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Afrikanische Schweinepest: Die Seuche steht vor der Tür

Wildschweine
am Freitag, 21.09.2018 - 08:31 (Jetzt kommentieren)

Die ASP hat in den letzten Wochen an Fahrt zugelegt - mittlerweile hat die Seuche Westeuropa erreicht. Ein Kommentar von agrarheute-Redakteurin Wiebke Herrmann.

Wiebke Herrmann, agrarheute

Seit dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Belgien steht die Seuche direkt vor unserer Tür. Nur 60 km von der deutschen Grenze entfernt wurde bei tot aufgefundenen Wildschweinen das ASP-Virus nachgewiesen. Damit ist jetzt endgültig klar, die Seuche ist auf dem Vormarsch.

Doch obwohl diese Entwicklung nicht überraschend kommt, ist kaum jemand vorbereitet. Die Sicherheitsmaßnahmen wie eine vermehrte Wildschweinjagd sind zwar wichtig, können aber allein die Seuchenausbreitung nicht stoppen. Denn die größte Gefahr für eine Verbreitung ist der Mensch! Urlauber aus Osteuropa bringen weiterhin als Souvenir Lebensmittel mit, LKWs fahren quer durch Europa und Viehtransporter halten vor Ställen oder Schlachthöfen ohne vorherige Desinfektion und verlassen diese auch ungereinigt wieder. All das könnte die ASP nach Deutschland einschleppen und die Schweinehaltung hierzulande ernsthaft gefährden.

Seuchengefahr: Schützen Sie Ihren Betrieb vor ASP!

Umso wichtiger ist es also, dass Sie als Schweinehalter Ihren Betrieb und Ihre Tiere schützen und Ihre Ställe nach außen, so gut es geht, seuchenhygienisch abschotten. Eine Desinfektion der Fahrzeuge und ein strikter Schwarz-Weiß-Bereich im Stall bringen letztendlich aber keine vollkommene Sicherheit.

Wir brauchen allgemeine, groß angelegte Sicherheitsmaßnahmen, gezielte Jagten und strenge Kontrollen um eine Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Zudem bleibt nur zu hoffen, dass auch in der Öffentlichkeit das Bewusstsein für die Seuchengefahr zunimmt. 

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