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Afrikanische Schweinepest: NRW wappnet sich

von , am
06.09.2014

Recklinghausen - NRW wappnet sich gegen die Afrikanische Schweinepest. Mit gezielten Vorbeugemaßnahmen will das Land eine Einschleppung verhindern.

NRW beugt einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest vor. © Micheline Fasbender/pixelio.de
Nordrhein-Westfalen will dem ASP-Virus (Afrikanische Schweinepest) vorbeugen. Wie das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (Lanuv) mitteilt, wurden eine Sachverständigengruppe eingerichtet und erste Vorsorge-Maßnahmen ergriffen. Dabei wurden auch Verkehrswege ins Auge gefasst. Außerdem ist Anfang des Jahres ein Monitoring von verendeten und geschossenen Wildschweinen gestartet. Geplant ist darüber hinaus eine Tierseuchenübung.

NRW weist Restriktionsgebiete aus

Wie das Lanuv am Donnerstag mitteilte, hat die Sachverständigengruppe bereits im Mai zum ersten Mal getagt. Damals stimmte sie erste konkrete Maßnahmen ab, wie Ausweisung von Restriktionsgebieten, jagdliche Maßnahmen in Restriktionsgebieten und Möglichkeiten verendete Wildschweine, die eine potentielle ASP Infektionsquelle darstellen, aufzufinden.
 
Verendete und geschossen Wildschweinen werden nach Aussage der Behörde in Recklinghausen seit Anfang des Jahres in einem Monitoring erfasst, um eine Einschleppung der ASP frühzeitig erkennen zu können. Bis jetzt konnten über 1.000 Proben von Wildschweinen mit negativem Ergebnis getestet werden.
Um der Gefahr des Viruseintrags mit kontaminierten Lebensmitteln wie Schweinefleischerzeugnissen entlang des Fernstraßennetzes durch Fahrzeuge oder Personen entgegenzuwirken, wurden Informationsplakate von den Autobahnmeistereien an Autobahnraststätten aufgehängt und LKW-Fahrern gezielt Informationsmaterial durch die Kontrolleure des Bundeamtes für Güterverkehr zur Verfügung gestellt. Auf den Flughäfen in NRW wird ebenfalls eine gezielte Information von Reisenden durchgeführt.

Sachverständigengruppe für den Fall der Fälle

Das EU-Recht sieht im Fall des Ausbruchs der ASP bei Wildschweinen vor, dass eine Sachverständigengruppe eingesetzt werden muss, die die zuständigen Behörden unterstützt, Maßnahmen festzulegen und deren Wirksamkeit zu überprüfen. 
 
Die Sachverständigengruppe führt die Fachkompetenz der Kreisordnungsbehörden, des NRW-Landwirtschaftsministeriums, des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz, des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts Rhein-Ruhr-Wupper, des Landesverbandes der Berufsjäger und des Landesjagdverbandes sowie des Rheinischen - und des Westfälisch Lippischen Landwirtschaftsverbandes zusammen.

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