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Afrikanische Schweinepest: Tierärzte in Sorge

von , am
29.09.2014

Berlin - Tierärzte sind in Sorge. Die Gefahr, dass die Afrikanische Schweinepest Deutschland erreicht, steigt. Die Bundestierärztekammer verabschiedet daher eine Resolution, denn ein Ausbruch hätte verheerende Folgen.

Am Leibniz-Institut für Nutztierbiologie wird der Einfluss der Aufruffütterung auf Futterkämpfen geforscht. © Mühlhausen/landpixel
Das aktuelle Seuchengeschehen insbesondere in Lettland, Litauen, Estland und Polen, lässt die Gefahr einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest nach Deutschland täglich weiter steigen. Ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland hätte verheerende Auswirkungen. Das betonten die Teilnehmer der Delegiertenversammlung der Bundestierärztekammer.
 
Vor diesem Hintergrund verabschiedete die Bundestierärztekammer letzte Woche in Berlin eine Resolution zur Seuche. Die Delegierten aus allen 17 Landes-/Tierärztekammern hatten diese einstimmig angenommen. Hier die Punkte, die die Bundestierärztekammer (BTK) in der Resolution festlegt.

Afrikanische Schweinepest: Bundestierärztekammer verabschiedet Resolution

Aus Sorge vor der Afrikanischen Schweinepest fordert die BTK mit Nachdruck:
  • einen konsequenteren Umgang mit den Warnhinweisen
  • Zielgruppen besser zu erfassen: Touristen, Saisonarbeiter, Speditionen
  • punktgenauere Ansprache derselben an Grenzstationen und Autobahn-Raststätten
  • Strafbewehrung für das Mitbringen und Wegwerfen risikobehafteter Lebensmittel
  • möglichst nachhaltige und effektive Einbeziehung aller Kontrollorgane an den Grenzen und auf den Transitstrecken
Zudem wendet sich die BTK mit der Bitte an die Bundesregierung, sich auf EU-Ebene dafür einzusetzen, die Regelungen zur Beseitigung von Küchen- und Speiseabfällen auf international eingesetzten Verkehrsmitteln (K-1-Material) zu verschärfen. Diese Regelungen dürften auf keinen Fall unter den Anforderungen an die Beseitigung von Küchen- und Speiseabfällen (K-3-Material) zurückbleiben. 
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