

Zwischen den bisherigen Seuchengebiet in Polen und der neuen Zone liegen rund 250 km. Außerdem liegt der neue Seuchenherd nur knapp 80 km von der deutsch-polnischen Grenze entfernt. 

Update: Inzwischen haben die Behörden bei 18 tot aufgefundenen Wildschweinen den Fund des ASP-Virus bestätigt. Alle Tiere wurden innerhalb des kontaminierten Gebiets und der ausgewiesenen Pufferzone gefunden. Seit vergangenen Donnerstag ist die Zahl der an ASP verendeten Wildschweine somit auf 20 gestiegen.

Um das Finden infizierter Tiere zu beschleunigen, ist auch die polnische Armee mit Sucheinheiten im Infektionsgebiet unterstützend tätig. Außerdem wurde mit dem Bau eines Zauns um den ersten Fundort begonnen. Die Errichtung eines zweiten Zauns um die Pufferzone ist ebenfalls beschlossen.

Mit Material von AgE

12. November 2019: Erster offizieller ASP-Fall in Indonesien

Die Lage in Indonesien ist seit Wochen unübersichtlich: An tausenden von toten Schweinen in Nordsumatra wurden Labortests durchgeführt. Jetzt bestätigten Beamte des indonesischen Landwirtschaftsministeriums, dass das Land einen ersten Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) hat.

Bereits seit Anfang September wurde die Klassischen Schweinepest in Indonesien vermutet. Angeblich starben mehr als 4.000 Schweine. Jetzt zeigen die Ergebnisse der klinischen Studien und Labortests, dass es sich um die Afrikanische Schweinepest handelt - auch wenn es gleichzeitig einige Fälle der klassischen Schweinepest gab.

04. November 2019: Neue Fälle in Asien und Belgien

In der Provinz Luxemburg in Belgien wurde Ende Oktober im Beobachtungsgebiet ein totes Wildschwein gefunden, das mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert war. Es war der erste Fund nach fast zwei Monaten. An den Anfang Oktober getroffenen Maßnahmen zur Bekämpfung ändert der Fund nichts, allerdings wird die Frist für die Tilgung der ASP in dem Land erneute um mehrere Wochen verlängert. Erst wenn 12 Monate lang kein neues infiziertes Tier gefunden werde, könne man von der Ausrottung des Virus sprechen.

Auch die Philippinen melden weiterhin neue Fälle der tödlichen Tierseuche. Dort sorgt ASP für Verluste von umgerechnet fast 18 Mio. Euro pro Monat. Inzwischen sind 60.000 Tiere gestorben oder mussten gekeult werden.

In Südkorea ist die Zahl der Fälle bei Wildschweinen auf insgesamt 20 angestiegen. Alle infizierten Tiere wurden nahe der innerkoreanischen Grenze gefunden. Deshalb mobilisiert das Land militärische Scharfschützen und Zivilisten, um Wildschweine in der Nähe der Grenze zu jagen und so die Verbreitung von ASP einzudämmen. Auch Drohnen sollen entlang der entmilitarisierten Zone zum Einsatz kommen. Unabhängig davon bestätigte das Land seit Mitte September diesen Jahres 14 ASP-Fälle in schweinehaltenden Betrieben.

22. Oktober 2019: 11. ASP-Fall in Südkorea bei Wildschweinen

Die Behörden in Südkorea bestätigen den 11. ASP-Ausbruch bei Wildschweinen nahe der Grenze zu Nordkorea. Sie sind sehr besorgt über diese Entwicklung.

Gleichzeitig wird mit aller Macht versucht, ein Ausbreiten der Tierseuche in andere Gebiete zu verhindern. So genannte Quarantäne-Beamte veranlassen und überwachen die Jagd auf Wildschweine. Es werden unter anderem Jäger und Militär eingesetzt sowie Fallen installiert. Die Behörden haben nach eigenen Angaben seit Mitte Oktober fast 3.000 Wildschweine gejagt.

Neue Hausschweinebestände sind seit dem 14. bestätigten Fall Anfang Oktober nicht betroffen.

21. Oktober 2019: ASP auf den Philippinen auf dem Vormarsch

Auf den Philippinen sind zwei weitere Provinzen von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) betroffen. Neue Fälle wurden am vergangenen Freitag (18.10.19) in einigen Gebieten in Cavite, südlich der Hauptstadt Manila, und in Nueva Ecija auf der Insel Luzon bekannt. Mit den neuen Fällen haben die Philippinen als siebtgrößter Schweineimporteur weltweit ihre Quarantänebestimmungen weiter verschärft, um die inländische Schweinehaltung vor einem Ausbreiten der ASP zu schützen. Zudem haben einige nicht betroffene Provinzen in den Mittel- und Südphilippinen ein Verbot von Schweinefleisch und Schweinefleischprodukten aus dem Großraum Manila und anderen vom Virus betroffenen Provinzen verhängt.

10. Oktober 2019: Neue Fälle in Asien

In den vergangenen Wochen gab es relativ wenige Updates zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) aus Asien. Jetzt melden unter anderem Laos und Südkorea der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) offiziell neue Fälle.

  • Südkorea berichtet von fünf neuen Ausbrüchen bei Hausschweinen, alle sehr nahe der Grenze zu Nordkorea. Insgesamt wurden an diesen fünf Standorten über 7.500 Schweine gekeult. Besorgniserregend ist der Fund eines toten, mit dem ASP-Virus infizierten Wildschweins in der entmilitarisierten Zone nur 2 km von der Grenze zu Nordkorea entfernt, aber 32 km nordöstlich des nächsten, bekannten Falls in einem Hausschweinebestand. Die Sorge steigt, dass die tödliche Tierseuche in der Wildschweinpopulation endemisch wird. Insgesamt gab es in Südkorea 14 Ausbrüche, 23.000 Tiere mussten gekeult werden.
  • Auch Laos meldet neun neue Ausbrüche der ASP. Die Seuche tritt in verschiedenen Dörfern im ganzen Land auf. Neu hinzugekommen ist die südlichste Provinz Champasack. Nur 15 km von der Grenze zu Thailand entfernt, wurde ein Ausbruch gemeldet. 
  • Die Tierseuchen-Situation auf den Philippinen ist schwer abzuschätzen. Bis jetzt gibt es nur einen offiziell gemeldeten Ausbruch, aber philippinische Quellen sprechen von mindestens fünf betroffenen Provinzen.
Mit Material von Pig Progress

04. Oktober 2019: Mehrere neue Fälle in Rumänien

In Rumänien scheint die Afrikanische Schweinepest einem neuen Höhepunkt entgegen zustreben. Seit etwa einem Jahr wütet die Tierseuche in dem Land. Jetzt sind vermehrt Hausschweinebestände von dem tödlichen Virus betroffen. 

