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Tierseuchen

Afrikanische Schweinepest: EU hilft polnischen Landwirten

Schweine
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Uwe Bräunig, agrarheute
am
21.09.2017

Die EU-Kommission stellt polnischen Schweinehaltern, die von der Afrikanischen Schweinepest betroffen sind, eine Soforthilfe von über 9 Mio. Euro bereit. Seit 2014 sind immer wieder Betriebe im Osten Polens von dem für Schweine tödlichen Virus heimgesucht worden.

Die Europäische Kommission stellt für polnische Schweinehalter 9,3 Millionen Euro bereit, die wegen der Auflagen gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) ihren Betrieb aufgeben mussten. Anspruch auf die finanzielle Unterstützung haben Betriebe, die zwischen 1. Juli 2016 und 30. Juni 2017 in Gebieten mit hohem ASP-Risiko im Osten Polens nicht mehr als 50 Schweine oder Ferkel gehalten haben sowie wegen der strengen Auflagen zum Schutz vor der Seuche ihre Produktion einstellen mussten.

Im Detail zahlt die EU 33 Euro pro Ferkel und 52 Euro pro sonstige Schweine. Insgesamt wird die Fördersumme für maximal 10.000 Ferkel und rund 171.700 Schweine gewährt.

Zwei Jahre Haltungsverbot für geförderte Schweinehalter

Die Landwirte müssen innerhalb der nächsten zwölf Monate einen Antrag für die Auszahlung der Mittel stellen. Wird dieser genehmigt, dürfen die betroffenen Bauern in den darauffolgenden zwei Jahren keine Schweine halten. Nach Ablauf dieser Frist ist nur ein Wiedereinstieg möglich, wenn die neuen Hygienebestimmungen eingehalten werden.

Das Auftreten von ASP stellt ein ernsthaftes Risiko für den europäischen Schweinemarkt dar, betont die EU-Kommission. Jegliche Ausbreitung der Krankheit innerhalb der Europäischen Union habe schwerwiegende Auswirkungen für die EU-Schweinefleischproduzenten. Zudem hänge der Sektor wesentlich von Exporten ab, weshalb weitere Ausbrüche der Infektionskrankheit den Markt ernsthaft destabilisieren könnten.

Mit Material von aiz info

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