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Afrikanische Schweinepest: Solidarität ist gefragt!

Warnschild Afrikanische Schweinepest
am Dienstag, 21.09.2021 - 09:21 (Jetzt kommentieren)

Auch erste Hausschweinebestände sind in Deutschland von der ASP betroffen. Solidarität mit Schweinehaltern ist mehr denn je gefragt.

Liebe Leserinnen und Leser, der Tag X ist  leider vor einiger Zeit gekommen: Erstmals sind Hausschweine von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) betroffen. Der einzige, winzige Trost ist, dass die drei betroffenen Betriebe innerhalb der bisher schon bestehenden Restriktionszonen in Brandenburg liegen, die Betriebe geräumt sind und zum Glück ist es bei diesen Fällen geblieben. Die ISN ruft auf, Ruhe zu bewahren. Es bestehe noch kein Grund zur Panik. Die Lage für die deutschen Schweinehalter würde sich nicht gravierend ändern.

Zum Glück! Hoffentlich sehen das auch die Handelspartner so und nutzen die ASP-Lage nicht aus, um die derzeit herrschenden Tiefpreise noch weiter zu drücken. Das wäre eine Schande. Jetzt ist Solidarität gefragt!

Afrikanische Schweinepest gemeinsam bekämpfen

Der wichtigste Schritt ist eine schnellstmögliche Aufklärung. Wir müssen wissen, wie das ASP-Virus in die Schweinebestände gekommen ist, um Rückschlüsse zu ziehen und Biosicherheitsmaßnahmen weiter anzupassen und gegebenenfalls zu verschärfen. Jeder Schweinehalter sollte angesichts der neuen ASP-Fälle spätestens jetzt seine Maßnahmen noch einmal penibel überprüfen.

Wie bei den uns mittlerweile gut vertrauten Corona-Maßnahmen sollte nun Solidarität an erster Stelle stehen – unter den Schweinehaltern, bei Jägern und auch in der Bevölkerung sowie dem Handel. Einige Handelspartner haben das ja bereits angekündigt - sie müssen liefern. Außerdem wurden mit viel Aufwand und für viel Geld Schutzzäune gegen die ASP gebaut. Wenn ich dann mitbekomme, dass diese sabotiert werden und Radtouristen oder Wanderer sich von den Zäunen „gestört“ fühlen, dann fehlen Aufklärung und Solidarität – und mir die Worte.

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