Auch aus Moldawien wurde ein neuer Fall bei Hausschweinen bestätigt.

02. Oktober 2019: Sorge aufgrund neu-infizierter Wildschweine in Polen

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) flaute in polnischen Schweinehaltungen zuletzt etwas ab. Vor dem 46. Fall bei Hausschweinen in diesem Jahr hatte es fast einen Monat lang keinen bestätigten Fall gegeben. Fachleute waren mit Blick auf Erfahrungen aus den letzten Jahren vom Ende der diesjährigen „ASP-Saison“ bei Nutztieren ausgegangen.

Bei den Wildschweinen sieht es allerdings anders aus. Die zuständigen Stellen registrierten in den vergangenen zwei Wochen weitere 32 ASP-Fälle mit insgesamt 35 Wildschweinen. Auffällig sei, dass bei mehr als der Hälfte der Tiere ASP-Antikörper nachgewiesen werden konnten. Bisher lag der Anteil solcher Fälle deutlich geringer. Sollte die Zahl solcher teilresistenter und damit noch lange mobiler Tiere tatsächlich zunehmen, könnte dies die Ausbreitung der Seuche befördern.

01. Oktober 2019: Hunderte Ausbrüche in Ost-Timor – Südkorea setzt Militär zur Bekämpfung ein

Die Insel Timor ist die größte der Kleinen Sundainseln in Südostasien. Jetzt wurden in Ost-Timor gleich mehrere Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest gemeldet. Etwa 44.000 Schweine sollen insgesamt in der Gegend gehalten werden.

In Südkorea wurden ungefähr zeitgleich Hunderte von Soldaten angewiesen, an der Grenze zu Nordkorea Wildschweine einzufangen, um eine Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern. Jedoch dürften die Soldaten die Tiere nicht erlegen, da dies einen Verstoß gegen das Waffenstillstandsabkommen darstellen würde.

25. September 2019: Südkorea meldet vierten Ausbruch der ASP

Erst vor knapp einer Woche bestätigte Südkorea den ersten Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Jetzt wurde das Virus auf einem Schweinebetrieb 40 km nördlich von der Hauptstadt Seoul nachgewiesen. Das ist bereits der vierte bestätigte Ausbruch der tödlichen Viruserkrankung. 

Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums mussten seit dem ersten Ausbruch 15.000 Schweine gekeult werden. Das Land ist seit dem in höchster Alarmbereitschaft und hat die Desinfektionsmaßnahmen verstärkt. 

Mit Material von The Pig Site

20. September 2019: Zweiter ASP-Fall in Südkorea

Südkorea meldete innerhalb weniger Tage den zweiten Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Der Schweinezuchtbetrieb liegt in Yeoncheon, lediglich 50 km von dem ersten betroffenen Betrieb in Paju entfernt.

Auf den Philippinen ist Filmmaterial aufgetaucht, auf dem zu sehen ist, wie Schweinekarkassen im Fluss Marikini treiben. Der Fluss liegt in unmittelbarer Nähe der Hauptstadt Manila, also der Region, aus der die ersten Ausbrüche gemeldet wurden. Es wird von bis zu 70 Kadavern berichtet, die teilweise von Helfern an Land gezogen und in Gruben begraben wurden. 

Mit Material von Pig Progress

18. September 2019: Südkorea meldet ersten Fall der Afrikanischen Schweinepest

Stand still in Südkorea: Nach der Bestätigung des ersten Falls der Afrikanischen Schweinepest (ASP) hat das Landwirtschaftsministerium ein 48-stündiges, landesweites Verbot für Schweinetransporte angeordnet. 

Der Verdacht auf ASP bei fünf toten Schweine auf einem Betrieb nahe der nordkoreanischen Grenze wurde vom südkoreanischen Ministerium offiziell bestätigt, der Ausbruch der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) gemeldet. 

Auf dem Betrieb in der Nähe von Paju wurden 2.400 Schweine gekeult. Um eine Ausbreitung der Seuche zu verhindern, wurden außerdem 1.500 Schweine auf zwei weiteren Betrieben desselben Besitzers gekeult.

16. September 2019: Ghana meldet erstmals dieses Jahr Fälle der Afrikanischen Schweinepest

Ghana ist dieses Jahr nach Südafrika und Simbabwe das dritte afrikanische Land, das Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) meldet. Die Fälle traten in zwei Bezirken der Westregion auf. Die Region grenzt an die Elfenbeinküste. Weitere Einzelheiten wurden bislang nicht bekannt.

In Südafrika wurden drei neue ASF-Ausbrüche gemeldet. Die Gesamtzahl der Ausbrüche steigt damit seit April dieses Jahres auf 16. Insgesamt verendeten 3.000 Tiere an der Tierseuche oder wurden vorsorglich gekeult. Die jüngsten Fälle ereigneten sich unter anderem in der Provinz Gauteng. Dort sind 800 Tiere in einer Hinterhofhaltung betroffen.

10. September 2019: Die Philippinen bestätigen ASP-Fälle

Auf den Philippinen wurden die ersten Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP) auf mehreren Farmen in der Nähe von Manila bestätigt. Zuvor waren auf diesen Höfen mehrere tote Schweine gefunden worden. Nun bestätigte sich der Verdacht anhand von Labortests, dass die Tiere mit ASP infiziert waren. Das berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.

Nach Angaben der philippinischen Behörden bestehe der Verdacht, dass das Virus über infizierte Speisereste oder Spülwasser von Hotels und Restaurants, die als Schweinefutter dienten und sich so verbreitet haben. Darüber hinaus wird geprüft, ob die Afrikanische Schweinepest mit infizierten Schweinefleischprodukten eingeschleppt wurde. 

