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Tierseuche

Afrikanische Schweinepest: China will verschärft gegen Seuche vorgehen

Zwei Männer desinfizieren Gelände, im Hintergrund ist ein Schwein zu sehen.
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Martina Hungerkamp, agrarheute
am
22.11.2018

China bekommt die Afrikanische Schweinepest nicht in den Griff. Erstmals wurden auch Fälle bei Wildschweinen nachgewiesen. Jetzt will das Land die Maßnahmen verschärfen.

Seit Mitte Oktober ist die Afrikanische Schweinepest (ASP) in der südwestlichen Provinz Yunnan und damit in der Schweinehochburg Chinas angekommen. 

Vor wenigen Tagen wurde das Virus erstmals auch bei einem Wildschwein in der Provinz Jilin im Nordosten des Landes an der Grenze zu Nordkorea nachgewiesen.

Insgesamt ist die Zahl der gemeldeten Ausbrüche auf 74 gestiegen. 19 Provinzen - und somit mehr als die Hälfte des Landes - sind von der Tierseuche betroffen. Laut offizieller Zahlen sind über 140.000 Schweine an ASP verendet oder wurden zur Eindämmung der Ausbreitung gekeult.

ASP: Strengere Regeln

China bekommt die Afrikanische Schweinepest scheinbar nicht in den Griff. Jetzt hat das Landwirtschaftsministerium reagiert und neue Regeln erlassen:

  • Die Meldung von neuen ASP-Fällen soll verstärkt werden. Zum Beispiel sollen Anreize dazu führen, dass alle Fälle bekannt werden. Derzeit befürchtet die Regierung, dass Fälle der hochansteckenden Tierseuche aus Angst nicht gemeldet werden.
  • Die Meldung neuer Ausbrüche zu verzögern oder zu behindern, ist verboten.
  • Ebenso ist es verboten, falsche Testberichte oder illegale Gesundheitsbescheinigungen auszustellen.
  • Infizierte Tiere dürfen nicht illegal entsorgt werden.

Viele Experten sind der Meinung, dass die Zahl der Ausbrüche in China deutlich höher ist als gemeldet. 

Mit Material von Reuters, PigProgress, National Hog Farmer
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