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Afrikanische Schweinepest auf dem Vormarsch

von , am
03.09.2012

Wie die Bundestierärtzekammer mitteilt, steht die Afrikanische Schweinepest vor den Toren der Europäischen Union.

Bei Hausschweinen sind vor allem Kleinsthaltungen von der Afrikanischen Schweinepest betroffen. © Markus Walti/pixelio.de
Das Virus einer der gefährlichsten Tierseuchen, der Afrikanischen Schweinepest (ASP), steht  "vor den Toren" der Europäischen Union. Wie die Bundestierärztekammer (BTK) am vergangenen Donnerstag mitteilte, wurde die Krankheit 2007 in den Süden Russlands eingeschleppt und grassiert dort vor allem nordwestlich von Moskau bis hin zur lettischen Grenze.
 
Nach dem Ausbruch in der Ukraine am 31. Juli 2012 sei die Seuche nun weiter auf dem Vormarsch, und es bestehe die Möglichkeit, dass sie sich im Norden über die baltischen Staaten nach Polen und Deutschland sowie im Süden über die Ukraine nach Rumänien und Österreich ausbreite.
 

Ausbruch hätte katastrophale Folgen

 
Ein Ausbruch der ASP würde für die Schweinehaltung in Deutschland katastrophale Folgen haben, warnte BTK-Präsident Prof. Theo Mantel. Zur Bekämpfung der Seuche, die sich klinisch kaum von der klassischen Schweinepest unterscheide, aber wesentlich dramatischer verlaufe, stehe kein Impfstoff zur Verfügung. Die einzige Möglichkeit der Bekämpfung sei das Keulen. Das Virus könne allerdings in gekühltem Fleisch mehrere Wochen überleben und in gefrorenem Fleisch sogar jahrzehntelang.

Keine Schweinefleischprodukte mit nach Deutschland bringen

 
Deshalb sollten Schweinefleischprodukte wie Salami oder roher Schinken auf keinen Fall mit nach Deutschland gebracht werden, so die BTK. Zwar sei die Einfuhr von lebenden Schweinen und Schweinefleischerzeugnissen nach Deutschland und in die Europäische Union momentan streng verboten, doch gebe es leider immer noch andere Ausbreitungs- wege für das Virus. "Eine besondere Gefahr geht dabei von Pkw- Touristen oder Lkw-Fahrern aus, die aus Russland oder der Ukraine kommen", erklärte BTK-Präsident Prof. Theo Mantel.
 
Wenn mitgebrachte Wurstabfälle oder Lebensmittelreste mit Schweinefleisch auf Raststellen achtlos weggeworfen würden, könnten diese von Wildschweinen gefressen werden, die sich so infizierten.
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