10. September 2019: ASP breitet sich in Polen immer weiter aus

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) zieht in Polen immer weitere Kreise. Die oberste Veterinärbehörde bestätigte zuletzt einen Seuchenausbruch in einem Kleinbetrieb mit zehn Hausschweinen im Landkreis Allenstein in der Wojewodschaft Ermland-Masuren. Es handelt sich dabei um den 45. ASP-Fall in einer Schweinehaltung seit Jahresbeginn. Bemerkenswert am jüngsten Fall ist laut den Behörden, dass es sich um den ersten im Landkreis Allenstein handelt, womit sich die Seuche im Nordosten Polens erneut ausbreitet. In der Region seien zudem im Vorfeld schon zahlreiche ASP-Funde bei Wildschweinen registriert worden. Wenige Tage zuvor hatten die Behörden zudem im Norden der gleichen Wojewodschaft wegen der Afrikanischen Schweinepest die Tötung des gesamten Schweinebestandes eines Betriebs in der Nähe der Ortschaft Bartoszyce veranlasst. Mit insgesamt 19 betroffenen Höfen seit Jahresanfang hat sich die Wojewodschaft zu einem der „Hot Spots“ in Bezug auf ASP-Fälle in der Landwirtschaft entwickelt.

26. August 2019: Neue ASP-Fälle in Bulgarien und Russland

Bulgarien meldet vier neue Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP): In den Dörfern Prosena, Mechka und Pisanets wurden drei infizierte Wildschweine gemeldet. Außerdem ist ein Hausschweinebestand mit 4.500 Tieren in der Region Karammonovo von der Tierseuche betroffen.

Die russischen Behörden bestätigten neue Fälle der ASP in der Region Amur nahe der Grenze zu China. In zwei Hinterhofhaltungen im Dorf Volkovo bei Blagoveshchensk mussten Schweine gekeult werden.

22. August 2019: Neue Fälle in Bulgarien und der Ukraine

Bulgarien meldet den zweiten Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in der Region Velingrad. Um die weitere Ausbreitung der Tierseuche zu verhindern, wurde das Waldgebiet für alle Aktivitäten wie Pilze sammeln, Holz schlagen oder Wandern, gesperrt.

In der Ukraine ist in einer der größten Schweinehaltungsbetrieben von der ASP betroffen. Das Unternehmen ist größtenteils in dänischer Hand und liegt in der Region Lemberg, unweit der Grenze zu Polen. Nach der Bestätigung des Verdachts wurde direkt mit der Keulung der 95.000 Tiere begonnen. Schätzungsweise in vier Monaten kann der Betrieb, der zu den 10 größten in der Ukraine gehört, seine Arbeit wieder aufnehmen.

Mit Material von AgE, Promed

20. August 2019: ASP-Verdacht auf den Philippinen

Auf den Philippinen werden derzeit Schweine gekeult. Es könnte auf den ersten Ausbruch der afrikanischen Schweinepest (ASP) in dem Land hindeuten, offiziell bestätigt wurde dies bis jetzt nicht.

Das Landwirtschaftsministerium der Philippinen habe die Keulung von Schweinen angeordnet, um das Eindringen des Virus in das Land zu verhindern. Das berichtet unter anderem die philippinischen Zeitung Inquirer.

Auf einer Pressekonferenz nahm Landwirtschaftsminister William Dar Stellung. Weder bestätigte noch verneinte er, dass das ASP-Virus Schweine in dem Land infiziert habe. Aber es läge ein Bericht über die erhöhte Sterblichkeit von Schweinen in Hinterhofhaltungen vor. Normal seien drei bis fünf Prozent, jetzt läge die Mortalität bei 20 Prozent.

Mit Material von PROmed, Inquirer

15. August 2019: Myanmar bestätigt ersten ASP-Fall

Die Behörden in Myanmar meldeten den ersten Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in einem Hausschweinebestand an die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE).

In dem Dorf Mong La im Westen des Landes unmittelbar an der Grenze zu China wurde das Virus bei 15 verendeten Schweinen bestätigt. Weitere 53 Tiere mussten gekeult werden.

Seit der ersten offiziellen Meldung der Tierseuche durch China im August 2018 ist Myanmar nach Fällen in der Mongolei, in Vietnam, in Kambodscha, in der Demokratische Volksrepublik Korea und in der Demokratische Volksrepublik Laos das siebte von ASP betroffene asiatische Land. 

13. August 2019: Serbien bestätigt ersten ASP-Fall

Eine Woche lang wurde spekuliert, jetzt kam die offizielle Bestätigung: Die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat Serbien erreicht. Insgesamt wurden der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) vier Ausbrüche gemeldet. Betroffen sind kleinere Betrieben rund um Belgrad und in dem angrenzenden Bezirk Podunavlje. Sieben Tiere waren infiziert, weitere 114 mussten gekeult werden.

Damit bestätigt sich, dass die Tierseuche in Osteuropa weiter außer Kontrolle ist. Serbien ist das elfte Land in der Europäischen Union, indem die Afrikanische Schweinepest ausgebrochen ist. 

12. August 2019: Die ASP-Situation in Bulgarien und Moldawien verschärft sich

Unter anderem meldeten Moldawien und Russland in der vergangenen Woche weitere Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP) offiziell an die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE):

  • In Moldawien sind erstmals seit rund vier Monaten wieder vier Hausschweinebestände betroffen. Alle liegen in der schon betroffenen Region Cahul im Süden an der Grenze zu Rumänien. 13 Tiere verendeten an der Seuche, rund 100 weitere wurden gekeult. Zum ersten Mal gab es auch in der Region Nisporni einen positiven ASP-Fund in einer Hinterhofhaltung. 
  • Auch in Russland wurde das ASP-Virus in einer Hinterhofhaltung nachgewiesen. Im Wolgograder Gebiet in Südrussland starben vier Schweine am Virus, weitere 10 mussten gekeult werden.
  • In einem Fernsehinterview bezeichnete die bulgarische Landwirtschaftsministerin Desislava Taneva die Situation in ihrem Land als sehr schwierig. Sie schätz die Zahl der Ausbrüche bei Hausschweinen inzwischen auf 26. Fünf der Ausbrüche wurden an einem einzigen Tag in Popino in der Provinz Silistra und in Svishtov in Veliko Tarnovo in kommerziellen Betrieben bestätigt. Beide Provinzen liegen im Norden Bulgariens und grenzen an Rumänien. Insgesamt starben bislang 130.000 Schweine aufgrund der Tierseuche.

