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Afrikanische Schweinepest bekämpfen

von , am
30.09.2013

Brüssel - Die Europäische Kommission soll alles notwendige veranlassen, damit die hochansteckende Afrikanische Schweinepest (ASP) nicht aus Russland und Weißrussland in die EU überschwappt.

Wildschwein im Visier: Die Bejagung muss erhöht werden, um die steigenden Populationen zu bremsen. © vchphoto/Fotolia
Das hat die Delegation Polens vergangene Woche beim Agrarrat in Brüssel gegenüber EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg bekräftigt. Rückhalt erhielt Warschau dabei von Österreich, Großbritannien, Spanien und anderen Mitgliedstaaten. Sollte die Seuche doch ausbrechen, müssten schnell EU-Mittel bereitgestellt werden, auch zum Ausgleich von Absatzeinbrüchen, betonte der polnische Staatssekretär Kazimierz Plocke.
 
Borg erinnerte daran, dass erst vor kurzem 2,5 Mio Euro für zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen an den betroffenen Außengrenzen der Gemeinschaft bereitgestellt wurden. Bezuschusst werden beispielsweise die Desinfektion von Fahrzeugen, Labortests, öffentliche Aufklärungskampagnen, aber auch die Abwehr von Wildschweinen oder die frühe Schlachtung von Schweinen in Hinterhofbetrieben. Zur Kofinanzierung der Entschädigung für unmittelbare Tierverluste stehen Mittel aus dem EU-Veterinärfonds zur Verfügung. Im Fall einer weiterreichenden Marktkrise können Mittel aus der Agrarpolitik mobilisiert werden.

Einschleppung auf verschiedenen Wegen möglich

Die EU wertet die jüngsten Ausbrüche der ASP in Russland und Weißrussland als Bedrohung für europäische Schweinehaltungsbetriebe. Der Virus kann sowohl durch illegal importierte Nahrungsmittel als auch über infizierte Transportfahrzeuge oder die Wanderung kranker Wildtiere eingeschleppt werden. Die Ansteckung mit der Seuche verläuft für die betroffenen Tiere in der Regel tödlich; einen Impfstoff gibt es bislang nicht.
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