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Tierseuche

Afrikanische Schweinepest: Deutlich mehr Wildschweine erlegt

Wildschweine rennen über die Wiese
am
24.09.2018

In der Saison 2017/2018 wurden in Deutschland so viele Wildschweine erlegt, wie nie zuvor. Vor allem die Afrikanische Schweinepest soll damit eingedämmt werden.

In der Jagdsaison 2017/18 wurden deutlich mehr Wildschweine erlegt als in den Vorjahren. Der gemeldete Abschuss von über 820.000 Tieren entspreche einer Steigerung von rund 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte der Jagdverband nach einer ersten Auswertung der Bundesländerdaten mit.Die Vermehrungsrate von Wildschweinen liege wegen der guten Ernährungssituation in Deutschland inzwischen bei rund 250 Prozent: Aus 100 Tieren würden ohne Jagd im Folgejahr 350, teilte der Verband weiter mit. Die Abschusszahlen schwankten von Jahr zu Jahr.

 

Vor zehn Jahren wurden mit 480.000 Tieren deutlich weniger Wildschweine erlegt. Die hohe Abschussrate sei auch eine Konsequenz der drohenden Afrikanischen Schweinepest (ASP). Das Virus verbreite sich langsamer, wenn weniger Schweine auf der Fläche lebten. Die ASP könne vor allem durch den Menschen über infizierte Fleischwaren wie Wurst oder Schinken eingeschleppt werden. So könne das Virus in kürzester Zeit Hunderte Kilometer überwinden.
 

Mit Material von dpa
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