Laut der Europäischen Kommission gab es bis zum 29. Juli 647 bestätigte ASP-Ausbrüche bei Hausschweinen in Europa. Am häufigsten betroffen war Rumänien (553 Ausbrüche), gefolgt von Polen (30), der Ukraine (27), Bulgarien (22) und Litauen (12).

Bei den Wildschweinen gab es laut Kommission bis Ende Juli dieses Jahres 3.657 bestätigte ASP-Fälle. Die meisten meldete Polen (1.434), gefolgt von Ungarn (786), Belgien (478), Rumänien (334), Litauen (320) und Lettland (195).

05. August 2019: Erstmals Verdacht auf ASP bei Hausschweinen in Serbien

Serbien meldete Ende letzter Woche den ersten Verdachtsfall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Hausschweinen. Vorsorglich wurden auf Anweisung der staatlichen Veterinärverwaltung die Schweine in den Dörfern Velika Krsna und Rabrovac gekeult. Beide Dörfer liegen südlich der Hauptstadt Belgrad. 

Auch Moldawien meldet neue Fälle bei Hausschweinen und Wildschweinen. Unterdessen erwarten die russischen Veterinärbehörden für das Jahr 2019 deutlich weniger neue Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest. Nachdem in den vergangenen Jahren mindestens die Hälfte aller industriellen Schweinefleischproduzenten in Russland betroffen waren, prognostiziert man für dieses Jahr die geringste Zahl an neuen Fällen seit zehn Jahren.

01. August 2019: Fünfter Schweinebetrieb in Bulgarien von ASP betroffen

Bulgarien meldet inzwischen den fünften Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in einem Schweinezuchtbetrieb. In der Nähe der Donaustadt Svishtov im Norden des Landes an der Grenze zu Rumänien mussten 17.000 Schweine auf der Farm gekeult werden.

In den vergangenen zwei Wochen wurden bereits über 100.000 Schweine auf vier betroffenen Betrieben gekeult. Das Land meldete insgesamt mehr als 20 ASP-Fälle auf Farmen und in Hinterhofhaltungen. Eine Folge der Ausbrüche ist, dass die Preise für Schweinefleisch innerhalb eines Monats um 30 Prozent gestiegen sind.

Mit Material von Reuters

29. Juli 2019: Afrikanische Schweinepest erreicht die Slowakei

In der Slowakei ist erstmals ein Fall der Afrikanischen Schweinepest nachgewiesen worden. Wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) am vergangenen Donnerstag (25.07.19) mitteilte, ist ein Kleinstbetrieb mit vier Schweinen in Strážne im Kreis Kosice betroffen. Der Betrieb sei nur wenige Kilometer von der Ukraine entfernt.

Die Slowakei sei mittlerweile das zehnte Land in der Europäischen Union, in dem die für Schweine hochansteckende Tierseuche ausgebrochen ist.

23. Juli 2019: 17.000 gekeulte Schweine in Bulgarien

Auf einem Schweinezuchtbetrieb bei Ruse im Nordosten Bulgariens ist die Afrikanische Schweinepest (ASP) ausgebrochen. Nach Angaben der Nationalen Behörde für Lebensmittelsicherheit wurden daraufhin alle 17.000 Schweine des Betriebs gekeult.

Außerdem berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, dass in einem Umkreis von drei Kilometern eine Quarantänezone eingerichtet wird, in der alle gehaltenen Hausschweine gekeult werden könnten.

Das ist Teil der verschärften Maßnahmen, um eine weitere Ausbreitung der für Schweine tödlichen Seuche zu verhindern. Denn allein im Juli traten mehr als 30 Fälle der Krankheit in mehreren Regionen, einschließlich der Grenzprovinzen zu Rumänien, auf.

19. Juli 2019: Viele Neuinfektionen in Polen

Die Kette von Infektionen mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Polen reißt nicht. Zuletzt traf es wieder eine vergleichsweise große Herde. Die oberste Veterinärbehörde bestätigte den 20. Seuchenfall bei Hausschweinen seit Jahresbeginn in einem schweinehaltenden Betrieb in Masowien. Mehr als 3.300 Tieren wurden gekeult.

Der Hof liegt in einer sogenannten Roten Zone, in der wegen eines hohen Infektionsrisikos bereits Einschränkungen beim Viehverkehr und verschärfte Auflagen bestanden hätten. In der Nähe des Betriebes habe es in den vergangenen Monaten immer wieder Funde von infizierten Wildschweinen gegeben, zuletzt im Juni in nur 1 km Entfernung zum betroffenen Stall. Der aktuelle Fall sorgt auch deshalb für Aufsehen, da sich unweit davon weitere große Schweinehaltungen befinden.

Zwei weitere ASP-Ausbrüche bei Nutztieren wurden von den Behörden in dieser Woche in der Wojewodschaft Lublin nachgewiesen. Insgesamt müssen hier im Rahmen der Seuchenbestimmungen 361 Hausschweine getötet werden. Beide Betriebe befinden sich in der Gemeinde Niemce, in der es bis dahin noch nicht zu Seuchenfällen bei Hausschweinen gekommen sein soll.

Mit Material von AgE

15. Juli 2019: Etliche neue Ausbrüche in Polen

In Polen ist es erneut zu etlichen Ausbrüchen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Hausschweinen gekommen. Die oberste Veterinärbehörde bestätigte zum Beispiel einen Seuchenfall in einer Anlage mit mehr als 1.700 Tieren in der Wojewodschaft Ermland-Masuren. Kurz zuvor hatte es in der gleichen Region unweit der Grenze zu Kaliningrad einen Fall gegeben.

Die Behörden sprechen von dem 14. und 15. ASP-Ausbruch in Schweinehaltungsbetrieben seit Jahresbeginn. Hinzu kommen weit über 2.000 ASP-Fälle bei Wildschweinen im gesamten Land.

Die Behörden in Nordirland warnen noch einmal vor der Mitnahme von Fleisch- und Wurstwaren aus betroffenen Gebierten. Hintergrund ist, dass Spuren des Virus in Wurst aus Asien gefunden wurden, das Passagieren illegal nach Nordirland brachten.

