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ASP-Seuchengeschehen

Afrikanische Schweinepest erreicht Frankfurt an der Oder

Wildschweinkadaver in einem Bachbett
am Donnerstag, 04.03.2021 - 16:48 (Jetzt kommentieren)

Das Nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat den Verdacht auf Afrikanische Schweinepest (ASP) bei einem Wildschwein-Kadaverfund im Bereich der nördlichen Oderwiesen der Stadt Frankfurt (Oder) bestätigt.

Wie das Brandenburger Gesundheitsministerium mitteilte, wurde der Kadaver östlich der festen Wildschweinbarriere gefunden. Ein Krisentab wurde eingerichtet.

„Zunächst bin ich froh, dass ganz offensichtlich der Schutzzaun wirkt, denn das Tier wurde vor dem Zaun zur Oderseite hin gefunden“, sagte Ministerin Ursula Nonnemacher.

Der neue Fund zeige aber auch, wie stark der Seuchendruck aus Polen weiterhin sei.

Intensive Suche nach weiteren Wildschweinkadavern

„Oberstes Ziel ist es festzustellen, ob das Seuchengeschehen auf die Region östlich der Wildschweinbarriere begrenzt ist“, so Nonnemacher weiter. Dazu soll unverzüglich westlich der festen Wildschweinbarriere zielgerichtet und großflächig nach Schwarzwildkadavern gesucht werden.

Nach Angaben des Ministeriums kommen dabei neben ortsansässigen Jägern und Menschenketten auch Fallwildsuchhunde, Drohnen sowie der Polizeihubschrauber des Landes zum Einsatz.

Mit dem aktuellen Fall erhöht sich die Zahl der bisher bestätigten ASP-Fälle in Brandenburg auf 719. Hausschweine sind bislang nicht betroffen.

Der erste ASP-Ausbruch bei Schwarzwild ist im Land Brandenburg am 10. September 2020 amtlich festgestellt worden.

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