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Bioschweinehaltung

Afrikanische Schweinepest: Keine besondere Gefahr für Freilandhaltung

Schweine in Freilandhaltung
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Martina Hungerkamp, agrarheute
am
22.01.2018

Die Afrikanische Schweinepest stellt für die Freilandhaltung keine besondere Gefahr dar, wenn die Schweinehaltungshygieneverordnung eingehalten wird.

Schweinehalter mit Außenklimaställen oder Freilandhaltung müssen hinsichtlich der Afrikanischen Schweinepest keine besonderen Vorkehrungen treffen. Ralf Bussemas, Thünen-Institut für Ökologischen Landbau in Trenthorst, erklärte dazu:

„Da die Viren nicht über die Luft verbreitet werden, ist eine direkte Übertragung auf Hausschweine in Stallhaltung unmöglich. Auch bei Auslaufhaltung, die ja in der Bioschweinehaltung vorgeschrieben ist, besteht kein größeres Infektionsrisiko, wenn der Außenbereich nach den Vorgaben der Schweinehaltungshygieneverordnung eingezäunt ist.

Zaun schützt vor Afrikanischer Schweinepest

Der Außenbereich der Betriebe muss also korrekt umzäunt sein:

  • Die Einzäunung muss mindestens 1,50 Meter hoch, doppelt und engmaschig sein.
  • Bei Auslaufhaltungen ist der Aushang von Schildern mit dem Aufdruck "Schweinebestand – unbefugtes Füttern und Betreten verboten" unbedingt erforderlich.
  • Stellt der Amtsveterinär Mängel bei Kontrollen fest, kann er den Auslauf unmittelbar verbieten.

Problematisch wird es, wenn es aufgrund einer mangelhaften Einzäunung zu einer Infektion mit dem ASP-Virus kommt. Dann haftet nämlich der Schweinehalter für die Ausbreitung der Seuche.    

Mit Material von oekolandbau.de
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