12. Juli 2019: Neue ASP-Fälle in Kambodscha, Laos und Vietnam

Ausbrüche der Afrikanische Schweinepest (ASP) wurden bei Hausschweinen in neuen Regionen folgender Länder gemeldet:

  • Kambodscha
  • Laos
  • Vietnam
  • Bulgarien
  • China 
  • Lettland
  • Ukraine

Offiziell von der Weltorganisation für Tiergesundheit bestätigt sind Fälle in Kambodscha, China und Vietnam. So zählt Kambodscha inzwischen vier Fälle, rund 1.000 Tiere starben an der Seuche oder wurden gekeult. 

In der Ukraine ist ein Betrieb in Kherson im Süden des Landes betroffen. Bei 58 Tieren wurde das Virus nachgewiesen, insgesamt mussten rund 1.000 Tiere gekeult werden. Nach einem Ausbruch in einer Hinterhofhaltung ist dies innerhalb kürzester Zeit der zweite Fall in der Region.

04. Juli 2019: Belgien meldet neuen ASP-Fall

Im Südosten Belgiens wurde nach einem erneuten ASP-Fall bei Wildschweinen die Beobachtungszone erweitert. Der wallonische Landwirtschaftsminister Rene Collin schloss ein rund 7.000 ha großes Waldgebiet. Das bedeutet unter anderem ein Betretungsverbot. Die systematische Kadaversuche wird intensiviert, Wildschweine werden bejagt.

01. Juli 2019: Fast 3 Mio. getötete Schweine im Vietnam

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) wütet weiter im Vietnam. Fast 3 Mio. Schweine sind bislang von oder aufgrund der Tierseuche gestorben. Die Situation hat sich dermaßen verschlechtert, dass ein hochrangiger Politiker öffentlich dazu aufgerufen hat, in den betroffenen Gebieten doch besser auf die Erzeugung von Geflügel oder Rinder umzusteigen. 

In der vergangenen Woche meldete Vietnam drei neue Ausbrüche in dörflichen Beständen. Rund 330 Schweine verendeten an der Seuche und wurden gekeult, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Laut eines Berichts von VN Express mussten inzwischen 2,83 Mio. Schweine gekeult werden und die Verluste belaufen sich auf umgerechnet rund 137 Mio. Euro. Nur drei der insgesamt 63 vietnamesischen Provinzen und Städte sind noch ASP-frei. Fast jede dritte Hinterhofhaltung hat seine Schweine durch die Seuche verloren.

Auch China meldet offiziell Ausbrüche in zwei Provinzen. Nachdem es scheinbar 5 Monate keine neuen Ausbrüche in Qinghai gab, ist die Seuche in die zentralchinesische Provinz zurückgekehrt: In einer Hinterhofhaltung wurde das Virus bei 17 verendeten Schweinen nachgewiesen. 

27. Juni 2019: In Polen trifft die ASP zwei weitere Landkreise

In Polen wächst die Sorge, dass sich die Afrikanische Schweinepest (ASP) weiter ausbreitet. So registriert die oberste Veterinärbehörde des Landes in der zweiten Juniwoche 24 neue ASP-Funde mit insgesamt 28 Wildschweinen.

Das sei zwar ein deutlicher Rückgang der Anzahl der Fälle, aber als problematisch wird die Verbreitung gesehen. Zwei der Funde traten in bisher ASP-freien Landkreisen auf. Medienberichten zufolge ist der eine Nachweis im Kreis Węgrowski rund 50 km entfernt vom nächsten bisher aufgetretenen ASP-Fall. Auch im Landkreis Zamość sei die Seuche zum ersten Mal aufgetreten; hier habe man allerdings im nahen Nachbarkreis bereits viele tote Wildschweine gefunden. Zudem gebe es bisher nicht bestätigte Hinweise auf Neuinfektionen in weiteren bis dahin nicht betroffenen Gegenden.

Fachleute zeigten sich überrascht, dass die Krankheit nach einer längeren Phase mit klarer geografischer Abgrenzung nun wieder vergleichsweise rasch über bisher nicht betroffene Regionen hinausgehe. Damit steige auch die Gefahr von Seuchenausbrüchen in Schweinehaltungen.

Mit Material von AgE

26. Juni 2019: Erster Fall der Afrikanische Schweinepest in Laos

Die Afrikanische Schweinepest breitet sich in immer mehr asiatische Länder aus. Jetzt teilte die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mit, dass die hochansteckende Viruserkrankung erstmals in Laos ausgebrochen ist.

Betroffen sind sieben Ortschaften in der Provinz Saravane, etwa 65 km vom nächsten Ausbruchsort in Vietnam entfernt. Die größte Haltung verfügte über einen Bestand von 788 Schweinen, von denen 375 durch ASP starben. Die kleinste zählte 82 Tiere, von denen 34 verendeten.

Sorgen bereitet den Experten, dass die ASP als nächstes auf Thailand mit seiner gut entwickelten Schweinebranche überspringen könnte; das Infektionsgebiet in Laos ist nur knapp 70 km von der Grenze entfernt.

Zudem gab es bereits im südlich an Thailand grenzenden Kambodscha ASP-Fälle. In Vietnam sind nach neuesten Meldungen der Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) mittlerweile 58 von 63 Provinzen von der Tierseuche betroffen. Insgesamt wurden 2,6 Mio. Schweine gekeult. In dem Land erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Notstand ausgerufen wird.

Mit Material von AgE, PigProgress

13. Juni 2019: Zweiter ASP-Fall in Hongkong

Nach dem zweiten ASP-Fall innerhalb eines Monats mussten in Hongkong 4.700 Schweine gekeult werden. Das Virus wurde wieder auf einem Schlachthof in Sheng Shui nahe der Grenze zu China nachgewiesen.

Das betroffene Schwein stammt aus einer Farm in Guangdong, China. Der staatliche Schlachthof wird zur Reinigung und Desinfektion geschlossen. Außerdem stoppte die Hongkonger Ministerin für Ernährung und Gesundheit, Sophia Chan, vorerst die Einfuhr vom chinesischen Festland.

Polen: 40 neue Fälle von ASP

Über den Monatswechsel wurden in Polen 40 weitere Fälle der Afrikanischen Schweinepest bestätigt. Laut der obersten Veterinärbehörde stammen die Hälfte davon aus der Wojewodschaft Masowien südlich von Warschau. Weitere Infektionen sind in der benachbarten Wojewodschaft Lublin registriert worden. Besondere Aufmerksamkeit erregte allerdings ein ASP-Fall bei einem Wildschwein im Landkreis Płońsk in Masowien. Dieser sei offiziell der erste in diesem Landkreis gewesen. Damit habe sich das Seuchengebiet erneut ausgebreitet.

