Login
Mast

Afrikanische Schweinepest macht Russland zu schaffen

von , am
28.04.2011

Moskau - Wie Landwirtschaftsministerin Jelena Skrynnik mitteilte, sind Mitte April neue Seuchenfälle aus den nordrussischen Gebieten Murmansk und Archangelsk gemeldet worden.

© Mühlhausen/landpixel
Auch Südrussland leide noch immer intensiv unter dieser Schweinekrankheit. Nicht auszuschließen sei ferner ein Auftreten der Pest in der Wolgaregion und in Zentralrussland. Dort sind nach Angaben der Ministerin etwa 70 Prozent der gesamten russischen Schweinefleischproduktion konzentriert. Falls es den Moskauer Veterinärbehörden nicht gelingt, die Seuche unter Kontrolle zu bringen, droht nach Angaben von Experten deren Verbreitung in Richtung Kursk in Mittelrussland, Saratow an der Wolga sowie ein Vordringen der Infektionserkrankung in die Teilrepublik Tatarstan.

Handel bald regional begrenzt?

Das Landwirtschaftsministerium plant deshalb Skrynnik zufolge Vorkehrungen, um den Handel mit tierischen Erzeugnissen regional zu begrenzen. Außerdem würden strategische Maßnahmen ausgearbeitet mit dem Ziel, die Krankheit bis zum Jahr 2020 völlig auszumerzen.
 
Zum Jahresbeginn 2011 waren mit der Novellierung des föderalen Veterinärmedizingesetzes den Behörden vor Ort mehr Befugnisse eingeräumt worden. Zwar liegt die zentrale Verantwortung für die Bekämpfung von Tierseuchen weiterhin in Moskau; die Zentralbehörden können aber jetzt weitgehende Vollmachten an die Regionalverwaltungen delegieren.
Auch interessant