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Afrikanische Schweinepest/Osteuropa: 80 Fälle seit Jahresanfang

© uschi dreiucker/pixelio.de
von , am
12.08.2014

Die Afrikanische Schweinepest, kurz ASP, breitet sich weiter aus. Allein dieses Jahr verzeichnet man 80 Fälle in Lettland, Litauen und Polen. 29 davon waren Hausschweine.

Bei Hausschweinen sind vor allem Kleinsthaltungen von der Afrikanischen Schweinepest betroffen. © Markus Walti/pixelio.de
Seit Jahresanfang berichtet das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) von 80 bestätigten Fällen der Afrikanischen Schweinepest in den osteuropäischen Staaten Lettland, Litauen und Polen. Während sich ein Großteil der Fälle (51 Stück) auf Wildschweine konzentriert, entfallen immerhin 29 auf Hausschweinbestände. Zwar sind die meisten davon dem FLI zufolge Kleinsthaltungen, in Littauen war aber auch ein Betrieb mit rund 20.000 Tieren betroffen.
 
In den von der Afrikanischen Schweinepest betroffenen Regionen gelten die nach EU-Recht üblichen Restriktionsmaßnahmen.

Zwei neue Fäller außerhalb des bislang betroffenen Gebiets

Die Verbreitung der Afrikanischen Schweinepestm mit Stand 11. August 2014. © FLI
Die jüngsten ASP-Fälle meldete Lettland. Einen Fall verzeichnete das Land in einer Kleinsthaltung in einem bestehenden Restriktionsgebiet. Zwei Wildschweine wurden im Distrikt Madonas - außerhalb der bisher betroffenen Regionen - positiv getestet.
 
Das Friedrich-Loeffler-Institut will eine Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest in weitere Länder der Europäischen Union nicht ausschließen. Das Virus kann über Transportfahrzeuge, die aus betroffenen Regionen zurückkehren, sowie mit Produkten aus nicht durchgegartem Fleisch (Schinken, Salami) infizierter Schweine weiter verbreitet werden. Besonders das (illegale) Verfüttern von Speiseabfällen stellt eine Infektionsquelle dar.
Viele weitere Informationen zur Afrikanischen Schweinepest finden Sie in unserem Themendossier ...

Hofreport: Mobilställe für Freilaufschweine

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