Unterdessen hat die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) eine globale Initiative gefordert, um die Seuche zu bekämpfen. Damit hofft die OIE, die ASP vollständig auszumerzen und ihre verheerenden wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Schweinehaltung zu verringern. Diese Initiative wird von der OIE und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) koordiniert.

03. Juni 2019: Nordkorea meldet ersten ASP-Fall

Aus den asiatischen Ländern wie China und Vietnam werden weiter zahlreiche Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gemeldet. Seit einigen Wochen gab es bereits Gerüchte, dass die Tierseuche auch in Nordkorea ausgebrochen sei.

Jetzt schickte das Land einen offiziellen Bericht an die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE): Betroffen ist eine genossenschaftliche Farm in Chagang-Do, etwa 15 km südlich der Grenze zu China. 22 der insgesamt 99 Schweine starben an ASP.

Stand 31. Mai 2019: Bisher größter ASP-Ausbruch in Polen

Im Osten Polens ist in einem großen Schweinebestand die Afrikanische Schweinepest (ASP) ausgebrochen. Mit rund 8.000 betroffenen Tieren ist es der bisher größte ASP-Ausbruch in dem Land. 

Problematisch ist laut Medienberichten, dass in letzter Zeit viele Absetzer aus dem betroffenen Betrieb an weitere Schweinehalter verkauft worden sind. Die Bestände in den Betrieben würden nun ebenfalls auf ASP-Infektionen untersucht; allerdings seien bislang keine Anzeichen für kranke Tiere gefunden worden.

Stand 28. Mai 2019: 1,7 Mio. Schweine in Vietnam gekeult

Die Behörden im Vietnam ließen aufgrund der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in den vergangenen zwei Wochen weitere 500.000 Schweine keulen. Der Bestand ist um 1,7 Mio. Tiere beziehungsweise 5 Prozent gesunken, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. 

In Taiwan wächst die Angst vor der Tierseuche weiter. Seit Ausbruch der ASP in China wurden mindestens 98 Schweinekörper an der Küste und den Nachbarinseln Taiwans angeschwemmt, sieben davon trugen das Virus. Zwar ist die Herkunft der Schweinekörper nicht nachzuvollziehen, aber einige Mensche spekulieren, dass sie aus China stammen.

21. Mai 2019: ASP-Ausbruch in Ostpolen

In einem Schweinemastbetrieb im Nordosten Polens ist die Afrikanischen Schweinepest (ASP) ausgebrochen. Nach Angaben der Obersten Veterinärbehörde handelt es sich um einen Betrieb mit rund 1.800 Tieren in der Ortschaft Pieczonki in der Wojewodschaft Ermland-Masuren.

Der Hof befindet sich in der sogenannten roten Zone, also in einem Gebiet mit erhöhtem ASP-Risiko. Entsprechend den seuchenrechtlichen Vorgaben wird der betroffene Bestand gekeult. Zeitnah sollen Proben in benachbarten Schweinehaltungsbetrieben genommen werden.

Laut Behörden ist dies in 2019 erst der zweite ASP-Fall bei Hausschweinen. Der erste hatte im Januar allerdings nur einen vergleichsweise kleinen Betrieb mit insgesamt 67 Tieren betroffen. Allerdings sind in diesem Jahr schon mehr als 1.000 Seuchenfälle beim Schwarzwild registriert worden.

Mit Material von AgE

21. Mai 2019: Über 2.000 neue ASP-Fälle in Vietnam, USA untersucht auf ASP

Laut der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) bestätigen neue Informationen den Verdacht, dass sich das  ASP-Virus in Vietnam tatsächlich bis in den tiefen Süden des Landes ausgebreitet haben könnte. Es ist das erste Mal seit Ende März, dass Vietnam der OIE neue Ausbrüche gemeldet hat. Demnach gab es über 2.000 neue Fälle. Die Seuche scheint weiter außer Kontrolle zu sein, mindestens 1,33 Mio. Schweine sind verendet oder wurden gekeult.

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) plant derweil die Umsetzung eines Überwachungsprogramms für die afrikanische Schweinepest. Als Teil dieses Plans wird der Animal and Plant Health Inspection Service mit der Schweinehaltung, den Staaten und veterinärdiagnostischen Labors zusammenarbeiten, um auf die Schweineherden auf ASP zu testen. So soll das Programm als Frühwarnsystem dienen und dabei helfen, einen möglichen Ausbruch viel schneller zu erkennen. So könne die Ausbreitung des Virus minimiert werden. Die USDA hofft zudem, die Auswirkungen auf Handelsmärkte und Tierbewegungen möglichst gering zu halten, beziehungsweise nach einem Ausbruch schnell wiederherstellen zu können.

13. Mai 2019: Hongkong keult 6.000 Schweine aufgrund von ASP

In einem Schlachthof in Hongkong nahe der Grenze zu China wurde ein mit der Afrikanischen Schweinepest infiziertes Schwein entdeckt. Daraufhin sollen 6.000 Schweine gekeult werden. Es ist der erste Fall in der dicht besiedelten Finanzzentrale.

Nach der Keulung der Tiere im Schlachthof soll dieser laut Lebensmittel- und Gesundheitsamts der Stadt gründlich gereinigt und desinfiziert werden.

13. Mai 2019: Mecklenburg-Vorpommern erhöht Pürzelprämie

In Deutschland gehen die Präventionsmaßnahmen gegen die ASP in die nächste Runde: Mecklenburg-Vorpommern hat laut Schweriner Volkszeitung angekündigt, dass das Land das millionenteure Abschussprogramm für Schwarzwild ausweiten will. 

Landwirtschaftminister Till Backhaus (SPD) kündigte an, die ursprünglich bis 2019 begrenzte so genannte Pürzelprämie für erlegte Wildschweine zunächst bis 2020 und darüberhinaus bis 2022 zu verlängern.

Neben der Verlängerung werde die Prämie zudem aufgestockt: Jäger erhalten neben 25 Euro für jedes erlegte Wildschwein zusätzlich eine so genannte Fallwildprämie von 50 Euro für jedes gefundene Fall- oder Unfallwild oder krank erlegte Schwarzwild. Zudem wird der Einsatz von Jagdhunden bei revierübergreifenden Jagden pro Tag mit 35 Euro statt bisher 25 Euro unterstützt.

