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Tierseuche

Afrikanische Schweinepest: Strengere Kontrollen

Warnplakat an Autobahnraststätte
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Martina Hungerkamp, agrarheute
am
28.06.2018

Es ist Sommerferienzeit in Niedersachsen. Das Landvolk Niedersachsen macht mit Flugblättern verstärkt auf das Risiko des Einschleppens der Afrikanischen Schweinepest aufmerksam.

Das Niedersächsische Wirtschaftsministerium hat unterstützend zum zuständigen Landwirtschaftsministerium eigene Präventionsmaßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) ergriffen. Damit soll die Gefahr einer Einschleppung der Tierseuche in das Bundesland minimiert werden.

So würden alle Mitarbeiter im Straßenbetriebsdienst auf den Autobahn- und Straßenmeisterein der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) fortlaufend über die Problematik der Afrikanischen Schweinepest und die aktuellen Entwicklungen informiert.

 

ASP: Kontrolle von Wildschutzzäunen und Mülleimer

Die Mitarbeiter sind angehalten, Wildschutzzäune und Abfallbehälter auf den Parkplätzen regelmäßig zu kontrollieren. Achtlos weggeworfener Müll wird umgehend entsorgt. Zweimal wöchentlich fahren die Kolonnen in der Regel die Parkanlagen und Rastplätze an, um den Müll zu entsorgen. Auch im Rahmen der täglichen Streckenkontrolle in der Woche werden Autobahnen und Rasthöfe überprüft.

Die aufgestellten Abfallbehälter sind zudem verschließbar und kippsicher aufgestellt, um eine Plünderung durch Wildschweine zu verhindern. Eine Informationskampagne in Zusammenarbeit mit dem Bundesverkehrsministerium und Bundesumweltministerium sensibilisiert an Rastanlagen und Parkplätzen durch mehrsprachige Warnplakate Reisende und Fernfahrer auf das Risiko der Afrikanischen Schweinepest.

Hohes Risiko des Eintrags von ASP entlang von Fernstraßen

Auch die Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast griff das Thema während der Fragestunde im Landtag auf. Das Risiko des Eintrags von ASP nach Deutschland durch kontaminiertes Schweinefleisch oder daraus hergestellter Erzeugnisse entlang des Fernstraßennetz schätzt sie als hoch eingeschätzt.  

Konzentrierte Jagdaktionen entlang der Fernstraßen sieht die Ministerin als durchaus sinnvoll an. Sie würden aber ein erhöhtes Gefahrenpotential bergen. So könnten Jagdhunde oder Wild auf die Straße laufen. Solche Aktionen müssten deshalb auf regionaler Ebene abgewogen und entschieden werden.

Mit Material von Pressestelle ML Niedersachsen
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