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Tierseuche

Afrikanische Schweinepest erreicht Chinas Hauptstadt Peking

Mitarbeiterin in Schweinestall in China
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Uwe Bräunig, agrarheute
am
27.11.2018

Das Landwirtschaftsministerium in China hat jetzt auch erste Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in der Hauptstadt Peking bestätigt.

Nach Angaben des Agrarressorts waren zwei Farmen im Bezirk Fangshan im Südwesten der Metropole betroffen. Damit sei es mittlerweile in 47 chinesischen Städten in 20 Provinzen zu insgesamt 73 ASP-Ausbrüchen gekommen. Rund 600.000 Schweine seien im Zuge der Seuchenprävention getötet worden – deutlich mehr als bisher von der Presse gemeldet.

Die Situation ist sehr ernst

Die chinesischen Behörden bezeichnen die Situation als „sehr ernst". Es gebe Millionen von Kleinsthaltern mit meist niedrigen Biosicherheitsmaßnahmen. Und zuletzt hätten die ASP-Fälle – trotz ergriffener Schutzmaßnahmen – in den Hauptproduktionsregionen zugenommen. Allerdings hätten in einigen Gebieten gewisse Auflagen zur Seuchenprävention auch wieder gelockert werden können, da keine neuen Ausbrüche erfolgt seien.

Die Ungleichverteilung von Aufzucht, Mast und Schlachtung der Schweine im Land habe wegen der provinzüberschreitenden Transportverbote „den Produktionszyklus einiger Unternehmen beeinflusst“. Es werde deshalb überlegt, die Überwachungsmaßnahmen an die Produktions- und Versorgungssituation anzupassen. So könnten die Behörden den Transport von Ferkeln erleichtern, dabei aber gleichzeitig die ASP-Kontrollen verschärfen.

Noch ausreichend Schweine auf chinesischem Markt

Laut chinesischem Agrarressort ist das Angebot an Schweinen auf dem nationalen Markt jedoch noch relativ groß, da die gekeulten Tiere nur einen kleinen Prozentsatz des Gesamtbestands ausmachten. Peking werde jedoch versuchen, den Transport von Schweinen und Fleisch aus den wichtigsten Anbaugebieten in die verbrauchsstarken Regionen zu verstärken, um die Preise zu stabilisieren.

Mit Material von AgE
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