Mit Material von SVZ

Stand 3. Mai 2019: Zwei neue ASP-Fälle in Ungarn

In Ungarn breitet sich die Afrikanische Schweinepest (ASP) weiter aus. Drei mit ASP infizierte Wildschweine wurden im Verwaltungsbezirk Hajdú-Bihar in Ostungarn entdeckt.

Einen Kadaver fanden die Behörden in Almosd, zwei weitere in Nyírábrány, meldete die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE).

Stand 2. Mai 2019: ASP erreicht Nordkorea

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat Nordkorea erreicht. Seit Mitte Februar 2019 seien der Hyungjaesan-Distrikt, der Sungho-Distrikt und weitere Gebiete am Rande von Pjöngjang betroffen, meldete Daily NK. Der Virus habe zum Tod vieler Schweine geführt.

Die nordkoreanischen Behörden haben den Vertrieb und Verkauf von Schweinefleisch verboten. Trotzdem geht der Handel mit Schweinefleisch auf den Märkten weiter. Die Nordkoreaner zeigen sich uneinsichtig.

Stand 29. April 2019: Über 24 neue ASP-Fälle in Belgien

In der Provinz Luxemburg entdeckten die belgischen Behörden 25 neue ASP-Fälle bei Wildschweinen. Bei 23 Tieren handelte es sich um Kadaver, zwei weitere Schwarzkittel waren ASP-positiv und wurden erlegt, berichtete das niederländische Agrarmagazin Boerderij.

Die meisten Tiere entdeckten die Behörden in der Gemeinde Tintigny. Dort wurden 8 der 25 Tiere gefunden. Tintigny führt auch die Liste der ASP-Positivfunde an. Seit dem ersten Auftreten der Tierseuche in Belgien wurden hier insgesamt 204 ASP-positive Wildschweine gefunden.

Insgesamt meldete die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) in Belgien bisher 765 mit ASP infizierte Wildschweine. Hausschweinebestände sind bisher nicht betroffen.

Stand 23. April 2019: ASP in Südafrika breitet sich weiter aus

In Südafrika wurde in der Gemeinde Victor Khanye im Distrikt Nkangala ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bestätigt. Damit liegt dieser Fall außerhalb der Kontrollzone, die vor rund einer Woche beim erstmaligen Ausbruch der ASP in Südafrika festgelegt wurde. 

Stand 23. April 2019: China bestätigt ASP auf der Insel Hainan

Am vergangenen Freitag (19.April 2019) gab China Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in der Provinz Hainan, einer Insel vor seiner Südküste des Landes, bekannt. Die Tierseuche wurde auf zwei Schweinefarmen in Danzhou City und zwei Farmen in Wanning City nachgewiesen. Damit wurde die Krankheit mittlerweile in allen Provinzen und Regionen des Festlandes und auf der Insel Hainan festgestellt. Seit dem erstmaligen Ausbruch der ASP in China im August 2018 ist der Schweinebestand des Landes von 360 Mio. auf rund 200 Mio. Tiere gesunken.

Stand 15. April 2019: China bestätigt ASP in Tibet

Die Veterinärbehörden Chinas haben der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) das erstmalige Auftreten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Tibet gemeldet. Es wurden insgesamt drei Ausbrüche bestätigt, einer davon in einem Schweinebetrieb mit 5664 Tieren im Bezirk Bayi. Die anderen Ausbrüche wurden in Hinterhofhaltungen festgestellt. Nach den nun bestätigten ASP-Fällen in Tibet ist die einzige krankheitsfreie Zone die Insel Hainan.

Stand 12. April 2019: ASP erneut in Südafrika ausgebrochen

In der Nordwestprovinz von Südafrika ist auf einer Farm die Afrikanische Schweinepest ausgebrochen. Die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) bestätigt, dass in Ditsobotla auf einem Hof mit 36 Schweinen 32 Tiere von der Seuche getötet wurden. Die restlichen Schweine wurden gekeult. 

Die Farm liegt außerhalb der südafrikanischen Kontrollzone für ASP an der Grenze zu Botswana. Wahrscheinlich haben sich die Hausschweine durch Kontakt mit Wildschweinen angesteckt, so ein Bericht des südafrikanischen Landwirtschaftsministeriums.

Stand 11. April 2019: Über 720 mit ASP infizierte Wildschweine in Belgien

Die Zahl der mit ASP infizierten Wildschweine ist in Belgien auf 723 angestiegen. Das gab die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) bekannt. Letzte Woche wurden 10 neue Fälle in der südlichen Provinz Luxemburg gemeldet. 

Im März (93) gab es im Vergleich zu Januar (121) und Februar (217) deutlich weniger Fälle. In Belgien hat das Virus bisher keine Hausschweine infiziert.

Stand 5. April 2019: ASP-Virus erreicht Kambodscha

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) wandert in Südostasien weiter nach Süden. Am 3. April meldete auch Kambodscha den ersten Ausbruch der Seuche in einer Hinterhofhaltung in der östlichen Provinz Ratanakiri an der Grenze zu Vietnam. Diese Provinz ist dünn besiedelt und auch nicht sehr gut entwickelt.

Laut dem Bericht an die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) hatte der Betrieb 500 Tiere, von denen sich 400 mit dem Virus infiziert hatten. Weitere 100 Tiere wurden gekeult. Der Ausbruch wurde erstmals am 22. März festgestellt und vom National Animal Health and Production Research Institute (NAHPRI) in Kambodscha bestätigt.

Stand 3. April 2019: In Japan erstmals ASP-Virus in Würstchen nachgewiesen

Auch in Japan wurde der Virus in importierten Fleischprodukten aus China nachgewiesen. Der Virus wurde in Würstchen entdeckt, die im Januar aus China in das Land gebracht wurden, teilte das japanische Landwirtschaftsministerium am Dienstag mit.

Stand 2. April 2019: Über 1 Mio. tote Schweine in China

Laut des wöchentlichen Updates der FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) sind in China seit dem ersten Ausbruch im August 2018 rund 1 Mio. Schweine aufgrund der Afrikanischen Schweinepest gestorben oder gekeult worden. Insgesamt meldeten die Behörden 114 Ausbrüche in 28 Provinzen.

