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Tierseuche

Afrikanische Schweinepest: Australien verstärkt Kontrollen

Schweinefleisch
am
21.01.2019
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Aus Angst vor der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest hat Australien die Biosicherheitskontrollen verstärkt.

Australien hat aus Angst vor der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest die Biosicherheitsmaßnahmen an den Grenzen verschärft. Bei Laboranalysen von beschlagnahmtem Schweinefleisch, das über einen Zeitraum von zwei Wochen bei der Einfuhr auf internationalen Flughäfen und in Postverteilzentren sichergestellt wurde, konnte das Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nachgewiesen werden. Das teilte das australische Landwirtschaftsministerium mit. 

Von den insgesamt 152 untersuchten Proben waren sechs mit dem ASP-Virus seien infiziert gewesen. Die Abteilungsleiterin Biosicherheit im Agrarministerium, Lyn O'Connell, kündigte nach diesem Ergebnis höchste Wachsamkeit an. Die Testergebnisse machten die Bedeutung der kontinuierlichen Einhaltung der Bioscherheitsanforderungen des Landes deutlich, erklärt sie. Sie wies jedoch auch darauf hin, dass Australien trotz der ASP-Funde an der Grenze, den Status "frei von ASP" behalte. Damit dies so bleibt, müssen Menschen, die aus von der Tierseuche befallenen Ländern einreisen, strenge Sicherheitsmaßnahmen einhalten. Generell müsse das Mitbringen von Lebensmitteln, Pflanzenmaterial oder tierischen Produkten im Gepäck von Reisenden angemeldet werden.

Schweinefleischprodukte dürfen nur unter ganz bestimmten Einfuhrbedingungen importiert werden. Reisende, die ihr mitgebrachtes Schweinefleisch nicht deklarieren, droht australischen Medien zufolge eine Geldstrafe von bis zu umgerechnet 263.000 Euro oder sogar eine Haftstrafe.

 

Auch Taiwan weitet Grenzkontrollen aus

Währenddessen ordnete die Regierung in Taiwan an, dass bei der Einreise sämtliches Handgepäck von Reisenden aus ASP-Ländern untersucht werden soll. Dazu zählen neben China auch Russland, Rumänien, Ungarn, die Ukraine und Belgien. Bisher wurde nur bei etwa 30 Prozent der Reisenden das Gepäck auf illegale Fleischimporte kontrolliert. Mit neuen Röntgengeräten und mehr Personal soll dieser Anteil besonders an Flughäfen auf 100 Prozent gesteigert werden. Auch in Taiwan wurde bereits mit ASP infiziertes Schweinefleisch bei der Einreise sichergestellt.

Mit Material von AgE

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