Vietnam zählt seit Februar 2019 schon 556 Ausbrüche in 23 Provinzen. In dem Land sind schon mehr als 89.000 Schweine der Seuche zum Opfer gefallen.

Stand 28. März 2019: Über 700 mit ASP infizierte Wildschweine in Belgien

Die Zahl der Wildschweine, die sich mit dem tödlichen Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert haben, ist in Südbelgien auf 708 gestiegen. Das zeigen die neusten Zahlen der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE). 

In der vergangenen Woche wurden 40 neue Fälle in der südlichen Provinz Luxemburg gemeldet. Die meisten Tiere verendeten im Zentrum des Kerngebiets, einige auf der Nordseite und fünf in der Gemeinde Aubange, in der äußersten südöstlichsten Ecke Belgiens, also nahe der Grenze zu Luxemburg und Frankreich.

Erfreulich ist, dass im März (73) deutlich weniger Fälle auftraten als im Februar (217). Zwar sei ASP nicht verschwunden, aber Wanderer sollen ab dem 6. April wieder die Erlaubnis erhalten, die betroffenen Gebiete und Wälder zu betreten. 

Mit Material von OIE, Pig Progress

Stand 27. März 2019: Vietnam richtet Task Force zur ASP ein

Nach dem sich die Afrikanische Schweinepest weiterhin mit alarmierender Geschwindigkeit im Vietnam ausbreitet, wurde dort eine neue Task Force gegründet. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat angekündigt, eine Delegation in das südostasiatische Land zu entsenden, um die Situation und die Maßnahmen zu bewerten. 

Zu Beginn des Ausbruchs waren nur nördliche Provinzen betroffen. Sorge bereitet der Sprung des Virus in die zentrale Provinz Thua Thien-Hue, den sich die Behörden nicht erklären können. Insgesamt sind 20 Gebiete betroffen. Allein in der vergangenen Woche gab es 73 neue ASP-Fälle.

Die der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) gemeldeten Fälle belaufen sich damit auf 208 Ausbrüche. Mehr als 10.200 Schweine sind betroffen. Im letzten Bericht der FAO ist sogar von 221 Ausbrüchen die Rede, mehr als 23.400 Tiere seien getötet worden.

Stand 27. März 2019: ASP kehrt zurück nach Moldawien

Im autonomen Gebiet Gagauzia wurde das ASP-Virus bei zwei verendeten Schweinen aus Hinterhofhaltungen nachgewiesen. Das ist der erste Fall in Moldawien seit Juli 2018.

Außerdem meldeten sechs europäische Staaten neue ASP-Ausbrüche bei Wildschweinen. Die meisten Fälle (122) meldete Ungarn, gefolgt von Polen (61), Belgien (23), Lettland (2) und jeweils einem Fall in Rumänien und Russland. 

Positiv wird bewertet, dass die Tierseuche seit Anfang 2019 offenbar nicht in neue Gebiete vorgedrungen ist. 

25. März 2019: In Polen wurden wieder Wildschweine mit Resistenzen gegen ASP gefunden.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) grassiert in Polen unvermindert weiter. Die Oberste Veterinärbehörde verzeichnete allein in der ersten vollen Märzwoche fast hundert neue Seuchenfälle bei Wildschweinen. Die meisten Funde wurden wieder in der Wojewodschaft Masowien registriert, weitere Ausbrüche gab es in der Region Warschau sowie in Ermland-Masuren.

Insgesamt gab es seit Jahresbeginn bereits über 600 ASP-Fälle beim Schwarzwild. Hausschweinbestände blieben verschont. Sorge macht den Behörden, dass erneut infizierte Wildschweine mit teilweisen Resistenzen gefunden wurden. Diese Tiere erkranken anfangs nur leicht und können bis zum Verenden deutlich längere Strecken zurücklegen und das Virus weiter verbreiten.

Stand: 20. März 2019: Wieder ASP-Fälle in Belgien

In der Pufferzone Nord in Belgien wurde zwischen den Orten Les Fossés and Mellier (Léglise) ein totes Wildschwein entdeckt, das den Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in sich trug. Deshalb wurden in Absprache mit der Europäischen Komission die Grenzen der Pufferzone (Zone 1) und der kontaminierten Zone (Zone 2) nach Norden erweitert. 

Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurden in Belgien insgesamt 687 Fälle von ASP bei Wildschweinen nachgewiesen. 

Stand 15. März 2019: Rapider Anstieg der ASP-Fälle in Vietnam

In Vietnam breitet sich die Afrikanische Schweinepest (ASP) sehr schnell weiter aus. Inzwischen wird von über 79 Fällen in zehn Provinzen im Norden des Landes berichtet. Laut Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) stieg die Zahl der getöteten oder gekeulten Schweine auf 6.670.

Auffallend ist ein isolierter Ausbruch der Seuche in einer Gemeinde in der Provinz Dien Bien, die auf der Westseite an Laos grenzt. Das Dorf verlor 15 Schweine durch ASP.

Vietnams Premierminister Nguyen Xuan Phuc hat inzwischen drastische Maßnahmen zur Bekämpfung der Seuche gefordert. Als erste Maßnahme wurden an den Binnengrenzen des Landes Kontrollen eingerichtet. Betroffene Landwirte erhalten zudem für jedes infizierte und gekeulte Schwein einen Ausgleich von 80 Prozent des Marktwertes.

Auch aus China wird nach einer Woche ohne neue Fälle wieder ein Ausbruch in der südlichen Provinz Guangxi gemeldet. 24 Tieren trugen das Virus in sich, insgesamt mussten fast 3.200 gekeult werden.

Mit Material von Pig Progress / WATTAgNet

Stand: 6. März 2018: Neue Fälle in Vietnam

Vietnam berichtet von 22 neuen Ausbrüchen der Afrikanischen Schweinepest. Damit zählt das Land inzwischen 33 Ausbrüche und mindestens 4.238 Schweine, die aufgrund der Seuche starben oder gekeult werden mussten.

Bislang traten alle Fälle in Dörfern, also wahrscheinlich Hinterhofhaltungen, auf und scheinbar nicht auf Farmen. Die meisten Ausbrüche (14) verzeichnet die Provinz Thai Binh, insgesamt sind mindestens 6 Provinzen betroffen.